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Öko-Test prüft fast 400 Kfz-Versicherungen: Bis zu 900 Euro sparen

Viele Autofahrer haben noch rund einen Monat Zeit, ihre Autoversicherung zu kündigen. Denn am 30. November endet bei zahlreichen Verträgen die jährliche Kündigungsfrist. Ein umfangreicher Vergleich von Öko-Test zeigt, dass es sich lohnt, die alte Kfz-Versicherung gegen eine neue, günstigere auszutauschen. Meist lassen sich dadurch Hunderte Euro im Jahr sparen.
Bei der Kfz-Versicherung gibt es Preisunterschiede von knapp 900 Euro
Mit einem Wechsel der Autoversicherung viel Geld sparen
  • Öko-Test nimmt in einem aktuellen Vergleich fast 400 Tarife für die Autoversicherung unter die Lupe.
     
  • Beim Blick auf die Jahresprämien der Angebote zeigt sich ein Einsparpotenzial von mehreren Hundert Euro.
     
  • Um eine günstige und leistungsstarke Kfz-Versicherung zu finden, sollten wechselwillige Autofahrer einen individuellen Tarifvergleich zurate ziehen.

In einem neuen Test zur Kfz-Versicherung hat Öko-Test in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung NAFI GmbH 378 Tarife von 67 Versicherern geprüft. Die Angebote wurden für fünf verschiedene Typen von Autofahrern untersucht, unter anderem für Studenten, Familien und Rentner. Im Fokus des Vergleichs stand der Preis für die Absicherung des Pkw. Denn insbesondere in der Wechselsaison im November bietet sich für Autofahrer mitunter ein enormes Sparpotenzial, wenn sie von einem teuren zu einem günstigen Versicherer wechseln.

Im Test wurden sowohl die Prämien für den Grundschutz als auch für den Topschutz gegenübergestellt. In beiden Kategorien ist der Musterkunde an einer Kfz-Haftpflichtversicherung mit zusätzlicher Kaskoversicherung interessiert.

Autoversicherung wechseln: Familien und Studenten sparen am meisten

Insgesamt zeigt sich im Kfz-Versicherung Test für alle Modellfälle eine große Preisspanne zwischen den teuersten und den günstigsten Angeboten. Dadurch ergibt sich Öko-Test zufolge ein Sparpotenzial von 500 Euro bis knapp 900 Euro.

Vor allem für Familien, bei denen das Geld oftmals knapp ist, können sich solche Einsparungen lohnen. Für sie gibt es den günstigsten Grundschutz bei AXA („Mobil online Extraschutz Schadenservice Basis“) für 736,08 Euro pro Jahr. Demgegenüber zahlen Versicherte bei Signal Iduna („Optimal“) rund 810 Euro mehr. Noch größer fällt der Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Topschutz für Familien aus. Hier beträgt die Preisdifferenz fast 818 Euro. Die genauen Kosten für die Kfz-Versicherung variieren unter anderem je nach Typ- und Regionalklasse.

Nicht nur Familien, sondern auch viele Studenten müssen oft auf jeden Euro achten, um mit ihrem Geld über die Runden zu kommen. Für sie findet Öko-Test den größten Preisunterschied im Vergleich. So zahlen Studenten für den Topschutz beim teuersten Anbieter knapp 865 Euro mehr als beim preiswertesten Versicherer.

Die fünf günstigsten Autoversicherungen mit Grundschutz für Familien und Studenten im Überblick:

Familien Studenten
AXA – Mobil online Extraschutz Schadenservice Basis Allsecur – Premium KaskoDirekt
Prokundo – Basis mit Werkstatt-Service CosmosDirekt – Basis-Schutz mit Werkstattbindung
CosmosDirekt – Comfortschutz mit Werkstattbindung DA Direkt – Mein Tarif Komfort
VHV – Klassik-Garant mit Werkstattbindung Europa – Komfort Spar-Kasko
Volkswohl-Bund – EasySmart Komfort mit Werkstatt-Service AXA – Mobil online Extraschutz Schadenservice Basis

Service: Im Test zeigt sich, dass sich die Anbieter mit den günstigsten Prämien je nach Musterkunde abwechseln können. Welcher Tarif Ihnen nicht nur einen günstigen Preis bietet, sondern auch noch leistungsstark ist, erfahren Sie mit einem individuellen Vergleich.

Unser Service für Sie

Machen Sie Schluss mit den hohen Beiträgen Ihrer Kfz-Versicherung.

Autoversicherung für Rentner: Seniorenzuschlag als Kostenfalle

Bei Rentnern fallen die möglichen Einsparungen mit etwa 250 Euro bis maximal 400 Euro pro Jahr geringer aus als bei anderen Autofahrern. Sie profitieren jedoch in der Regel von hohen Schadenfreiheitsrabatten, wenn sie lange Zeit unfallfrei unterwegs waren beziehungsweise ihrem Versicherer keinen Schaden gemeldet haben.

Ab einem bestimmten Alter wird für Senioren meist ein Zuschlag zur Autoversicherung fällig, da sie mit zunehmendem Lebensalter statistisch betrachtet mehr Unfälle verursachen. Im Test zahlt ein Versicherter mit 81 Jahren beim günstigsten Anbieter fast 200 Euro mehr im Jahr für den Grundschutz als ein 66-jähriger Fahrer.

Telematik-Tarife: Trotz Einsparpotenzial nicht immer die beste Wahl

Neben den regulären Kfz-Versicherungen haben die Tester auch einige Telematik-Angebote unter die Lupe genommen. Dabei lassen Versicherte ihre Fahrweise aufzeichnen und können für besonders vorbildliches Fahren Rabatte erhalten. Auch ein aktueller Vergleich der €uro am Sonntag hat die verschiedenen Telematik-Optionen der Versicherer genauer untersucht und mit vergleichbaren Autoversicherungen gegenübergestellt. Dabei zeigt sich, dass die Telematik-Option trotz der möglichen Einsparungen nicht unbedingt preiswerter ist als eine günstige Kfz-Versicherung ohne Zusatzbaustein.

€uro am Sonntag kritisiert, dass ein Großteil der Versicherer zwar mit dem höchstmöglichen Rabatt wirbt. Doch diesen können Versicherte meist überhaupt nicht erreichen, weil nicht allein das Fahrverhalten, sondern auch äußere Faktoren wie der Zeitpunkt der Fahrt und die Strecke eine Rolle spielen. Wer häufig im Berufsverkehr auf der Landstraße zur Arbeit fährt, muss Abstriche bei der Bewertung seiner Fahrleistung hinnehmen, egal wie sicher er letztlich fährt. Sowohl Öko-Test als auch €uro am Sonntag mahnen zudem, dass bei vielen Telematik-Angeboten überhaupt nicht klar wird, wie genau der mögliche Rabatt anhand der Fahrweise ermittelt wird.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Kfz-Versicherung.