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Frage der Woche: Für wen ist eine Grippeimpfung sinnvoll?

Während die alljährliche Grippesaison langsam Fahrt aufnimmt, denken viele Menschen darüber nach, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Denn die Impfung wird von Gesundheitsexperten empfohlen und außerdem meist von den Krankenkassen bezahlt. Doch wann ist eine Grippeimpfung überhaupt sinnvoll und welche Risiken gibt es dabei?
Für bestimmte Risikogruppen ist eine Grippeimpfung sinnvoll
Eine Grippeimpfung soll vor Erkrankungen schützen
  • Bundesweit erkranken jedes Jahr vor allem im Herbst und Winter Tausende Menschen an Grippe.
     
  • Da die Erkrankung im schlimmsten Fall tödlich enden kann, halten Gesundheitsexperten eine Grippeimpfung bei vielen Menschen für sinnvoll.
     
  • Die Impfkosten gehören meist zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, doch einige Kassen zahlen nur für Risikogruppen.

Aktuell hält sich die Zahl der Grippefälle für die Saison 2017/18 noch in Grenzen. Im Vorjahr wurden zwischen Anfang Oktober 2016 und Mitte Mai 2017 jedoch rund 114.000 Fälle von Grippe-Erkrankungen gemeldet. Für viele Menschen Grund genug, über eine Impfung nachzudenken. Seit Jahren raten Gesundheitsexperten dazu, sich gegen Grippe impfen zu lassen – vor allem bei älteren Menschen. Sie waren laut dem Robert Koch-Institut (RKI) von der schweren Grippewelle im letzten Jahr besonders betroffen und sind somit eine Risikogruppe. Doch nicht nur für sie ist eine Grippeimpfung sinnvoll.

Grippeimpfung – ja oder nein?

Eine Grippeerkrankung oder Influenza verläuft in den meisten Fällen ohne Komplikationen und ist nach einigen Tagen ausgestanden. Es gibt jedoch bestimmte Risikogruppen, bei denen die Krankheit nicht so leicht vergeht und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann, wenn beispielsweise andere Erkrankungen wie eine Lungenentzündung hinzukommen. Dazu gehören:

  • Ältere Menschen ab 60 Jahre
  • Schwangere
  • Personen mit chronischen Erkrankungen wie HIV, Diabetes oder Krebs
  • Medizinisches Personal

Bei ihnen hält die Ständige Impfkommission (STIKO) des RKI eine Grippeschutzimpfung für sinnvoll. Einen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung bietet die Impfung zwar nicht. Dennoch reduzieren Menschen dadurch zumindest das Risiko einer Erkrankung.

Die Impfung ist generell auf zwei Arten möglich: mit einem Lebendimpfstoff oder einem Totimpfstoff. Ersterer beinhaltet abgeschwächte lebende Viren, wird als Nasenspray verabreicht und eignet sich besonders für Kinder zwischen zwei und 17 Jahren. Im Totimpfstoff sind dagegen Teile abgetöteter Viren enthalten. Der Wirkstoff wird in den Muskel oder in die Haut gespritzt.

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Wann ist eine Grippeimpfung sinnvoll?

Eine Schutzimpfung gegen Influenza-Erkrankungen ist grundsätzlich jederzeit möglich. Hochsaison haben die Viren allerdings im Herbst und Winter. Die meisten Grippefälle treten rund um den Jahreswechsel auf. Daher rät das RKI, sich in den Monaten Oktober und November impfen zu lassen, um rechtzeitig zur anrollenden Grippewelle den vollen Impfschutz aufgebaut zu haben. Bis dieser greift, dauert es nach der Impfung bis zu zwei Wochen.

Den Experten vom RKI zufolge ist es sinnvoll, die Grippeimpfung jedes Jahr im Herbst aufzufrischen. Denn der Wirkstoff wird regelmäßig an die veränderten Virenstämme angepasst wird. Zudem verliert der Impfstoff mit zunehmender Dauer seine Schutzwirkung.

Wer zahlt für eine Grippeschutzimpfung?

Für Menschen, bei denen die STIKO eine Grippeimpfung für sinnvoll hält, erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Ähnlich verhält es sich bei Privatpatienten. Einige Kassen kommen auch für die Impfung von Personen auf, für die keine ausdrückliche Empfehlung gilt. Daher lohnt es sich, einen genauen Blick auf die Leistungen der eigenen Krankenkasse zu werfen und diese auch mit anderen zu vergleichen.

Je nach Beruf und Unternehmen übernehmen teilweise auch Arbeitgeber die Impfkosten für ihre Mitarbeiter. Dies sollten Angestellte vorab mit ihrem Chef klären.

Grippeimpfung – ja oder nein: Welche Risiken gibt es?

Allgemein betrachtet das RKI eine Grippeimpfung als gut verträglich. Ähnlich wie bei anderen Impfungen können jedoch gewisse Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehört beispielsweise beim Totimpfstoff, dass der Bereich rund um die Einstichstelle anschwillt, der Arm schmerzt oder dass vermeintliche Erkältungssymptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Frösteln auftreten.

Menschen, die zum geplanten Zeitpunkt der Impfung eine Infektion oder Fieber von 38,5 Grad oder mehr haben, müssen mit der Impfung warten, bis sie wieder gesund sind. Wer allergisch auf Hühnereiweiß ist, sollte den behandelnden Arzt vor der Impfung unbedingt darüber informieren. Denn der Wirkstoff wird in Eiern kultiviert, sodass allergische Reaktionen möglich sind.

Da einige Menschen trotz Grippeschutzimpfung an Influenza erkranken, zweifeln manche Kritiker an der Wirkung der Impfung. Sie raten stattdessen dazu, selbst für seine Gesundheit zu sorgen, beispielsweise durch regelmäßiges Händewaschen, Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Flüssigkeit.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur gesetzlichen Krankenversicherung.