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Frage der Woche: Wegen welcher Mängel fallen Autos häufig durch den TÜV?

Alle zwei Jahre beginnt für viele Autofahrer das große Zittern. Schafft es der Wagen durch den TÜV? Oder muss es erst mit kostspieligen Reparaturen auf Vordermann gebracht werden? Der aktuelle TÜV-Report 2019 zeigt auf, welche Modelle besonders oft die Hauptuntersuchung nicht bestehen und welche Mängel am häufigsten zu Tage treten.
Frage der Woche: Wegen welcher Mängel fallen Autos oft durch den TÜV?
Günstige Gebrauchtwagen fallen besonders oft durch die HU
  • Über 20 Prozent der deutschen Gebrauchtwagen weisen erhebliche Mängel auf und fallen durch den TÜV.
     
  • Die häufigsten Gründe hierfür sind defekte Leuchten, Ölverlust in Motor und Getriebe sowie abgenutzte Bremsen.
     
  • Autofahrer sollten zwischen den Hauptuntersuchungen ihr Auto regelmäßig untersuchen und warten lassen, da die Mängel das Unfallrisiko erheblich steigern.

Gut jeder fünfte Gebrauchtwagen schafft es aufgrund erheblicher Mängel nicht durch die alle zwei Jahre anstehende Hauptuntersuchung (HU). Das geht aus dem TÜV-Report 2019 hervor, den der Verband der TÜV-Unternehmen in dieser Woche veröffentlicht hat. Für die Studie wurden 8,8 Millionen Hauptuntersuchungen zwischen Juli 2017 und Juni 2018 ausgewertet. 

Wenig überraschend zeigen sich vor allem teure Autos als besonders langlebig. So fiel der Porsche 911 am seltensten durch den TÜV. Auch Modelle der Marken Audi, BMW und Mercedes überzeugen. Dahingegen bestanden der Chevrolet Matiz, Dacia Logan, Peugeot 206 und Renault Kangoo die HU in vielen Fällen nicht

Was wird bei der Hauptuntersuchung überprüft? 

Die Hauptuntersuchung ist für Neuwagen erstmalig nach drei Jahren, für Gebrauchtwagen dann alle zwei Jahre Pflicht. Geprüft werden Sicht, Funktion und Wirkung der Fahrzeugbestandteile, also zum Beispiel, ob die Leuchten ihren Dienst ordnungsgemäß tun oder die Bremsen noch nicht zu stark abgenutzt sind. Die Plakette für die nächsten zwei Jahre bekommt das Auto nur, wenn es von der zuständigen Prüfstelle als verkehrstüchtig und verkehrssicher eingeschätzt wird.

Der TÜV-Report 2019 zeigt, dass Mängel an den hinteren Leuchten der häufigste Grund sind, warum es ein Auto nicht durch die HU schafft. Auf den weiteren Plätzen folgen Ölverlust im Motor oder dem Getriebe sowie Probleme mit den Achsfedern, der Dämpfung und den Bremsscheiben. Diese Mängel trüben nicht nur den Fahrkomfort, sondern sind auch ein echtes Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr, etwa in engen Kurven oder bei Ausweichmanöver, so die Mahnung der TÜV-Unternehmen.

Tipp: Auch mit einem Auto in einwandfreiem Zustand können Unfälle schneller geschehen als gedacht. In diesen Fällen ist eine leistungsstarke Kfz-Versicherung besonders wichtig. Gute Angebote finden Autofahrer über einen unverbindlichen Tarifvergleich.

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Welche Entwicklungen sind in der Hauptuntersuchung künftig zu erwarten?

Der Anteil der Autos, die durch die HU fällt, steigt seit einigen Jahren wieder. Die Verfasser des TÜV-Reports sehen das wachsende Alter der Gebrauchtwagen als Grund dafür. War der Fahrzeugbestand in Deutschland im Jahr 2000 noch im Schnitt sieben Jahre alt, beträgt das Durchschnittsalter der Pkw mittlerweile 9,4 Jahre.

Da ältere Fahrzeuge fehleranfälliger sind, geht dies auch zulasten der Verkehrssicherheit. Die TÜV-Experten empfehlen daher, zwischen den Hauptuntersuchungen das Auto regelmäßig auf Mängel untersuchen und warten zu lassen.

In Vorbereitung auf die HU müssen Autofahrer künftig aber noch weitere Dinge beachten, so das Fazit des TÜV-Reports 2019. Die Hauptuntersuchung befindet sich aufgrund der Digitalisierung, neuer Vorgaben zum Umweltschutz (vor allem infolge des Dieselskandals) und neuer EU-weiter Richtlinien im Wandel. Vor allem die Abgasuntersuchungen werden in Zukunft eine größere Rolle bei der HU spielen.
Weitere Ergebnisse des TÜV-Reports finden Interessierte hier

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