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Frage der Woche: Welche neuen Gesetze treten ab 1. Juli 2018 in Kraft?

Ob Urlauber, Rentner oder Lkw-Fahrer: Auch im Juli treten für viele Verbraucher diverse Neuerungen in Kraft. Neben Änderungen bei der Pauschalreiserichtlinie und einer Ausdehnung der Lkw-Maut führt eine weitere Bank einen Mindestbetrag beim Geldabheben ein. Rentner können sich im Rahmen der Rentenangleichung über drei Prozent mehr Rente freuen.
Ob Urlauber, Rentner oder Lkw-Fahrer: Im Juli treten für viele Verbraucher Neuerungen in Kraft.
Rentner können sich ab Juli über mehr Geld freuen
  • Ab dem 1. Juli 2018 treten für Verbraucher wieder einige wichtige Neuerungen in Kraft.
  • Mit einer Rentenerhöhung von drei Prozent bringt der neue Monat für Rentner erfreuliche Änderungen.
  • Für Verbraucher wird es außerdem Anpassungen im Pauschalreiserecht, bei der Zahnmedizin sowie bei der Bargeldabhebung geben.

Zum 1. Juli 2018 treten für Verbraucher wieder neue Gesetze in Kraft. Urlauber, die eine Pauschalreise buchen, profitieren dadurch beispielsweise von einem höheren Verbraucherschutz. Außerdem hat die EU die Einschränkung für die Verwendung des mutmaßlich schädlichen Zahnfüllstoffs Amalgam bei Kindern und Schwangeren ausgesprochen. Auch im Bankenwesen gibt es Neuerungen: So können Kunden der ING-DiBa künftig erst ab einem Mindestbetrag von 50 Euro kostenlos Bargeld abheben. Und auch bei den Themen Lkw-Maut und Rente wird es ab 1. Juli Neuerungen geben.

 

Pauschalreisende sind künftig besser geschützt

Im Rahmen der neuen EU-Pauschalreiserichtlinie sind Urlauber von nun an schon beim Buchungsvorgang ihrer Pauschalreise besser geschützt. Insbesondere bei der Online-Buchung sind Kunden, die ihre Reise selbstständig zusammenstellen, künftig gegen Risiken wie die Insolvenz des Reiseveranstalters stärker abgesichert. Zudem haftet der Veranstalter in Zukunft, wenn eine Reise aus unterschiedlichen Teilen wie Flug, Hotel oder Mietwagen zusammengestellt ist und es nach der Buchung zu Fehlern oder Mängeln kommt.

Reisende, die ihren Urlaub im Nachhinein reklamieren möchten, haben dazu künftig mehr Zeit. Bis zu zwei Jahre rückwirkend können sie Mängel an ihrer Reise anzeigen. Bislang war dies nur einen Monat rückwirkend möglich.

Doch die neue Pauschalreiserichtlinie bringt Reiseliebhabern nicht nur Vorteile. Denn ab dem 1. Juli 2018 dürfen Reiseveranstalter ihre Preise nach Buchungsabschluss um acht statt bislang fünf Prozent erhöhen und das noch bis zu vier Wochen vor Reiseantritt. Aufgrund des dadurch steigenden Risikos von höheren Kosten für Urlauber steht die Reiserichtlinie bei Verbraucherschützern stark in der Kritik.

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Angleichung in West und Ost: Gesetzliche Rente erhöht sich um drei Prozent

Erfreuliche Nachrichten gibt es ab Juli 2018 für alle Rentner in Deutschland. Aufgrund der sich stark entwickelnden Löhne steigt die Rente ab dem 1. Juli im Westen um 3,22 und im Osten um 3,37 Prozent an.

Bargeldabhebung: Weitere Bank legt Mindestbetrag von 50 Euro fest

Kunden der ING-DiBa können ab dem 1.Juli ihr Bargeld kostenlos nur noch ab einem Betrag von 50 Euro am Bankautomaten abheben. Nachdem bereits zu Beginn des  Jahres die Direktbanken Deutsche Kreditbank (DKB) und Comdirekt den Mindestbetrag von 50 Euro eingeführt hatten, zieht nun die ING-DiBa al s drittgrößte Bank Deutschlands nach. Der Grund für die Einführung des Mindestbetrags: Zu hohe Kosten, die den Banken durch die Bargeldabhebungen entstehen.

Kunden, die gerade nicht genug Geld auf dem Konto haben, können dennoch kostenlos kleinere Beträge abheben. Eine Gebühr von 10 Euro wird bei der ING-DiBa erst dann fällig, wenn das Konto ausreichend gedeckt ist und der Kunde trotzdem weniger als 50 Euro abhebt.

EU schränkt Amalgam-Nutzung ein

Mit der EU-Quecksilberverordnung dürfen Zahnärzte ab dem 1. Juli kein Amalgam mehr bei Schwangeren und Kindern bis 15 Jahren als Füllmaterial verwenden. Die Gründe dafür sind zum einen gesundheitlicher, zum anderen ökologischer Natur. Entschieden wurde die Einschränkung vor dem Hintergrund der sogenannten „Minimata-Konvention“. Hierbei haben 90 Länder beschlossen, die Quecksilberbelastung zu reduzieren.

Alternativ übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung für diese Patientengruppen dann die Kosten für eine Kunststofffüllung.

>Höhere Mautgebühren für Lkws

Deutschlandweit müssen Lastwagen ab einem Gewicht von 7,5 Tonnen auf ausgewählten Bundestraßen und Autobahnen eine Maut zahlen. Das Mautnetz umfasst dabei insgesamt 15.000 Kilometer, wovon 2.300 Kilometer zu den Bundesstraßen zählen. Ab dem 1. Juli 2018 wird es für Lkw-Fahrer teuer: Das mautpflichtige Netz wird erweitert und umfasst künftig alle Bundesstraßen. Damit vergrößert es sich deutschlandweit auf 40.000 Kilometer.

Durch die höheren Mautgebühren erhofft sich die Bundesregierung den Ausbau und die Verbesserung der Bundesfernstraßen. Hierfür sind bereits zwei Milliarden Euro pro Jahr eingeplant.