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Frage der Woche: Was können Versicherte gegen höhere PKV-Beiträge tun?

Versicherte der privaten Krankenversicherung (PKV) profitieren im Vergleich zu Kassenpatienten von besseren Leistungen. Doch diese Vorzüge rücken in den Hintergrund, wenn die Krankenversicherung zum Jahreswechsel teurer wird. So steigen die Prämien 2018 für rund ein Drittel der Privatversicherten. Viele fragen sich nun, ob sie etwas gegen die PKV-Beitragsanpassung tun können.
Was können Versicherte tun, wenn die PKV teurer wird?
Was können Versicherte bei einer PKV-Beitragsanpassung tun?
  • Voraussichtlich jeder dritte Privatpatient muss 2018 mehr für die Krankenversicherung zahlen.
     
  • Um die Kosten zu senken, können Betroffene einen höheren Selbstbehalt wählen, Leistungen kürzen oder die private Krankenversicherung wechseln.
     
  • Da viele Stolperfallen drohen, sollten die Optionen nur mit professioneller Unterstützung verfolgt werden.

„Neuer Beitragsschock 2018“, „Privatversicherung wird deutlich teurer“ und „Private Krankenversicherung - Höhere Beiträge machen schlechte Stimmung“ lauten derzeit die aktuellen Schlagzeilen zur PKV. Grund sind die neuesten Beitragsanpassungen. Diese treffen 2018 rund drei Millionen Privatversicherte, berichtet das Handelsblatt. Im Schnitt steigen die Prämien beispielsweise beim Versicherer Württembergische um rund 6,5 Prozent, bei Allianz um 4,5 Prozent und bei AXA sowie Hallesche um 3,7 Prozent, so RP online. Für Neukunden liegt die PKV-Beitragserhöhung in der Spitze sogar bei 38 Prozent.

Im Einzelfall müssen sich Privatversicherte auf Anpassungen im zweistelligen Prozentbereich einstellen. Teilweise zahlen sie dadurch über 100 Euro mehr pro Monat für ihren Krankenversicherungsschutz. Wem nun die private Krankenversicherung durch die Beitragsanpassung zu teuer wird, der kann einiges gegen die steigenden Ausgaben tun.

PKV-Beitragsanpassung abfedern: Neuer Selbstbehalt, unnötige Leistungen kürzen

Um die Kosten für die private Krankenversicherung zu minimieren, können Privatversicherte prüfen, ob sie auf einzelne Leistungen verzichten wollen. Muss es beispielsweise ein Einzelzimmer sein, in dem sie bei einem Krankenhausaufenthalt untergebracht werden, oder reicht auch ein Zweibettzimmer? Dieser Schritt sollte gut überlegt sein. Denn haben Versicherte Leistungen einmal gekürzt und wollen diese später wieder versichern, müssen sie dafür oft tiefer in die Tasche greifen.

Eine andere Möglichkeit ist die Erhöhung des Selbstbehalts. Allerdings sollten Privatversicherte darauf achten, die neue Selbstbeteiligung so anzusetzen, dass sie diese im Ernstfall problemlos auf einen Schlag zahlen können.

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Bei hohen Beiträgen Wechsel der privaten Krankenversicherung prüfen

Privatpatienten können zudem mit einem Tarifwechsel auf eine PKV-Beitragsanpassung reagieren. Denn sie haben jederzeit das Recht, in einen anderen Tarif des bisherigen Anbieters mit gleichartigem Versicherungsschutz zu wechseln. Die Vorteile im Vergleich zu einem Wechsel des Versicherers sind, dass keine erneute Gesundheitsprüfung anfällt und aufgebaute Altersrückstellungen problemlos mitgenommen werden können.

Viele Anbieter garantieren laut PKV-Verband „eine umfassende persönliche und bedarfsgerechte Beratung aller wechselwilligen Versicherten.“ Dennoch sollten sich Interessierte durch einen Experten unterstützen lassen, sodass sie mit dem neuen PKV-Tarif langfristig zufrieden sind.

Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung oft schwierig

Nicht selten spielen so manche Privatversicherte nach einer Beitragsanpassung mit den Gedanken, der privaten Krankenversicherung den Rücken zu kehren und in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Allerdings ist dieser Schritt nicht einfach. Denn der Wechsel ist an enge Voraussetzungen geknüpft. Angestellte müssen beispielsweise ihr Einkommen so anpassen, dass sie unter die Versicherungspflichtgrenze fallen.

Selbstständige müssen sich eine versicherungspflichtige Tätigkeit suchen und ihre Selbstständigkeit künftig nur noch im Nebenberuf ausüben. Alternativ besteht die Möglichkeit, über den gesetzlich krankenversicherten Ehepartner in die beitragsfreie Familienversicherung der GKV aufgenommen zu werden.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur privaten Krankenversicherung.