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Krankenkassen Zusatzbeitrag sinkt 2018 offiziell auf 1,0 Prozent

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Krankenkassen wird 2018 von derzeit 1,1 auf 1,0 Prozent gesenkt. Nachdem Experten des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundesversicherungsamts dies vorgeschlagen hatten, folgt nun Gesundheitsminister Gröhe der Empfehlung. Die gesetzlichen Krankenkassen warnen jedoch vor negativen Folgen eines geringeren Zusatzbeitrags 2018.
Krankenkassen Zusatzbeitrag 2018: Absenkung auf 1,0 Prozent
Krankenkassen Zusatzbeitrag sinkte 2018 auf 1,0 Prozent
  • In der gesetzlichen Krankenversicherung sinkt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2018 leicht.
     
  • Dies hat das Gesundheitsministerium heute entschieden.
     
  • Der Beschluss ist für die Kassen jedoch nicht bindend, sodass es zu Preisunterschieden zwischen den Krankenkassen kommt.

Seit zwei Jahren liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) unverändert bei 1,1 Prozent. Doch nun wird der Zusatzbeitrag 2018 angepasst. Nachdem sich der sogenannte GKV-Schätzerkreis mehrheitlich dafür ausgesprochen hat, den zusätzlichen, kassenindividuellen Beitrag um 0,1 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent abzusenken, schloss sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nun der Empfehlung an.

„Dass die Krankenkassen gute Spielräume für hochwertige Leistungen bei attraktiven Beiträgen haben, ist eine gute Nachricht für alle gesetzlich Versicherten“, teilte der Minister im Zuge der Entscheidung mit, den Krankenkassen Zusatzbeitrag 2018 zu senken.

Im Vorfeld der Beratungen über die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitrags gingen die Meinungen innerhalb des GKV-Schätzerkreises jedoch auseinander. Während Fachleute vom Bundesgesundheitsministerium und vom Bundesversicherungsamt damit rechnen, dass die Gesundheitsausgaben der Kassen im nächsten Jahr bei 236,2 Milliarden Euro liegen, geht der GKV-Spitzenverband von rund einer Milliarde Euro mehr aus. Der Verband folgte daher nicht der Schätzung, dass der Zusatzbeitrag 2018 gesenkt werden kann. Aus seiner Sicht sollte der Beitrag stabil bleiben. Bei einem Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent statt 1,0 Prozent wären den Krankenkassen zusätzliche 1,3 Milliarden Euro zugutekommen.

 

Zusatzbeitrag 2018: Krankenkassen gegen eine Absenkung

„Wir wollen, dass die gesetzliche Krankenversicherung auch finanziell auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet ist“, erläuterte Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes. Der Stabilisierungsprozess der vergangenen Jahre müsse daher beibehalten werden. Auch Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbands, sprach sich gegen ein „Beitragssatz Jo-Jo“ aus. Er warnt: „Offenbar haben politische Erwägungen den Ausschlag gegeben, dem kurzfristigen Absenken Priorität vor der längerfristigen Stabilität der GKV-Finanzen einzuräumen. Das werden viele Kassen und deren Beitragszahler schnell zu spüren bekommen.“

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Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2018 für Krankenkassen nicht bindend

Auch wenn Gröhe nun den durchschnittlichen Krankenkassenbeitrag für 2018 festgelegt hat, müssen sich die Kassen daran nicht halten. Sie dürfen ihren Zusatzbeitrag individuell bestimmen. Das führt dazu, dass der Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung derzeit zwischen 14,9 Prozent und 16,4 Prozent schwankt. Gesetzlich Versicherte sollten daher genau darauf achten, ob und wie ihre Krankenkasse die Beiträge zum Jahreswechsel anpasst und gegebenenfalls einen Wechsel zu einer andere Kasse prüfen.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur gesetzlichen Krankenversicherung.