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Frage der Woche: Was ändert sich mit der Mütterrente 2019?

2019 tritt das erste Rentenpaket unter Arbeitsminister Heil in Kraft. Damit bauen Union und SPD insbesondere die Mütterrente aus. Demnach erhalten künftig alle Mütter und Väter, deren Kinder vor 1992 geboren sind, zweieinhalb statt bislang zwei Rentenpunkte. Der zusätzliche Rentenanspruch bedeutet aber nicht in jedem Fall mehr Rente.
Mit der neuen Mütterrente will die Bundesregierung vor allem ältere Mütter mehr unterstützen
2019 treten neue Regelungen für die Mütterrente in Kraft
  • Mit dem neuen Rentenpaket treten unter anderem bei der Mütterrente ab 2019 Neuerungen in Kraft.
  • Diese sieht vor, sowohl jüngere als auch ältere Mütter künftig finanziell zu unterstützen.
  • Trotz der Angleichung und einem Anstieg der Rentenpunkte können nicht alle Mütter mit mehr Geld auf dem Konto rechnen.

Nachdem die Bundesregierung im August 2018 von ihrem ursprünglichen Vorhaben abgerückt ist, die Erhöhung der Mütterrente auf Eltern von mehr als zwei Kindern zu beschränken, werden ab 2019 alle Mütter und Väter finanziell unterstützt werden, wenn sie vor 1992 geborene Kinder haben. Im Gegenzug steigt der Rentenanspruch statt dem geplanten vollen Rentenpunkt nur um einen halben Rentenpunkt an.

Doch der Kompromiss, der für viele Eltern eigentlich nach einer guten Nachricht klingt, bedeutet nicht in jedem Fall mehr Rente.

Update 8. November 2018: Dem entsprechenden Gesetzentwurf hat der Bundestag heute zugestimmt.

 

Wer profitiert bislang von der Mütterrente?

Seit Juli 2014 gibt es die Mütterrente, die Eltern die Vollzeit-Erziehung der eigenen Kinder rentenrechtlich besser anerkennt. Vor diesem Hintergrund bekommen Mütter, deren Kinder nach 1992 geboren wurden, pro Kind drei Erziehungsjahre anerkannt. Dagegen bekamen Mütter mit vor 1992 zur Welt gekommenen Kindern bis vor der Einführung der Mütterrente nur ein Erziehungsjahr zugeschrieben.

Nach viel Kritik konnte die CSU in der vergangenen Legislaturperiode für die älteren Mütter einen weiteren Rentenpunkt durchsetzen.

Beispiel: Ein Rentenpunkt liegt im Osten aktuell bei 30,69 Euro, im Westen bei 32,03 Euro pro Monat. Die Beträge sind unabhängig vom Einkommen festgelegt. Mütter, die derzeit die Mütterrente für ihr Kind beziehen, das vor 1992 geboren wurde, erhalten damit im Westen aktuell 64,06 Euro pro Monat für ihre zwei anerkannten Rentenpunkte.

Update 29. November 2018: Personen, die ab dem 1. Januar 2019 in Rente gehen und Anspruch auf die Mütterrente haben, wird der halbe Rentenpunkt sofort angerechnet. Müttern und Vätern, die bereits in Rente sind, wird das zusätzliche Geld automatisch ab Mitte des Jahres ausgezahlt. Für den Zeitraum davor erhalten sie eine Nachzahlung, informiert die gesetzliche Rentenversicherung.

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Mütterrente 2019: Welche Neuerungen kommen auf Mütter und Väter zu?

Mit der Reform der Mütterrente ab 2019 schafft Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eine weitere kleine Angleichung zwischen jüngeren und älteren Müttern. Demnach können sich künftig alle älteren Mütter pro Kind über einen halben Rentenpunkt zusätzlich freuen, unabhängig davon, wie viele Kinder sie haben. Sie bekommen nun insgesamt zweieinhalb Rentenunkte pro Kind beziehungsweise rund 16 Euro monatlich mehr auf das Konto. Jüngere Mütter erhalten weiterhin drei Punkte pro Kind. Für die Finanzierung der neuen Mütterrente hat die Bundesregierung rund 3,5 Milliarden Euro aus den Beitragsgeldern der Rentenversicherung eingeplant.

Kritiker bemängeln, dass die Reform immer noch nicht für eine vollständige Gleichstellung sorgt. So will sich der Sozialverband VdK Deutschland in Zukunft verstärkt dafür einsetzen, dass für jedes Kind drei volle Rentenpunkte anerkannt werden, egal wann das Kind geboren wurde.

Kritik an Mütterrente 2019: Neuer Kompromiss verspricht nicht zwingend mehr Rente

Der neue Kompromiss erhielt nicht nur Zustimmung. So hagelte es bereits Kritik der Deutschen Rentenversicherung Bund. Dieser hatte schon Anfang Juli gewarnt, dass die neue Reform nicht unbedingt mehr Geld auf das Rentenkonto der Mütter bringt. Das liegt insbesondere daran, dass die Mütterrente auf die Grundsicherung angerechnet und damit sofort abgezogen wird, sollten betroffene Personen auf die Sozialleistung angewiesen sein.

Dies betrifft besonders Mütter, die für die Erziehung ihres Kindes lange daheim geblieben sind und darüber hinaus wenig in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Der dadurch entstehende geringe Rentenanspruch führt dazu, dass sie ihre Rente mit der Grundsicherung aufstocken müssen. Eine höhere Rente durch den halben Rentenpunkt wird jedoch darauf angerechnet, weshalb Betroffene mit der Mütterrente meist leer ausgehen. Dagegen wehrt sich der Sozialverband VdK Deutschland und fordert nun einen monatlichen Freibetrag von 200 Euro für Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung und der Mütterrente.

 

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