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Rente mit 63: Jens Spahn fordert das Aus

Die Rente mit 63 Jahren steht seit Juli 2014 Menschen offen, die bereits 45 Jahre ihren Beitrag in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben. Jens Spahn (CDU) hat nun kurz vor den neuen Jamaika-Sondierungsgesprächen ihre Abschaffung gefordert. Die eingesparten Gelder sollten lieber die Renten von Witwen und Erwerbsgeminderten stärken, so Spahn.
Jens Spahn fordert die Abschaffung der Rente mit 63
Gehört die Rente mit 63 bald der Vergangenheit an?
  • Die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren sollte dem CDU-Politiker Jens Spahn zufolge abgeschafft werden.
     
  • Durch die eingesparten Gelder sollten besser andere Menschen unterstützt werden, die es dringender benötigten.
     
  • Ob es tatsächlich eine Änderung bei der gesetzlichen Rentenversicherung gibt, bleibt abzuwarten.

Die Rente mit 63 Jahren wurde seit ihrer Einführung von verschiedenen Seiten kritisiert. So klagen beispielsweise Unternehmen über dringend benötigte Fachkräfte, die durch den verfrühten Renteneintritt verloren gingen. Jens Spahn fordert nun in einem Interview mit der Rheinischen Post, dass die Rente mit 63 auslaufen sollte. Als Grund nennt der CDU-Politiker, dass die Frühverrentung vor allem von männlichen Facharbeitern genutzt werde, die noch gebraucht würden. Durch eine Abschaffung der Rente mit 63 könnten hingegen diejenigen Menschen finanziell bessergestellt werden, die es wirklich bräuchten.

 

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Abschaffung der Rente mit 63 soll Witwen und Erwerbsgeminderten helfen

Der verfrühte und abschlagsfreie Renteneintritt mit 63 Jahren wurde nach der Einführung von den Betroffenen sehr gut aufgenommen. Für die Rentenversicherung bedeutet diese positive Resonanz jedoch mehr Rentenbezieher und damit erhöhte Kosten. Das Altersgeld, das an die vorwiegend männlichen Facharbeiter gezahlt würde, könnte an anderer Stelle jedoch viel sinnvoller eingesetzt werden, kritisiert Spahn.

Michael Hüther, Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), spricht sich gegenüber der Welt ebenfalls für eine Abschaffung der abschlagsfreien Rente mit 63 aus. Auch er betont, dass es sich bei den betroffenen oder potenziellen Rentnern ab 63 Jahren vorwiegend um gebildete, gut verdienende Facharbeiter handele. Hüther bekräftigt hingegen, dass künftig nicht ausgeschlossen werden dürfe, das Renteneintrittsalter auch über 67 Jahre hinaus noch zu erhöhen. Das solle dabei helfen, langfristig gegen Altersarmut vorzugehen.  

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