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Pflegebedürftige zahlen im Schnitt 1.700 Euro für das Pflegeheim

Nach Abzug der gesetzlichen Leistungen bleiben jeden Monat im Schnitt rund 1.700 Euro übrig, die Pflegebedürftige im Pflegeheim aus der eigenen Tasche zahlen müssen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Barmer-Pflegereports 2017, der in dieser Woche in Berlin vorgestellt wurde. Je nach Bundesland schwankt der Eigenanteil von rund 1.100 Euro bis 2.250 Euro.
Kosten für ein Pflegeheim variieren stark
Heimbewohner tragen im Schnitt fast 1.700 Euro der Pflegeheimkosten
  • Pflegeheimbewohner müssen sich nicht nur an den Pflegekosten, sondern auch an den Investitions-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten beteiligen.
     
  • Jeden Monat zahlen sie so laut dem aktuellen Barmer Pflegereport 2017 durchschnittlich 1.691 Euro selbst.
     
  • Mit einer guten privaten Pflegeversicherung lässt sich die monatliche finanzielle Belastung jedoch deutlich reduzieren.

Seit Anfang des Jahres beteiligen sich Pflegeheimbewohner an ihren Pflegekosten mit einem Anteil, der für alle Pflegebedürftigen des Heimes gleich hoch ist. Zuvor war dieser Eigenanteil abhängig von der Schwere der Pflegebedürftigkeit. Ziel des sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteils (EEE) ist es, die finanzielle Belastung von pflegebedürftigen Personen mit fortschreitendem Pflegebedarf nicht weiter zu erhöhen. Dass dies bisher nur im geringen Maß gelungen ist, zeigen aktuelle Zahlen des Barmer-Pflegereports 2017. Demnach wurden Pflegebewohner seit der Einführung des EEE durchschnittlich um lediglich 22 Euro pro Monat entlastet.

Teure Pflege: Pflegeheim kostet Pflegebedürftige im Schnitt 1.700 Euro

Nach Abzug der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung bleibt im Schnitt ein einrichtungseinheitlicher Eigenanteil von 587 Euro pro Monat übrig. Damit beteiligen sich Pflegebedürftige jedoch nur an den reinen Pflegekosten. Zusätzlich müssen sie noch für die Unterbringung und Verpflegung im Pflegeheim aufkommen und zudem sogenannte Investitionskosten zahlen. Darunter fallen beispielsweise die Miete und Instandhaltungskosten des Altersheimes. Laut dem Barmer-Pflegereport summiert sich der Gesamteigenanteil für Bewohner somit im Schnitt auf 1.691 Euro pro Monat.

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Kosten der Pflegeheime variieren stark

Beim Eigenanteil gibt es große Unterschiede zwischen den Pflegeheimen. So müssen Pflegebedürftige in einem Viertel der Heime monatlich weniger als 1.286 Euro aus der eigenen Tasche zahlen. Bei einem weiteren Viertel liegt der Gesamteigenanteil jedoch bei über 2.053 Euro pro Monat.

Angesichts einer monatlichen Altersrente, die 2016 bei durchschnittlich 560 Euro lag, verdeutlichen die Zahlen des Barmer-Pflegereports 2017, wie wichtig eine Pflegevorsorge ist. Ohne eine finanzielle Absicherung etwa in Form einer privaten Pflegeversicherung fressen die Pflegekosten die eigene Rene sowie das Vermögen auf und belasten schließlich auch die Angehörigen, die zur Zahlung des Elternunterhalts verpflichtet sind.

Tipp: Mit welcher Pflegevorsorge Sie bestens gerüstet sind, zeigt beispielweise der aktuelle Pflegeversicherung Test von Stiftung Warentest, bei dem 31 Tarife miteinander verglichen wurden.

Regionale Unterschiede bei den Pflegeheimkosten

Nicht nur zwischen den Pflegeheimen, sondern auch je nach Bundesland variieren die von den Heimbewohnern zu tragenden durchschnittlichen Kosten im Monat:

  • Nordrhein-Westfalen: 2.252 Euro
  • Saarland: 2.194 Euro
  • Rheinland-Pfalz: 1.895 Euro
  • Baden-Württemberg: 1.858 Euro
  • Hamburg: 1.850 Euro
  • Berlin: 1.802 Euro
  • Bremen: 1.725 Euro
  • Bayern: 1.713 Euro
  • Hessen: 1.684 Euro
  • Schleswig-Holstein: 1.439 Euro
  • Brandenburg: 1.381 Euro
  • Niedersachsen: 1.321 Euro
  • Thüringen: 1.206 Euro
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1.142 Euro
  • Sachsen: 1.131 Euro
  • Sachsen-Anhalt: 1.107 Euro
Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur privaten Pflegeversicherung.