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12.000 Euro pro Kind: Baukindergeld kommt rückwirkend ab Januar 2018

Das Baukindergeld zur Förderung von Familien, die ein Eigenheim kaufen oder bauen, soll zügig umgesetzt werden und rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gelten. Darauf haben sich Union und SPD bei ihrer Klausurtagung auf der Zugspitze geeinigt. Geplant ist, dass Eltern künftig von der Kfw-Bank über zehn Jahre 12.000 Euro pro Kind für den Erwerb von Wohneigentum erhalten.
Baukindergeld beschlossen: Förderung kommt rückwirkend ab Januar 2018
Baukindergeld: Regierung fördert Hausbau rückwirkend ab Januar 2018
  • Bereits ab August 2018 sollen Familien einen Antrag auf das neue Baukindergeld stellen können.
     
  • Für jedes Kind bis 18 Jahre fließen dadurch 1.200 Euro pro Jahr an Eltern, die ein Eigenheim bauen oder kaufen wollen.
     
  • Künftige Eigenheimbesitzer sollten ihre Baufinanzierung nun gut planen, um bestmöglich von der neuen Förderung zu profitieren.

Die Bundesregierung plant mit einer Wohnrauminitiative, die Mieten in Deutschland bezahlbar zu halten und mehr Wohnraum zu schaffen. Für letzteres will sie schon im Sommer den gesetzlichen Rahmen für das sogenannte Baukindergeld schaffen, sodass Familien ab August Anträge bei der Kfw-Bank stellen können. Damit auch Eltern von der neuen Förderung profitieren, die sich seit Jahresbeginn für ein Eigenheim entschieden haben, soll das Baukindergeld rückwirkend ab 1. Januar 2018 gelten.

Voraussetzungen für das Baukindergeld ab 2018

Das Baukindergeld beträgt 1.200 Euro pro Kind und Jahr, welches der Bund für zehn Jahre auszahlt. Um Anspruch auf die Förderung zu haben, darf das zu versteuernde Haushaltseinkommen nicht über 75.000 Euro liegen. Pro Kind gibt es einen zusätzlichen Freibetrag von 15.000 Euro. Das Einkommen einer vierköpfigen Familie darf daher bis zu 105.000 Euro betragen. Ausschlaggebend sind dabei die durchschnittlichen Einkünfte der letzten zwei Jahre vor der Antragsstellung.

Das Baukindergeld erhalten Familien für das erste gemeinsame Wohneigentum. Zudem werden nur Eltern gefördert, die Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag für ihren Nachwuchs erhalten und bei denen die Kinder mit im neuen Eigenheim leben.

Um rückwirkend ab 1. Januar 2018 Anspruch auf das Baukindergeld zu haben, ist das Datum des Kaufvertrags beziehungswese der Baugenehmigung entscheidend. Gefördert werden nur Familien, die eine Bestandsimmobilie kaufen oder Eigenheim bauen wollen.

Tipp – Baufinanzierung richtig planen: Durch das Baukindergeld hat beispielsweise eine vierköpfige Familie zusätzlich 2.400 Euro pro Jahr zur Verfügung, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Sinnvoll ist es daher, auf eine Immobilienfinanzierung mit guten Sondertilgungsoptionen zu achten. Welche Anbieter sich hier empfehlen, zeigt ein unverbindliches Angebot zur Baufinanzierung.

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Kritik am Baukindergeld

Kommt das Baukindergeld wie angekündigt, haben laut Bundesregierung 2018 rund 200.000 Familien mit mittlerem Einkommen Anspruch auf die Förderung. Viele von ihnen können sich derzeit kein Eigenheim leisten, da die Immobilienpreise zu hoch sind. Der Zuschuss soll den Immobilienerwerb ermöglichen. Kritiker befürchten jedoch, dass das Baukindergeld die Preise für Immobilien insbesondere in Ballungsgebieten weiter in die Höhe klettern lässt, wenn die Bauträger die Förderung einfach auf den Kaufpreis aufschlagen.

In der Kritik steht zudem, dass das Baukindergeld den Neubau in den falschen Regionen stärke. Aufgrund des günstigeren Baulands könnten Familien in strukturschwache Regionen ziehen. Nach zwei bis drei Jahrzehnten drohen die Häuser wegen des demografischen Wandels jedoch wieder leer zu stehen – im Gegensatz zu strukturstarken Gegenden, wo Bauland beziehungsweise Wohneigentum begehrt ist.

Um den wachsenden Leerstand in dörflichen Gebieten zu vermeiden, fordert das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln daher, „die Förderung in demografisch belasteten Märkten nur für den Kauf einer Bestandsimmobilien zu gewähren.“

Weitere Maßnahmen der Wohnrauminitiative

Neben dem Baukindergeld hat sich die Große Koalition im Rahmen der Klausurtagung darauf verständigt, bei der Mietpreisbremse für mehr Transparenz zu sorgen. Mit einer gesetzlichen Auskunftspflicht soll erreicht werden, dass der Mieter nicht mehr aktiv beim Vermieter nach der Höhe der Vormiete nachfragen muss.

Zudem ist geplant, eine Kappungsgrenze für Mieterhöhungen nach einer Modernisierung einzuführen. Die Miete darf dann nicht um mehr als drei Euro pro Quadratmeter innerhalb der kommenden sechs Jahres erhöht werden. Beide Vorhaben sollen zusammen mit dem Baukindergeld im Sommer 2018 realisiert werden.

 

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Baufinanzierung.