0800 300 3009

Kostenlose Service-Hotline

 
finanzen.de Nachrichten immer gut informiert

Versicherungspflichtgrenze 2018: Höheres Gehalt für PKV-Zugang nötig

Das Bundeskabinett hat die neue Beitragsbemessungs- sowie die Versicherungspflichtgrenze 2018 beschlossen. Dank der guten Lohnentwicklung steigen die Grenzwerte im kommenden Jahr an. Die Änderungen spüren vor allem Gutverdiener, die künftig mehr Sozialabgaben leisten müssen. Zudem erhöht sich die Einkommensschwelle für die private Krankenversicherung (PKV).
Die neue Versicherungspflichtgrenze 2018 ist nun beschlossen
Die Versicherungspflichtgrenze steigt auch 2018 wieder
  • Das Bundeskabinett hat die neuen Beitragsbemessungsgrenzen sowie die Versicherungspflichtgrenze 2018 beschlossen.
     
  • Ab 2018 gilt die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung für Angestellte bis zu einem Jahreseinkommen von 59.400 Euro brutto.
     
  • Menschen, die mehr verdienen, können in die private Krankenversicherung wechseln, wo sie oftmals umfangreichere Leistungen bekommen.

Zum neuen Jahr steigen sowohl die Versicherungspflichtgrenze 2018 für die private Krankenversicherung als auch die Beitragsbemessungsgrenzen zur Sozialversicherung. Das hat das Bundeskabinett kürzlich beschlossen und folgt damit dem Referentenentwurf vom Sozial- und Arbeitsministerium.

Hintergrund der Anpassung ist die positive Entwicklung der Löhne und Gehälter im Jahr 2016, welche die Grenzwerte erneut ansteigen lässt. Damit zahlen Gutverdiener ab Januar 2018 höhere Beiträge in die Renten- und Krankenversicherung ein. Arbeitnehmer unterliegen zudem bis zu einem Jahreseinkommen von 59.400 Euro brutto der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Update 10. September 2018: Auch 2019 wird die Versicherungspflichtgrenze steigen. Einem entsprechenden Entwurf zufolge soll sie bei 60.750 Euro liegen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Versicherungspflichtgrenze 2018: So viel müssen PKV-Anwärter verdienen

Wer sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen und sich in der privaten Krankenversicherung absichern möchte, muss dafür ein gewisses Einkommen vorweisen oder selbstständig tätig beziehungsweise verbeamtet sein. Mit der neuen Versicherungspflichtgrenze 2018, der sogenannten Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG), werden dabei die Zugangsbedingungen zur PKV für Arbeitnehmer erschwert. Sie müssen ab dem kommenden Jahr monatlich mindestens 4.950 Euro brutto verdienen, um in die PKV aufgenommen zu werden oder dort versichert zu bleiben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 150 Euro pro Monat.

Bereits privatversicherte Angestellte, die die Versicherungspflichtgrenze 2017 nur knapp überschritten haben, könnten nun ihren Anspruch auf die private Krankenversicherung verlieren. Fällt ihr Einkommen unter die JAEG 2018, müssen sie in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren.

Service: Ebenso wie Beamte und Selbstständige können sich Angestellte privat krankenversichern und von den im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung oftmals besseren Leistungen profitieren, wenn sie mit ihrem Einkommen über die Versicherungspflichtgrenze kommen. Finden Sie jetzt mit dem PKV-Vergleichsrechner schnell und unverbindlich einen Anbieter mit dem für Sie besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Unser Service für Sie

Sie suchen einen professionellen Rat zu Vorsorge und Versicherungen?

Beitragsbemessungsgrenzen steigen bei Kranken- und Rentenversicherung

Neben der Versicherungspflichtgrenze steigen 2018 die verschiedenen Beitragsbemessungsgrenzen zur Sozialversicherung. Dazu gehört der Grenzwert für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung, der sich von bisher 52.200 Euro pro Jahr auf 53.100 Euro erhöht. Das heißt, für ein monatliches Einkommen von bis zu 4.425 Euro müssen gesetzlich Versicherte Beiträge zahlen, während Beträge, die darüber liegen, nicht mehr angerechnet werden. Je größer die Bemessungsgrenze ist, desto höhere Abgaben müssen Gutverdiener somit leisten.

Ähnlich verhält es sich bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Beitragsbemessungsgrenze steigt 2018 bei der allgemeinen Rentenversicherung auf 6.500 Euro pro Monat (West) beziehungsweise 5.800 Euro (Ost). Für die knappschaftliche Rentenversicherung liegt die Grenze im kommenden Jahr im Westen bei 8.000 Euro, im Osten bei 7.150 Euro.