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Private Pflegeversicherung: 31 Tarife bei Stiftung Warentest im Vergleich

Bei vielen Pflegebedürftigen reicht das Geld der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht aus, um ihre Pflegekosten zu decken. Damit sie im Ernstfall nicht auf ihr Erspartes oder auf die finanzielle Unterstützung ihrer Kinder zurückgreifen müssen, ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll, rät Stiftung Warentest. Ein neuer Test zeigt, welche Tarife besonders überzeugen.
Eine private Pflegeversicherung ist laut Stiftung Warentest sinnvoll
Mit einer privaten Pflegeversicherung für den Pflegefall absichern
  • In einem aktuellen Test zur privaten Pflegeversicherung prüft Stiftung Warentest 31 Tarife, die ein Pflegetagegeld zahlen.
     
  • Dabei legten die Tester Wert auf die Leistungen und den Preis der Absicherung.
     
  • Um aus einer Vielzahl an guten Angeboten den passenden Tarif zu finden, empfiehlt sich ein persönliches Angebot.

Seit Januar 2017 bekommt ein Großteil der Pflegebedürftigen mehr Geld aus der Pflegekasse. Wie viel diese zahlt, richtet sich danach, wie viel Hilfe ein Mensch in seinem Alltag benötigt. Für die Pflege im Heim bekommen Betroffene beispielsweise im Monat zwischen 125 Euro in Pflegegrad 1 und 2.005 Euro beim höchsten Pflegebedarf. Lassen sich Personen zu Hause pflegen, fallen die Leistungen dagegen meist geringer aus. 

Da die tatsächlichen Pflegekosten mitunter bis zu 4.000 Euro betragen, entsteht oftmals eine Pflegelücke, die Pflegebedürftige selbst füllen müssen. Dabei kann eine private Pflegeversicherung sinnvoll sein. Die Stiftung Warentest betont jedoch, dass sich diese nur auszahlt, wenn Versicherte die fälligen Beiträge lebenslang zahlen können. Denn wer die Versicherung aus finanziellen Gründen kündigen muss, verliert seine kompletten Einzahlungen und den Schutz.

In einem aktuellen Test hat die Verbraucherorganisation unterschiedliche Angebote zur privaten Absicherung unter die Lupe genommen. Dabei hat sie sowohl auf den Preis als auch auf die Leistungen geachtet und ist auf einige gute Angebote gestoßen.

Stiftung Warentest hält private Pflegeversicherung für sinnvoll

Für die neue Finanztest (11/2017) haben die Verbraucherschützer 31 Tarife zur Pflegetagegeldversicherung gegenübergestellt. Diese Form der privaten Pflegeversicherung ist als Zusatzschutz durchaus sinnvoll, so Stiftung Warentest. In dem Vergleich wurden sowohl flexible Angebote als auch statische Tarife mit einer vorgegebenen Staffelung der Leistungen je nach Pflegegrad überprüft. Zudem wurden die Tarife für einen 45-jährigen sowie für einen 55-jährigen Modellkunden untersucht.

Für den älteren Versicherten schneidet im Pflegeversicherung Test kein Tarif mit dem Gesamturteil sehr gut ab. Die beste Bewertung (Note 1,6) erhalten:

  • DFV – DeutschlandPflege Flex (90 Euro Monatsbeitrag)
  • DKV – PTG (88 Euro)
  • HanseMerkur – PGA, PGS (87 Euro)

Tipp: Ob statisch oder flexibel – Bei der Wahl der passenden Pflegeversicherung sollten Interessierte darauf achten, für jeden Pflegegrad ausreichend abgesichert zu sein. Mit einem kostenlosen Angebot finden Sie schnell den Tarif, der Sie im Ernstfall am besten vor hohen Kosten schützt.

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Private Pflegeversicherung: Für 45-Jährige sind zwei Anbieter sehr gut

Bei den jüngeren Modellkunden im Alter von 45 Jahren erhalten mit HanseMerkur („PGA“, „PGS“) und Württembergische („PTPU“) zwei Anbieter das Qualitätsurteil sehr gut (Note 1,5). Beide Versicherer verlangen einen monatlichen Beitrag von 56 Euro. Jeweils 20 Mal vergibt die Verbraucherorganisation bei den Angeboten für 45-jährige Versicherte eine gute beziehungsweise befriedigende Bewertung. Für ältere Kunden sind 18 Angebote gut sowie 24 befriedigend. Der „PflegeSchutz“-Tarif von VGH schneidet hingegen sowohl bei den 55-Jährigen als auch bei den 45-Jährigen nur mit ausreichend ab.

Ein genauer Blick in die Vertragsbedingungen lohnt sich

Neben dem Beitrag sowie dem vereinbarten Tagegeld spielte für die Tester auch eine Rolle, wie die weiteren Vertragsbedingungen der Tarife ausfallen. Dazu gehört beispielsweise, ob der Versicherer erst nach einer bestimmten Wartezeit zahlt, den Kunden die Möglichkeit bietet, ihr Tagegeld regelmäßig zu erhöhen und auch leistet, wenn Versicherte infolge einer Suchterkrankung pflegebedürftig werden.

In beiden Altersgruppen haben es die Bayerische Beamtenkrankenkasse („PflegePrivat Premium Plus“) sowie UKV („PflegePrivat Premium Plus“) in diesem Bereich zur Bestnote 1,0 geschafft. Die Tarife mit den besten Gesamturteilen erreichen in dieser Hinsicht jedoch nur eine gute Bewertung. Für die Wahl der privaten Pflegeversicherung ist es daher laut Stiftung Warentest sinnvoll, die entsprechenden Vertragsbedingungen genau zu prüfen.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur privaten Pflegeversicherung.