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Wegeunfall: In diesen Fällen zahlt die gesetzliche Unfallversicherung

Ein Auffahrunfall unterwegs zum Büro oder eine Kollision mit einem Radfahrer auf dem Nachhauseweg – solche sogenannten Wegeunfälle deckt die gesetzliche Unfallversicherung ab. Diese schließen Arbeitgeber für ihre Angestellten ab, um sie vor den finanziellen Folgen eines Unfalls zu bewahren. Doch um von dem Schutz zu profitieren, gibt es klare Voraussetzungen.
Wann gilt ein Unfall auf dem Arbeitsweg als Wegeunfall?
Unfall auf dem Arbeitsweg: Wann der gesetzliche Schutz greift
  • Die gesetzliche Unfallversicherung schützt Arbeitnehmer bei Unfällen am Arbeitsplatz oder unterwegs dorthin.
     
  • Doch nicht jeder Zwischenfall auf dem Arbeitsweg gilt als sogenannter Wegeunfall und ist somit versichert.
     
  • Um im Schadensfall kein Risiko einzugehen und auch bei Unfällen im Privatleben geschützt zu sein, ist eine private Unfallversicherung ratsam.

Seit rund 100 Jahren gehört die gesetzliche Unfallversicherung zur Sozialversicherung. Arbeitgeber schließen diese für ihre Angestellten ab, um sie für den Ernstfall abzusichern. Stößt Arbeitnehmern beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit oder am Arbeitsplatz etwas zu, springt die Versicherung ein. Neben den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung für Reha-Maßnahmen und andere medizinische Behandlungen zahlt die Unfallversicherung beispielsweise eine Lohnersatzleistung oder entschädigt die Angehörigen im Todesfall.

Damit die Absicherung greift, gelten allerdings gewisse Voraussetzungen, wie ein aktueller Fall aus Baden-Württemberg zeigt. Dort wurde einem Versicherten auf dem Weg zum Arbeitsplatz ein Unfall beim Zwischenstopp im Waschsalon zum Verhängnis. Für den Besuch in der Wäscherei war der Betroffene früher als gewöhnlich von zu Hause losgefahren. Für die Versicherung ein Grund, den Vorfall nicht als Arbeitsunfall zu betrachten. Doch in welchen Fällen zahlt die gesetzliche Unfallversicherung?

Wegeunfälle: Nur der direkte Weg zum Arbeitsplatz ist versichert

Die gesetzliche Unfallversicherung gilt generell für jeden Menschen, der in Deutschland in einem Arbeits-, Ausbildungs- oder Dienstverhältnis steht. Sie sichert sowohl Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle als auch Wegeunfälle ab. Hierunter fallen Unfälle, die Angestellten auf ihrem direkten Arbeitsweg wiederfahren, wie ein Auffahrunfall an der Ampel auf dem Heimweg von der Firma.

Wichtig ist dabei jedoch, dass der Versicherungsschutz nur für den unmittelbaren Arbeitsweg greift. Das bedeutet, wer sich beispielsweise morgens früher auf den Weg zur Arbeit macht, um beim Supermarkt anzuhalten, ist nicht gesetzlich unfallversichert, falls dabei etwas passiert.

Ähnlich verhält es sich, wenn Arbeitnehmer auf dem Weg nach Hause mit dem Bus versehentlich ihre Haltestelle verpassen und anschließend wieder ein Stück zurückfahren müssen. In diesem Fall sind sie für die Versicherung nicht mehr auf direktem Weg nach Hause, sodass kein Wegeunfall vorliegt.

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Jede vierte private Unfallversicherung punktet mit ihrer Fairness

Da die gesetzliche Unfallversicherung zum einen lediglich Unfälle im beruflichen Umfeld abdeckt und es dabei zum anderen einige Einschränkungen gibt, ist für viele Menschen eine zusätzliche Absicherung wichtig. Eine private Unfallversicherung schützt beispielsweise auch bei Unglücksfällen, die in der Freizeit geschehen. Im Ernstfall erhalten Versicherte eine Einmalzahlung, die sie unter anderem für notwendige Umbaumaßnahmen oder eine kostspielige Therapie verwenden können, die ihre Krankenkasse nicht übernimmt.

Dabei haben Interessierte die Wahl zwischen zahlreichen Angeboten. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsmagazin Focus-Money hat ServiceValue 35 Unfallversicherer unter die Lupe genommen. Anhand von 31 Merkmalen wie dem Kundenservice, der Schadenregulierung sowie den Versicherungsbedingungen haben die Experten die Unternehmen von ihren Kunden in Bezug auf ihre Fairness beurteilen lassen. Hierfür wurden knapp 2.800 Kundenmeinungen berücksichtigt.

Rund jeder vierte Anbieter im Unfallversicherung Test schneidet mit einem sehr guten Ergebnis ab, darunter:

  • AachenMünchener
  • Allianz
  • DEVK
  • LVM
  • R+V

Tipp: Der aktuelle Vergleich gibt keine Auskunft über einzelne Tarife der Versicherer oder über die Kosten für den Schutz. Ratsam ist es daher, verschiedene Unfallversicherungen mithilfe eines Tarifrechners gegenüberzustellen, um den besten Preis-Leistungs-Mix zu finden.