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Frage der Woche: Welche Gesetze treten zum 1. September 2018 in Kraft?

Autofahrer, IKEA-Kunden, Fluggäste und Arbeitnehmer: Viele Verbraucher sind ab dem 1. September 2018 von diversen Gesetzesänderungen betroffen. Während Ryanair-Passagiere ihr Handgepäck nun auf ein Minimum beschränken müssen, sollen Beschäftigte, die mit vielen Überstunden kämpfen, in Zukunft mehr entlastet werden.
Zum 1. September 2018 treten für Verbraucher neue Regelungen in Kraft
Für viele Fluggäste gelten ab September 2018 neue Regelungen
  • Mit dem 1. September 2018 kommen auf Verbraucher verschiedenste Neuerungen zu.
     
  • Als Konsequenz aus dem Dieselskandal gibt es nicht nur neue Abgastests für Hersteller, sondern auch unerfreuliche Änderungen für Autofahrer.
     
  • Auch  IKEA und Ryanair halten für ihre Kunden Neuregelungen bereit, die ab diesem Monat in Kraft treten.

Viele und vor allem sehr unterschiedliche Themen beschäftigen Verbraucher ab dem 1. September 2018. Neben den Handgepäck-Änderungen für Fluggäste der irischen Fluggesellschaft Ryanair müssen sich unter anderem IKEA- Kunden auf neue Abläufe einstellen. Das Umweltbundesamt sieht zudem eine wichtige Gesetzesänderung vor: Die meisten Halogenlampen werden nun an nicht mehr hergestellt.

Ein Minimum an Handgepäck: Ryanair-Kunden müssen sich einschränken

Die Fluggesellschaft Ryanair läutet ab September 2018 eine neue Handgepäckrichtlinie für ihre Passagiere ein. Bislang durften diese neben einem herkömmlichen Handgepäck-Koffer eine weitere kleine Handtasche kostenlos an Board mitführen.

Mit der neuen Änderung sind Fluggäste gezwungen, sich bei einer Standardbuchung nur noch auf eine einzelne kleine Handtasche mit den Maßen 40 x 20 x 25cm zu beschränken. Wer dennoch nicht auf einen Trolley als Handgepäck verzichten möchte, muss diesen mit der Buchung des Priority-Boarding zu einem Aufpreis von mindestens sechs Euro hinzubuchen. 

Kunden, die ohne Priority-Boarding fliegen, können ebenfalls nach der Buchung online ein zweites, kostengünstiges Gepäckstück als Aufgabegepäckstück hinzufügen. Hier zahlen sie für zehn Kilogramm acht Euro. Die neuen Bestimmungen gelten für Reisen ab dem 1. November 2018.

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Neue Gesetze ab 1. September 2018: Mehr Entlastung bei Überstunden

Für Erwerbstätige gilt in Deutschland der 8-Stunden-Tag sowie die 40-Stunden Woche. In einigen Berufsfeldern ist es jedoch keine Seltenheit, wenn Arbeitnehmer über ihre normale Stundenanzahl hinaus arbeiten. Bislang galten laut Überstundenregelung zwölf Stunden Arbeit als Maximum, die ein Arbeitgeber zulassen kann.

Die neue Überstundenregelung kommt Arbeitnehmern entgegen und sorgt dafür, dass nur noch maximal zehn Stunden pro Tag gearbeitet werden darf. Alles was darüber hinausgeht, darf ohne Begründung vom Arbeitnehmer abgelehnt werden.

Folgen des Dieselskandals: Höhere Steuern für Neuwagen

Durch den Dieselskandal gilt für Autohersteller nun ein neuer Abgastest für Neuwagen. Ab September dürfen diese nur noch Neuwagen verkaufen, die dem sogenannten WLTP-Test standgehalten haben. Dieser „soll realistischere Werte über die Abgasemissionen eines Fahrzeugs geben“, erläutert die Bundesregierung.

Weil der Test höhere Abgaswerte nachweist, wird sich das neue Verfahren in einer gestiegenen Kfz-Steuer widerspiegeln. Diese Neuerung macht sich dann auch bei Autofahrern beziehungsweise bei Käufern von Neuwagen im Geldbeutel deutlich bemerkbar.

Tipp: Autofahrer, die mit dem Gedanken spielen, sich einen Neuwagen zuzulegen, sollten die Steuererhöhungen im Hinterkopf behalten. Um an anderer Stelle Geld zu sparen, können sie vorab nach einer kostengünstigen Kfz-Versicherung Ausschau halten.

Halogenlampen werden abgeschafft

Laut neuen Angaben des Umweltbundesamts wird die Produktion von Halogenlampen zum 1. September 2018 eingestellt. Nur noch wenige Ausnahmen, zum Beispiel Birnen für Flutlichtanlagen, dürfen weiterhin produziert werden. Von dem EU-weiten Verbot sind vor allem Modelle betroffen, die für eine herkömmliche Netzspannung von 230 Volt genutzt werden. Diese Modelle besitzen meist einen E27- oder E14-Schraubsockel. Verbraucher sollten daher auf energieeffizientere Beleuchtung wie LED- oder Energiesparlampen umsteigen.

IKEA verschärft Rückgaberecht

Als Reaktion auf Beschwerden von Umweltschützern können IKEA-Kunden künftig nur noch neue und unbenutzte Artikel gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben. Bislang hatten die Kunden ein Jahr lang das Recht, ihre Möbel oder Deko-Artikel ohne Rücksicht auf ihren Zustand wieder in der Filiale zu reklamieren. Mithilfe der neuen Auflagen will das Unternehmen vor allem verhindern, dass Kunden kurz vor Ablauf der Frist teilweise sichtbar veraltete oder beschädigte Ware zurückbringen. Zudem sorgt die Umstellung dafür, dass wichtige Ressourcen gespart werden können.