0800 300 3009

Kostenlose Service-Hotline

finanzen.de Nachrichten immer gut informiert

Hartz-IV Regelsatz steigt offiziell zum 1. Januar 2018 auf 416 Euro

Hartz-IV-Empfänger bekommen ab dem 1. Januar 2018 etwas mehr Geld. Der Bundesrat hat die Erhöhung des Arbeitslosengeldes II am Freitag gebilligt. Damit steigt der Hartz-IV Regelsatz für Alleinstehende 2018 um sieben Euro auf 416 Euro pro Monat. Sozialverbände bezeichnen die Anpassung als unzureichend.
Geringe Hartz-IV Erhöhung 2018 beschlossen
Durch die Hartz-IV Erhöhung erhalten Empfänger 2018 etwa mehr Geld
  • Der Bundesrat hat Ende dieser Woche die Hartz-IV Erhöhung 2018 gebilligt.
     
  • Alleinstehende erhalten künftig 416 Euro statt 409 Euro pro Monat.
     
  • Sozialverbänden zufolge müsste der Hartz-IV Regelsatz jedoch mehr als 100 Euro höher liegen.

Mit der Entscheidung des Bundesrats hat die Anpassung der Hartz IV-Regelsätze zum 1. Januar 2018 am Freitag ihre letzte Hürde genommen. Die Länder billigten die Erhöhung von maximal sieben Euro im Monat. Singles und Alleinerziehende erhalten künftig monatlich 416 Euro. Dies entspricht einer Erhöhung von rund einem Prozent. Auch in den anderen Regelbedarfsstufen steigt die Sozialleistung an. Kinder unter sechs Jahren haben ab 2018 Anspruch auf 240 Euro Hartz-IV, Jugendliche von 14 bis 18 Jahren auf 332 Euro pro Monat.

Unser Service für Sie

Sie suchen einen professionellen Rat zu Vorsorge und Versicherungen?

Sozialverbände fordern Reform der Hartz-IV Berechnung

Die Berechnung der Hartz-IV Regelsätze orientiert sich zu 70 Prozent an der Preisentwicklung und zu 30 Prozent an der Nettolohnentwicklung in Deutschland. Während die ehemalige Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) die Erhöhung des Arbeitslosengeldes II als einen „klaren und transparenten Mechanismus“ lobt, gibt es vonseiten der Sozialverbände heftige Kritik an den Hartz-IV Sätzen.

Der Paritätische Gesamtverband bemängelt die Hartz-IV Erhöhung zum 1. Januar 2018 als „in keiner Weise bedarfsdeckend.“ Ihm zufolge würden „manipulative Eingriffe in die statistischen Berechnungen“ dazu führen, dass die Sozialleistung viel zu gering ausfällt. Statt bei 416 Euro müsste der Hartz-IV Regelsatz für einen Erwachsenen 120 Euro höher liegen.

Die Diakonie Deutschland geht sogar von einem Mehrbedarf in Höhe von 150 Euro pro Monat aus. Deren Sozial-Vorstand Maria Loheide fordert daher, das Existenzminimum auf Basis realistischer Annahmen und sauberer Methoden neu zu berechnen.

Die Hartz-IV Erhöhung 2018 im Überblick:

  • Kinder bis sechs Jahre: Regelsatz wird 2018 von 237 Euro auf 240 Euro angepasst
  • Kinder bis 14 Jahre: 291 Euro auf 296 Euro
  • Kinder bis 18 Jahre: 311 Euro auf 316 Euro
  • nicht-erwerbstätige Erwachse bis 25 Jahre im Haushalt der Eltern: 327 Euro auf 332 Euro
  • Paare je Partner (Bedarfsgemeinschaft): 368 Euro auf 374 Euro
  • Alleinstehende/Alleinerziehende: 409 Euro auf 416 Euro