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Kassenleistungen Vergleich: Welche Krankenkasse zahlt Osteopathie?

Alternative Heilmethoden wie Osteopathie werden immer beliebter. Vielen Patienten ist es dabei wichtig, die Kosten nicht alleine zu tragen. Doch osteopathische Behandlungen zählen in der gesetzlichen Krankenversicherung als Extraleistung. Die Stiftung Warentest hat geprüft, welche Krankenkasse trotzdem für Osteopathie zahlt und wo die höchste Erstattung winkt.
Extra für Kassenpatienten: Welche Krankenkasse zahlt für Osteopathie?
Viele Krankenkassen erstatten die Kosten für Osteopathie
  • Viele Kassenpatienten legen Wert auf osteopathische Behandlungen.
     
  • Obwohl zahlreiche Kassen für Osteopathie aufkommen, gibt es bei der Höhe der Kostenübernahme große Unterschiede.
     
  • Um die Krankenkasse zu finden, die eine umfangreiche Erstattung zum günstigen Preis bietet, empfiehlt sich ein individueller Vergleich.

2019 sinken die Krankenkassenkosten für Arbeitnehmer, da sich der Arbeitgeber etwas stärker am Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung beteiligt. Versicherte haben so etwas mehr Geld im Portemonnaie. Dabei könnten sie noch deutlich mehr einsparen. Denn zahlreiche Kassen bieten zusätzlich zum vorgeschriebenen Leistungskatalog umfangreiche Extraleistungen, beispielweise Zuschüsse für osteopathische Behandlungen.

Die Nachfrage nach dieser alternativen Therapieform steigt. Umso wichtiger ist es vielen Personen, dass sich ihre Krankenkasse an den Kosten beteiligt. Welche Krankenkasse dabei die höchsten Zuschüsse für Osteopathie zahlt, hat die Stiftung Warentest für die neue Finanztest (07/2018) überprüft.

Was sind osteopathische Behandlungen?

Nach Angaben des Verbands der Osteopathen Deutschland (VOD) suchen Kassenpatienten bundesweit jährlich rund 20 Millionen Mal den Rat eines Osteopathen. Die alternative Behandlungsmethode eignet sich besonders bei Problemen mit dem Bewegungsapparat, zum Beispiel bei Rücken- oder Nackenschmerzen. Aber auch andere Beschwerden wie Schlafstörungen, Migräne oder Verdauungsprobleme können durch osteopathische Behandlungen gelindert werden.

Dabei kommen meistens keine zusätzlichen Geräte, sondern lediglich die Hände des Osteopathen zum Einsatz. Diese sollen durch bestimmte Griff- oder Berührungstechniken Blockaden im Körper lösen.

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Umstrittene Osteopathie: Welche Krankenkasse zahlt für Behandlungen?

Osteopathische Behandlungen zählen nicht zu offiziellen Kassenleistungen, da ihre Wirksamkeit bisher nicht zweifelsfrei nachgewiesen ist. Dennoch beteiligen sich zahlreiche Krankenkassen an den Kosten, die zwischen 60 und 120 Euro pro Sitzung liegen. Die Grundlage für die Kostenübernahme ist, dass die Behandlung ärztlich verordnet wurde und durch einen von der Kasse anerkannten Osteopathen erfolgt.

Da die Höhe der Erstattung für die alternative Therapie stark variiert, hat die Stiftung Warentest in einem neuen Test überprüft, welche Krankenkasse am meisten für Osteopathie zahlt. Dafür haben die Verbraucherschützer 76 Kassen unter die Lupe genommen. Untersucht wurde unter anderem, wie hoch ihr Zuschuss für osteopathische Behandlungen insgesamt ausfällt und welchen Anteil die Kasse pro Sitzung übernimmt.

Krankenkassen zahlen unterschiedlich viel für Osteopathie

Den größten Zuschuss für Osteopathie erhalten Versicherte der BKK Provita. Diese zahlt pro Jahr maximal 500 Euro und übernimmt bei fünf Sitzungen jeweils 80 Prozent der Kosten. Auch die regional geöffnete AOK Bremen/Bremerhaven bietet einen Gesamtzuschuss von jährlich 500 Euro an. Dieser gilt jedoch für mehrere Zusatzleistungen zusammen.

Bei der ebenfalls regional geöffneten BKK Technoform erhalten Kassenpatienten für acht Behandlungen im Jahr jeweils höchstens 60 Euro, was einen Gesamtbetrag von 480 Euro bedeutet. 13 Kassen im Test zahlen dagegen maximal 360 Euro jährlich, was in der Regel 60 Euro für sechs Sitzungen entspricht.

Tipp: Die genannten Krankenkassen überzeugen zwar mit ihren hohen Zuschüssen für osteopathische Behandlungen. Sie gehören jedoch nicht zu den günstigsten Kassen im Test. Um eine leistungsstarke und zugleich preiswerte gesetzliche Krankenversicherung zu finden, hilft ein individueller und unverbindlicher Vergleich.

Auch Homöopathie gehört bei vielen Kassen zu den Extraleistungen

Neben Osteopathie vertrauen viele Kassenpatienten auf homöopathische Behandlungen. Daher haben die Experten der Stiftung Warentest ebenfalls überprüft, welche Krankenkasse für Homöopathie zahlt. Insgesamt 53 der 76 untersuchten Kassen kommen unabhängig vom Alter des Versicherten für homöopathische Arzneimittel auf.

Bei elf weiteren Krankenkassen ist die Kostenübernahme nur eingeschränkt möglich. So erstatten einige Kassen die Behandlungskosten unter anderem nur bis zu einem Alter von 17 Jahren.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur gesetzlichen Krankenversicherung.