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Frage der Woche: Was ist bei Kreditkarten ohne Gebühren zu beachten?

Eine Kreditkarte ohne Gebühren gehört bei vielen Banken fest zum Portfolio, mit dem sie um Kunden werben. Wie ein neuer Test der Stiftung Warentest zeigt, sind jedoch viele Karten letztlich nicht komplett kostenfrei. Stattdessen müssen Kunden oftmals tief in die Tasche greifen, wenn sie beim Abschluss nicht aufmerksam sind. Schuld daran ist oftmals die sogenannte Teilzahlung.
Bei der Kreditkarte ohne Gebühren genau auf das Kleingedruckte achten
Zahlreiche Banken bieten Kreditkarten ohne Gebühren an
  • Viele Banken locken Kunden mit Angeboten für eine Kreditkarte ohne Gebühren.
     
  • Doch es können versteckte Kosten lauern, warnt die Stiftung Warentest in einem aktuellen Test.
     
  • Um die passende Kreditkarte zu finden, ist es wichtig, das Kleingedruckte verschiedener Angebote genau zu prüfen.

Ob online einen Flug buchen, ein Zugticket kaufen oder im Urlaub Geld abheben – Für Vorgänge wie diese ist die Kreditkarte ein beliebtes Zahlungsmittel. Bei zahlreichen Banken soll die Zahlung dabei kostenfrei möglich sein. Doch selbst wenn die Kreditkarte scheinbar ohne Gebühren wie einen Jahresbeitrag oder Zinsen für das Geldabheben läuft, drohen bei einigen Anbietern auf den zweiten Blick versteckte Kosten. So haben manche Geldinstitute schon im Antrag für die Kreditkarte die Voreinstellung „Teilzahlung“ oder auch „Revolving Credit“ festgelegt, mit der für Kunden letztlich hohe Zinsen anfallen können. Bis zu 23 Prozent werden auf die Kreditkartenumsätze draufgeschlagen, zeigt ein aktueller Vergleich von Stiftung Warentest.

Kreditkarte ohne Gebühren: Auf versteckte Kosten achten

Für die neue Finanztest (11/2017) hat die Verbraucherorganisation insgesamt 23 Kreditkarten unter die Lupe genommen. Darunter waren Angebote mit und ohne zugehöriges Girokonto. Einige Angebote versprechen dabei eine Kreditkarte ohne Gebühren. Doch insbesondere bei den Karten ohne Girokonto sollten Kunden genau in die jeweiligen Vertragsbedingungen schauen und prüfen, ob darin eine Teilzahlung vereinbart ist.

Das Prinzip der Teilzahlung bedeutet, dass bei einer Zahlung mit der Karte nur ein kleiner Teil der Summe direkt vom Konto eingezogen wird. Den Rest müssen Kunden selbst begleichen. Wenn der Karteninhaber beispielsweise eine neue Kaffeemaschine für 2.000 Euro mit der Kreditkarte bezahlt, bucht die Bank nur 2,5 Prozent davon, also 50 Euro, sofort vom Konto ab. Die übrigen 1.950 Euro muss der Nutzer selbst an die Bank zurückzahlen.

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Welche Folgen hat eine Kreditkarte mit Teilzahlung für Kunden?

Bei einer Kreditkarte mit Teilzahlung können Kunden in gewissem Maß wählen, ob sie den offenen Betrag auf einmal oder in Raten zurückzahlen wollen. Entscheiden sie sich für die Ratenzahlung oder begleichen die offene Summe bei der Bank nicht pünktlich, müssen sie dafür jedoch hohe Zinsen in Kauf nehmen. Im Vergleich von Stiftung Warentest liegen diese zwischen 12 und 23 Prozent. Während die Vereinbarung bei einigen Kreditinstituten nach Vertragsabschluss telefonisch oder online rückgängig gemacht werden kann, ist es bei anderen Banken nicht möglich, die Teilzahlung auszuschließen. So kann die erhoffte Kreditkarte ohne Gebühren insbesondere für Menschen, die diese täglich nutzen, schnell teuer werden. Um hohe Extrakosten zu vermeiden, sollten Kunden ihre Zahlungen daher schnell ausgleichen.

Kreditkarte ohne Gebühren: Hohe Extrakosten für den Dispo vermeiden

Neben den Kreditkarten ohne zugehöriges Girokonto haben die Tester auch sieben Karten mit kostenlosem Konto geprüft, von dem die Beträge abgebucht werden. Dabei gibt es zwei Optionen: die Debit- oder die Charge-Kreditkarte. Bei ersterer wird jede Zahlung mit der Karte direkt vom Konto abgezogen. Bei der Charge-Version erfolgt die Abbuchung der Kreditkartenumsätze dagegen einmal im Monat gesammelt.

Insbesondere bei dieser Variante können Kunden jedoch leicht in eine Kostenfalle tappen. Denn auch wenn die Kreditkarte offiziell ohne Gebühren für das Abheben oder Bezahlen auskommt und auf die Teilzahlungsoption verzichtet, müssen sie unter Umständen mit Extrakosten rechnen. Dies gilt, wenn das Girokonto zum Zeitpunkt der Abbuchung nicht gedeckt ist und Kontoinhaber somit in den Dispo rutschen. Daher sollten Nutzer sicherstellen, dass stets genug Geld auf dem Konto liegt, um die Kreditkartenumsätze zu decken.

Für die Auswahl einer passenden Kreditkarte rät Stiftung Warentest generell, nicht einfach das erstbeste Angebot der eigenen Bank anzunehmen, sondern verschiedene Optionen genau zu vergleichen. Denn mitunter verlangen die ansässigen Banken für die Kreditkarte Zusatzkosten, beispielsweise Gebühren für das Abheben im Ausland.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Geldanlage.