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Nur zwei gute Sofortrenten im Vergleich von Stiftung Warentest

Es gibt verschiedene Optionen, um für das Alter vorzusorgen. Eine davon richtet sich an künftige Senioren, die kurz vor Rentenbeginn eine größere Summe Geld zur Verfügung haben. Sie können ihr Altersgeld mit einer privaten Rente gegen Einmalzahlung aufbessern. Allerdings gibt es nur wenige gute Tarife zur sogenannten Sofortrente, wie ein aktueller Vergleich der Stiftung Warentest zeigt.
Sofortrente im Vergleich von Stiftung Warentest: Nur zwei gute Tarife
Sofortrente im Vergleich: Stiftung Warentest prüft 26 Tarife
  • Im aktuellen Vergleich zur Sofortrente hat Stiftung Warentest 26 Angebote überprüft.
     
  • Viele Tarife sind nur befriedigend, gerade einmal zwei Sofortrenten sind aus Sicht der Tester gut.
     
  • Interessierte sollten mehrere Angebote miteinander vergleichen, um eine Sofortrente mit besten Konditionen zu finden.

Eine Sofortrente, die auch Rente gegen eine Einmalzahlung genannt wird, bietet Verbrauchern eine hohe Planungssicherheit. Denn ist sie einmal vereinbart, zahlt der Versicherer jeden Monat einen festen Betrag bis an das Lebensende aus. Welche Angebote zur Sofortrente besonders gut sind, zeigt ein aktueller Vergleich der Stiftung Warentest (Finanztest 12/2017).

Hierfür hat das Verbrauchermagazin 26 sofort beginnende klassische Rentenversicherungen hinsichtlich der Höhe der Rentenzusage, des Anlageerfolgs und der Transparenz untersucht. Nur zwei Sofortrenten erzielen dabei ein gutes Ergebnis. Der überwiegende Teil ist nur befriedigend, fünf Angebote erreichen lediglich eine ausreichende Bewertung.

Stiftung Warentest: Europa und R+V bieten beste Sofortrente

Für den Vergleich ging Stiftung Warentest von einem 65-jährigen Modellkunden aus. Dieser will 100.000 Euro, die ihm beispielsweise aus einer Lebensversicherung zur Verfügung stehen, in eine Sofortrente umwandeln. Er vereinbart dabei eine Rentengarantiezeit von 20 Jahren. Damit wird die private Rente für mindestens zwei Jahrzehnte an ihn oder bei Tod an Hinterbliebene ausgezahlt.

Die höchste monatliche Auszahlung bietet R+V („RTSE“) mit 324 Euro. In der Kategorie Rentenzusage ist der Versicherer daher top. Doch beim Anlageerfolg und bei der Transparenz des Vertrags schwächelt der Anbieter. Hier weiß dagegen Europa zu überzeugen. Die Sofortrente „E-SR +RG“ bietet Versicherten eine monatliche Rente von 321 Euro. Beide Tarife sind aus Sicht der Tester gut. Platz 3 sichert sich Hannoversche („R1“) mit einem befriedigenden Ergebnis.

Tipp: Neben einer Sofortrente stehen Ihnen weitere Optionen zur Altersvorsorge bereit. Sie können beispielsweise durch freiwillige Rentenbeiträge ihre gesetzliche Rente erhöhen oder mit einer Rürup-Rente von Steuervorteilen profitieren. Wie Sie Ihren Lebensabend persönlich am besten absichern, erfahren Sie mit einem unverbindlichen Angebot zur Altersvorsorge.

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Rentenauszahlung kann durch Überschüsse aufgepeppt werden

Eine Sofortrente empfiehlt sich für Personen, die sich möglichst wenig um ihren finanziell abgesicherten Lebensabend kümmern wollen. Die festen monatlichen Rentenauszahlungen können sich durch erwirtschaftete Überschüsse des Versicherers noch verbessern. Stiftung Warentest zufolge geht beispielsweise Europa davon aus, 2027 eine Rente von monatlich 368 Euro zahlen zu können. Doch die Überschüsse sind keinesfalls garantiert.

Auszahlplan oder Sofortrente?

Ein großer Vorteil der Rente gegen Einmalzahlung – die hohe Planungssicherheit – ist gleichzeitig ein Nachteil. Denn durch die feste Rentenzusage können die Versicherer das Geld ihrer Kunden nur sehr sicher anlegen. Für Renditejäger ist die Sofortrente daher das falsche Produkt, so Stiftung Warentest. Daher hat die Verbraucherorganisation auch untersucht, wie viel Geld Sparer aus ihren Ersparnissen herausholen, wenn sie sich für eine Mischung aus ETF-Auszahlplan und Tagesgeldkonto entscheiden. Abhängig davon, wie sich der Kapitalmarkt entwickelt, können Verbraucher deutlich mehr aus ihren 100.000 Euro machen.

Um von den im Vergleich zur Sofortrente besseren Auszahlungen zu profitieren, müssen Sparer allerdings einiges an Arbeit in ihren Auszahlplan investieren. Hierfür wichtige Fragen sind unter anderem:

  • Welches Risiko wollen sie für wie lange eingehen?
  • Wie viel Geld wollen sie monatlich entnehmen?
  • Welche Laufzeit soll der Auszahlplan haben?

Im Gegensatz zur Rente gegen Einmalzahlung ist das Kapital zudem eines Tages aufgebraucht. Gerade dann ist es wichtig, dass der Ruhestand bereits anderweitig finanziell abgesichert ist und Rentner nicht auf die monatlichen Auszahlungen angewiesen sind.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Altersvorsorge.