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Frage der Woche: Wie können Arbeitnehmer ab 50 ihre Rente aufbessern?

Die Zukunft der Rente wirft immer wieder eine Frage auf: Wie weit werden die Rentenbeiträge noch ansteigen während das Rentenniveau sinkt? Viele Menschen fürchten dabei die Altersarmut und suchen nach einer sinnvollen Absicherung. Freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung können für einige Arbeitnehmer eine lukrative Lösung darstellen.
Die Angst vor einer zu geringen Altersvorsorge plagt viele künftige Ruheständler.
Mit einer freiwilligen Zahlung können Arbeitnehmer ihre Rente aufstocken
  • Die Angst vor einer zu geringen Altersvorsorge plagt viele künftige Ruheständler. Vor allem wer früher in Rente möchte, muss oftmals mit Einbußen rechnen.
  • Arbeitnehmer ab 50 Jahren, die früher in den Ruhestand gehen möchten, können davon profitieren, ihre Rente im Voraus freiwillig aufzubessern.
  • Auch wer sich bereits im vorzeitigen Ruhestand befindet, hat noch Anspruch darauf, den entsprechenden Ausgleich zu zahlen und seine Rente aufzustocken.

Nicht immer ist die Entscheidung freiwillig, frühzeitig in Rente zu gehen. Manchmal spielt einfach die Gesundheit nicht mehr mit. Doch wer bewusst plant, seinen Ruhestand vorzeitig einzuleiten, dem sollte bewusst sein, dass er pro Monat, den er früher aus dem Berufsleben aussteigt, einen Abschlag von 0,3 Prozent auf die gesetzliche Rente hinnehmen muss. Zwei Jahre im Voraus aussteigen bedeutet für Rentenversicherte daher ein Minus von 7,2 Prozent. Ein Arbeitnehmer mit einer gesetzlichen Rente von 1.400 Euro brutto im Monat würde damit rund 100 Euro monatlich weniger zur Verfügung haben. Mithilfe freiwilliger Sonderzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung können allerdings Arbeitnehmer ab 50 Jahren diesen Abschlag ausgleichen.

Mit Ausgleichszahlungen die reguläre Rente aufstocken

Will der Versicherte den im Beispiel genannten Verlust von 100 Euro monatlich bei seiner Rente ausgleichen, müsste er eine freiwillige Ausgleichszahlung von rund 25.000 Euro in die Rentenkasse tätigen. Dies ist bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze möglich.

Alternativ kann er den Ausgleichsbeitrag nutzen, um die reguläre Rente um 100 Euro zu erhöhen, ohne vorzeitig in Rente zu gehen. Theoretisch hat also jeder Arbeitnehmer ab 50 Jahren die Möglichkeit, freiwillig seine gesetzliche Rente aufzubessern. Entscheidet er sich für diese Variante, kann der Betrag im Nachhinein nicht ausgezahlt werden, sondern wird fester Bestandteil der Rente.

Tipp: Versicherte, denen der Ausgleichsbetrag zu hoch ist, können ihn beispielsweise in kleinen Raten bis zum Rentenbeginn zahlen.

Die 25.000 Euro können auch in eine Sofortrente investiert werden. Diese verspricht jedoch selbst bei guten Anbietern nur einer Monatsrente von rund 82 Euro, weshalb in vielen Fällen die freiwillige Einzahlung lukrativer sein kann. Welche Möglichkeit zur Aufbesserung der Rente die Richtige ist, finden Arbeitnehmer gemeinsam mit einem Experten heraus.

 

Sie planen einen frühzeitigen Einstieg in den Ruhestand?

 

Um freiwillige Sonderzahlungen in Ihre Altersvorsorge zu leisten, benötigen Sie eine Auskunft von der Rentenversicherung über die Höhe der Altersrente zum beabsichtigten Eintrittszeitpunkt, die Höhe der Rentenminderung sowie die Höhe des Ausgleichsbetrages.

Unser Service für Sie

Sichern Sie jetzt Ihren Ruhestand mit der richtigen Altersvorsorge ab.

Können die freiwillig gezahlten Beiträge von der Steuer abgesetzt werden?

Zahlungen an die Rentenkasse können bis zu einem jährlichen Höchstbetrag als Altersvorsorgeaufwand von der Steuer abgesetzt werden. Die Grenze liegt hier bei 23.712 Euro pro Jahr, von denen aktuell 86 Prozent steuermindernd sind.

Aufgrund der Höchstgrenze kann es sinnvoll sein, den Ausgleichsbetrag in kleineren Teilzahlungen zu leisten, um so bestmöglich Steuern zu sparen. Wie genau Versicherte die freiwilligen Einzahlungen absetzen sollten, ist abhängig vom Einzelfall. Ein Steuerberater kann hier bei kniffligen Fragen aushelfen.

Auch Frührentner können ihre Rente noch aufbessern

Versicherte, die bereits frühzeitig in den Ruhestand gegangen sind, aber bisher noch keine Gelegenheit hatten, freiwillige Zahlungen zu leisten, können dies noch bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze tun. Damit erhalten sie die Möglichkeit, ihre Rentenabschläge auszugleichen. Weiterführende Informationen und Formulare dazu erhalten sie bei der Deutschen Rentenversicherung.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Altersvorsorge.