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17.500 AXA-Kunden droht Kündigung ihrer Unfall-Kombirente

Rund 17.500 AXA-Kunden, die zwischen 2006 und 2010 die Versicherung Unfall-Kombirente abgeschlossen haben, werden derzeit vom Versicherer vor die Wahl gestellt: Entweder sie entscheiden sich für eine neue alternative Absicherung des Anbieters oder ihnen wird gekündigt.
AXA kündigt tausenden Kunden die Unfallversicherung Unfall-Kombirente
Unfall-Kombirente der AXA: 17.500 Versicherten soll gekündigt werden
  • Die AXA kündigt derzeit tausende laufende Verträge zur Unfall-Kombirente.
     
  • Betroffenen wird eine alternative Absicherung geboten.
     
  • Preis und Leistungen fallen jedoch schlechter aus als beim bisherigen Vertrag.

Zu niedrige Zinsen und zu hohe Kosten durch den medizinischen Fortschritt: Aufgrund dieser Faktoren kann der Versicherer AXA sein Leistungsversprechen gegenüber 17.500 Kunden nicht mehr halten. Daher kündigt der Anbieter derzeit ihre Verträge zur Unfall-Kombirente, sofern sich Versicherte nicht für eine Alternative wie die Existenzschutzversicherung der AXA entscheiden. Diese können Betroffene zwar vergünstigt abschließen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis kann jedoch nicht mit der Unfall-Kombirente mithalten, so die Süddeutsche Zeitung (SZ).

AXA: Welchen Kunden droht die Kündigung?

Nicht alle Kunden sind von der Kündigung betroffen, die sich für die Unfall-Kombirente entschieden haben. Wer bereits eine lebenslange Rente wegen Invalidität bezieht, hat weiter Anspruch auf die vertragsgemäß zugesicherten Leistungen. Auch Personen, die 2017 mindestens 58 Jahre alt gewesen waren, sollen von der drohenden Kündigung ausgeschlossen sein, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zudem bleiben Verträge außen vor, die eine Beitragsrückgewähr vorsehen.

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AXA bietet vergünstigte Alternative zur Unfall-Kombirente

Entscheiden sich Betroffene für die Existenzschutzsicherung der AXA, brauchen sie keine erneuten Gesundheitsfragen zu beantworten. Zudem wird der Monatsbeitrag auf Basis des Alters berechnet, das Versicherte beim Abschluss der Unfall-Kombirente hatten. Trotz dieser Schritte fällt der Beitrag für eine Unfallrente in gleicher Höhe wie bei der bisherigen Absicherung laut SZ deutlich höher aus. Zudem sieht die Alternative keine lebenslange Zahlung der Rente vor, sondern nur bis zum 67. Lebensjahr.

Welche Wahl haben Betroffene jetzt?

Die alternative Absicherung der AXA zur Unfall-Kombirente stellt eine Kombination verschiedener Versicherungsleistungen dar. Neben schweren Krankheiten ist auch der Verlust von Grundfähigkeiten wie Hören und Sprechen versichert. Zudem sind die finanziellen Folgen eines schweren Unfalls abgedeckt. Anders als viele klassische Unfallversicherungen erhalten Kunden im Ernstfall keine Einmalzahlung, sondern eine zuvor individuell festgelegte monatliche Rente.

Auch wenn die AXA betroffene Kunden vor die Wahl stellt, ist deren Entscheidungsfreiraum eingegrenzt. Denn ob ein Versicherer die gewünschten Leistungen zu einem besseren Preis als die AXA anbieten kann, ist aufgrund des fortgeschrittenen Alters und etwaiger Erkrankungen der Versicherten, die seit Abschluss der Unfall-Kombirente vorgefallen sind, eher unwahrscheinlich. Dennoch sollten Betroffene mithilfe eines Versicherungsexperten weitere Angebote zumindest unverbindlich prüfen. Gegebenenfalls lässt sich durch ihn ein Anbieter finden, dessen Schutz besser auf die eigenen Wünsche zugeschnitten ist.