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PKV-Beitragserhöhung: Welche Versicherer werden 2019 teurer?

Durch höhere Beiträge für die private Pflegepflichtversicherung müssen sich Privatversicherte und Personen, die in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln wollen, 2019 auf höhere Kosten einstellen. Davon unabhängig sind zudem erste Beitragserhöhungen absehbar. Viele Versicherer scheinen die Kosten für ihre Krankenversicherung 2019 jedoch stabil zu halten.
PKV-Beitragserhöhung 2019: Für wen steigen die Kosten im neuen Jahr?
Schutz der PKV wird 2019 zum Teil teurer
  • Bis zum Jahresende informieren die meisten privaten Krankenversicherer ihre Kunden über eine PKV-Beitragserhöhung 2019.
     
  • Teilweise wird es dabei nicht nur für einige bereits Privatversicherte teurer, sondern auch für Personen, die sich neu privat krankenversichern wollen.
     
  • Interessierte, die einen Anbieter mit möglichst stabilen Beiträgen suchen, sollten sich dabei von einem Experten unterstützen lassen.

Ob DKV, Allianz, Signal Iduna, Gothaer, Barmenia oder ein anderer Anbieter – Viele Versicherer passen mit dem Jahreswechsel ihre PKV-Beiträge an. Wie sich die Kosten für Privatversicherte 2019 entwickeln, hat ein Großteil der Unternehmen jedoch noch nicht bekanntgegeben. Laut dem BAP-Guide des Informationsdienstleisters GEWA COMP gibt es allerdings erste Tendenzen. So zeichnet sich beispielsweise bei der Barmenia in den Tarifen „VA 01“ bis „VA 05“ für Erwachsene sowie „VC 3“ und „VCH 2A“ für Jugendliche und Kinder eine Erhöhung ab. Für die „einsA expert“-Reihe spricht der Krankenversicherer dagegen eine Beitragsgarantie für Versicherte aus.

Update 10. Dezember 2019: Nach Angaben von Volker Leienbach vom Verband der Privaten Krankenversicherung steigen die Beiträge 2019 um durchschnittlich 1,9 Prozent, so die Welt am Sonntag. Die PKV-Beitragserhöhungen könnten für manche Versicherten jedoch wesentlich höher ausfallen.

Auch bei Continentale gibt es dem BAP-Guide zufolge Tendenzen für eine Beitragserhöhung 2019. Betroffen sind demnach beispielsweise die Tarife „Comfort U“ für Kinder und Jugendliche sowie „GS1“. Bei der SDK ist eine Verteuerung der Angebote „A105u“, „A107u“ und „A109u“ möglich. Stabil bleiben die Prämien dagegen unter anderem für „AM10“, „AM11“, „AM30“ und „AM31“.

 

Kündigungsfristen in der PKV

Versicherte haben ein zweimonatiges Sonderkündigungsrecht ab Erhalt der Beitragsinformation, wenn der Versicherer den PKV-Beitrag erhöht hat, ohne die Leistungen anzupassen. Die reguläre Kündigungsfrist liegt bei drei Monaten vor Ende des Versicherungsjahres.

Krankenversicherer versprechen in vielen Tarifen stabile Beiträge bis Ende 2019

Neben den genannten Versicherern haben weitere Anbieter für viele ihrer Kunden eine Beitragsgarantie für 2019 ausgesprochen, unter anderem:

  • Württembergische für „EKU 0“ und „KU 600“
  • DKV für „BestMed Komfort BMK/0“ und „BestMed Eco BME/1“
  • Signal Iduna für „Comfort+“, „Esprit“ und „Exclusiv“
  • Gothaer für „MediClinic U“ und „A1 0“
  • uniVersa für „uni-a 100“ und „uni-ST 2/100“
  • Allianz für „AMB90U“ und „AMP100U“
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PKV-Beitragserhöhung 2019: Wo wird die Krankenversicherung teurer?

Nicht nur Privatversicherte müssen sich je nach Anbieter auf Veränderungen zum Jahreswechsel einstellen. Auch Personen, die sich 2019 für eine private Krankenversicherung entscheiden, sollten einen genauen Blick auf die Beiträge werfen. So steigen diese beispielsweise bei Hallesche um bis zu zwölf Prozent. Betroffen sind Angebote wie „Primo.SB 2 Z“, „NK.3“ und „KS-Bonus“.

Bei ARAG steigen die PKV-Kosten sogar um bis zu 25 Prozent, so GEWA COMP. Teurer werden dabei unter anderem „21P90“ und „203“. Dagegen kostet bei Continentale beispielsweise das Angebot „Business“ für Erwachsene künftig mehr, bei Gothaer „MediVita 250“.

Auch R+V sieht eine Beitragserhöhung für Neukunden für „Agil Comfort 0“ vor. Gleiches gilt für „Komfort-Plus 2“ von Signal Iduna.

Tipp: Die Wahl einer privaten Krankenversicherung sollte nicht von der Höhe des monatlichen Beitrags abhängen. Wesentlich sind die Leistungen, die alle wichtigen Behandlungen abdecken und darüber hinaus zu den eigenen Wünschen an den Gesundheitsschutz passen sollten. Welche Tarife sich empfehlen, zeigen aktuelle Tests zur privaten Krankenversicherung.

Verschiedene Gründe hinter einer PKV-Beitragserhöhung 2019

Unabhängig von den diesjährigen PKV-Beitragsanpassungen, die beispielsweise durch gestiegene Gesundheitskosten oder eine niedrigere Verzinsung von Rückstellungen notwendig werden, führen die zuletzt verabschiedeten Gesetze im Pflegebereich zu höheren Kosten, etwa das erste Pflegestärkungsgesetz.

So kündigte der PKV-Verbandschef Uwe Laue schon im Juni an, dass sich privat versicherte Angestellte und Selbstständige 2019 auf Beitragsanhebungen von bis zu 30 Prozent für die Pflegepflichtversicherung einstellen müssen. Im Vergleich zu Kassenpatienten, deren monatlicher Pflegebeitrag im Schnitt 40 Euro beträgt, würden sie mit durchschnittlich 37 Euro im Monat jedoch weniger zahlen.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur privaten Krankenversicherung.