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Rentenbeitrag 2018 sinkt offiziell auf 18,6 Prozent

Die gute Beschäftigungslage in Deutschland führt nicht nur dazu, dass der durchschnittliche Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr sinkt. Auch beim Rentenbeitrag werden Arbeitnehmer 2018 entlastet. Denn das Bundeskabinett hat nun beschlossen, den Beitragssatz von 18,7 Prozent auf 18,6 Prozent anzupassen.
Rentenbeitrag wird 2018 nach unten angepasst
Arbeitnehmer werden 2018 beim Rentenbeitrag entlastet
  • Der Rentenbeitrag sinkt 2018 auf 18,6 Prozent.
     
  • Grund sind sprudelnde Einnahmen durch steigende Löhne und eine starke Zunahme der Beschäftigung.
     
  • Auch der Beitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung fällt auf 24,7 Prozent.

Der Rentenbeitrag sinkt 2018. Das hat das Bundeskabinett am 22. November beschlossen. Denn durch die verbesserte Beschäftigungslage und steigenden Löhne nimmt die gesetzliche Rentenversicherung mehr Geld als erwartet ein. Bereits im Vorfeld hatten sowohl der Schätzerkreis Rentenversicherung sowie der Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel, eine Absenkung des Rentenbeitrags um 0,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent für möglich gehalten.

Arbeitnehmer zahlen durch den geringeren Rentenbeitrag ab 2018 nur noch 9,3 Prozent ihres Bruttoeinkommens in die Rentenkasse statt bisher 9,35 Prozent. Gleiches gilt für Arbeitgeber.

Ursprünglich war geplant, den Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung bis 2021 unverändert bei 18,7 Prozent zu belassen. Danach war eine Erhöhung auf 18,9 Prozent vorgesehen. Nun soll der Rentenbeitrag bis 2022 bei 18,6 Prozent bleiben und dann schrittweise bis 2030 auf 21,6 Prozent angepasst werden.

 

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Wann wird der Rentenbeitrag 2018 angepasst?

Gesetzlich ist eine Anpassung des Rentenbeitrags vorgesehen, wenn eine von zwei Bedingungen erfüllt ist: Liegen die Reserven der Rentenversicherung zum Ende des Jahres bei weniger als 0,2 Monatsausgaben, muss der Beitrag nach oben geschraubt werden. Übersteigt die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage jedoch die Obergrenze von 1,5 der monatlichen Ausgaben, fällt der Beitragssatz. Derzeit beträgt die Rücklage dem Bundeskabinett zufolge 1,59 Monatsausgaben. Bis Ende 2017 soll sie bei rund 32,9 Milliarden Euro liegen.

Durch den geringeren Rentenbeitrag 2018 werden nicht nur Arbeitnehmer und Arbeitgeber geringfügig entlastet. Auch der Bund könnte seinen Zuschuss an die Rentenkasse um rund 200 Millionen Euro reduzieren. Zudem könnten Rentner im Jahr 2019 von einer besseren Rentenanpassung profitieren.

Im Vorfeld wurde darüber spekuliert, ob sich die Regierung für eine kurzfristige Beitragsentlastung entscheidet. Schließlich steht die Rentenkasse nicht nur wegen teurer Gesetze wie der Mütterrente und der Rente mit 63 unter Druck. Auch der demografische Wandel wird die gesetzliche Rentenversicherung in den nächsten Jahren stark belasten. Je besser mit den Reserven umgegangen wird, desto eher ließen sich künftige Beitragssteigerungen abfedern.

Hinweis: Der Artikel wurde am 22. November 2017 aktualisiert.

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