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Robo-Advisors können Finanzberatung effizienter machen

Eine Beratung zur Geldanlage am heimischen Computer statt stundenlanger Gespräche bei der Hausbank – dank sogenannter Robo-Advisors ist das möglich. Diese suchen mathematisch die passende Anlageform für Sparer. Neben einer höheren Rendite bietet die digitale Geldanlage Verbrauchern dabei weitere Vorteile, sagt Gerald Klein vom Robo-Advisor growney.
Digitale Geldanlage: Robo-Advisors als virtuelle Finanzberater
Gerald Klein ist Gründer und Geschäftsführer von growney

Die Niedrigzinsphase macht es Sparern seit einiger Zeit nicht leicht, ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Hinzu kommen oft eine gewisse Skepsis gegenüber Vermögensberatern und Banken sowie die mangelnde Flexibilität mancher Geldanlagen. Für viele Anleger können daher sogenannte Robo-Advisors eine sinnvolle Alternative sein. Diese stehen als digitale Vermögensberater für eine neue Art der Geldanlage. Dabei entwickeln sie auf Basis technischer Analysen und Algorithmen Anlagestrategien für unterschiedliche Anlegertypen, erklärt Gerald Klein, Geschäftsführer vom Robo-Advisor growney.

finanzen.de hat mit ihm darüber gesprochen, wie die digitale Geldanlage funktioniert und was Sparer dazu bewegt, ihre Geldanlage in die Hände eines Roboters zu geben.

Herr Klein, bei growney basiert die Geldanlage auf einem Robo-Advisor. Was genau können sich Sparer darunter vorstellen?

Gerald Klein: Eine Geldanlage startet meist damit, dass sich Anleger über verschiedene Anlageformen informieren. Viele Sparer sind in dieser Phase unsicher und nehmen die Hilfe eines Profis bei ihrer Bank, ihrer Versicherung oder bei einem Finanzberater in Anspruch. Robo-Advisors übernehmen die Funktion des Kundenberaters und begleiten Anleger von Anfang an bei der Entscheidungsfindung, erstellen konkrete Anlageempfehlungen und übernehmen die komplette Portfoliosteuerung.

Neben der Wissensvermittlung wird im ersten Schritt die Risikoeinstellung des Kunden abgefragt und auf dieser Basis ein konkreter Anlagevorschlag erstellt. Nimmt der Kunde den Vorschlag an, wird ein Vertrag geschlossen. Anschließend wird die Anlagestrategie in einem stark automatisierten Verwaltungsprozess vom Robo-Advisor umgesetzt und das Depot eröffnet. Per Login kann der Sparer die Umsetzung seiner Anlage jederzeit verfolgen und flexibel an seine Lebenssituation anpassen: Bei growney sind zum Beispiel die Anpassung der Sparrate oder Ein- und Auszahlungen mit wenigen Klicks erledigt.

Unser Service für Sie

Machen Sie mit lukrativen Anlagen jetzt mehr aus Ihrem Geld.

Wie viele Kunden haben Sie bereits und wie sieht der typische growney-Anleger aus?

Gerald Klein: Wir betreuen Privat- und Unternehmenskunden bei der Geldanlage. Darüber hinaus stellen wir unsere Plattform als Kooperationslösung anderen Finanzdienstleistern zur Verfügung. In unserer eigenen Marke haben wir mehrere Tausend Privatkunden. Hinzu kommen die Unternehmenskunden und die Kunden der Finanzdienstleister.

Die Hälfte unserer Kunden ist älter als 46 Jahre. Der jüngste Anleger ist 18 Jahre, der älteste 82 Jahre alt. Männer sind dabei stärker vertreten als Frauen. Interessant ist, dass junge Menschen oft ihren Eltern growney empfehlen und umgekehrt.

Warum entscheiden sich Menschen für Ihre Geldanlageformen?

Gerald Klein: Unsere Kunden haben erkannt, dass klassische Anlageformen wie Sparbücher, Tages- oder Festgeldkonten immer weniger Zinsen abwerfen und sind deshalb bereit, mit einem überschaubaren Risiko in den Kapitalmarkt zu investieren.

Die meisten Anleger entscheiden sich für uns, weil sie unser Anlagekonzept nachvollziehen können. Besonders die transparente und verständliche Anlagephilosophie, die niedrigen Kosten und der Support werden gelobt. Hinzu kommt, dass es keine Einstiegshürden wie Mindestanlagebeträge, Mindestsparsummen oder Kündigungsfristen gibt.

growney arbeitet unabhängig beziehungsweise kaum mit Banken oder Fondsgesellschaften zusammen. Mit welchen Kosten müssen Kunden rechnen?

Gerald Klein: Die Kosten sind fair gestaffelt: Bei einer Investitionssumme von unter 10.000 Euro erheben wir eine jährliche Servicegebühr von 0,99 Prozent, darüber sind es 0,69 Prozent und ab 50.000 Euro noch 0,39 Prozent. Hinzu kommen lediglich die ETF-Kosten von durchschnittlich 0,21 Prozent pro Jahr. Die Preisstaffel ermöglicht es Sparern, growney zunächst mit kleineren Anlagesummen zu testen und später, wenn sie Vertrauen gefasst haben, flexibel mehr zu investieren.

Anleger haben die Wahl zwischen fünf verschiedenen Anlagestrategien. Diese unterscheiden sich in ihrer Gewichtung von Aktien und Anleihen. Weil Anleihen grundsätzlich stabiler sind als Aktien, können Kunden auf diese Weise entscheiden, wie viel Risiko sie eingehen möchten. Ein höherer Anteil an Aktien bedeutet ein höheres Verlustrisiko, aber auch eine größere Renditeerwartung. Mit unserem Risikobereitschaftstest unterstützen wir Interessenten bei der Auswahl der passenden Anlagestrategie.

 

Was sind ETFs?

Exchange-Traded Funds (kurz: ETFs) sind eine Form von Investmentfonds. Sie werden an der Börse gehandelt und in der Regel passiv verwaltet. Das bedeutet, sie benötigen keinen aktiven Fondsmanager, sodass die Kosten im Vergleich zu anderen Fonds geringer ausfallen.

Kann das Prinzip des Robo-Advisors den persönlichen Kontakt mit einem Finanzberater langfristig komplett ersetzen?

Gerald Klein: Durch die Zusammenarbeit mit Finanzdienstleistern erleben wir beide Seiten: Der persönliche Kontakt ist zahlreichen Kunden sehr wichtig, vielen anderen aber auch nicht. Deshalb wird der persönliche Finanzberater auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen, die durch Technologie von administrativen Aufgaben entschlackt werden kann.

Durch Technologie können wir Berater effizienter aufstellen und senken damit die Kosten des Beratungsgesprächs. Kunden, die keine Beratung wünschen, bieten wir eine aus unserer Sicht gleichwertige Alternative.

Vielen Dank für das Interview, Herr Klein.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Geldanlage.