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Gebäudeversicherung im Check: Leistungen meist top, der Preis oft Flop

Wenn das eigene Haus durch einen Sturm oder Blitzschlag in Mitleidenschaft gezogen wird, wird es für die Besitzer meist teuer. Daher vertrauen viele Menschen auf eine Gebäudeversicherung, die in solchen Fällen die Kosten für die Instandsetzung übernimmt. Focus-Money hat mit Franke und Bornberg geprüft, welche Angebote dabei besonders überzeugen.
Sturm, Feuer und Blitzschlag: Welche Gebäudeversicherung überzeugt?
Gebäudeversicherung: Wo stimmen Preis und Leistungen?
  • Mit einer Gebäudeversicherung schützen sich Hausbesitzer vor hohen Kosten, wenn ihr Eigenheim durch Unwetter wie Hagel oder Starkregen beschädigt wird.
     
  • Während viele Versicherer mit einem umfassenden Schutz punkten, hakt es oftmals beim Preis, wie ein neuer Test von Focus-Money zeigt.
     
  • Da bei der Wahl der Absicherung verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, empfiehlt sich für Interessierte ein individueller Tarifvergleich.

Anders als die Krankenversicherung oder eine Kfz-Haftpflichtversicherung gehört die Gebäudeversicherung nicht zum verpflichtenden Schutz für Verbraucher. Dennoch ist sie für Hausbesitzer eine unverzichtbare Absicherung für die eigenen vier Wände. Denn wenn ein Sturm, Feuer oder Blitzschlag das Haus beschädigen, steigen die Kosten schnell auf eine fünf- oder sechsstellige Summe.

Solche Beträge können wohl die wenigsten Hauseigentümer einfach so aufbringen. Umso wichtiger ist daher eine Wohngebäudeversicherung. Diese springt für derartige Schäden am Haus ein. Ein neuer Test von Focus-Money zeigt, welche Anbieter dabei zu empfehlen sind.

So wurde getestet: Standard- und Top-Schutz im Vergleich

Im Auftrag von Focus-Money (Ausgabe 4/2019) hat die Ratingagentur Franke und Bornberg 31 Wohngebäudeversicherungen unter die Lupe genommen. Dabei wurde das Preis-Leistungs-Verhältnis der Versicherer überprüft. Dafür haben die Tester Tarife aus den Bereichen Top-Schutz und Standard-Schutz berücksichtigt.

In beiden Kategorien leisten die Versicherer beispielsweise ohne Ortseinschränkung für Überspannungsschäden sowie für mindestens zwei Tätigkeiten aus dem Bereich Aufräum- und Abbruchkosten, etwa für Aufräumen, Abbruch, Abfahren oder Vernichten. Unter den Top-Schutz fallen zudem unter anderem sogenannte Bewegungs- und Schutzkosten sowie Rohrschäden, die auf dem eigenen Grundstück, aber außerhalb des Hauses auftreten.

Um die Kosten der Angebote vergleichen zu können, wurden die jeweiligen Jahresbeiträge für einen 45-jährigen Musterkunden mit Einfamilienhaus in den Städten Berlin, München, Hamburg, Hannover oder Köln ermittelt. Denn die jährlichen Beiträge für die Gebäudeversicherung richten sich unter anderem nach dem Wohnort.

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Sieben Gebäudeversicherer erzielen sehr gutes Ergebnis beim Top-Schutz

Beim Gesamturteil hat Franke und Bornberg im Gebäudeversicherung Test die Leistungen der Anbieter mit zwei Drittel gewichtet, die Kosten mit einem Drittel. Für eine Top-Note im Leistungsrating haben die Tester einige Mindeststandards festgelegt. Dazu zählen:

  • Mehrkosten durch behördliche Auflagen sind mitversichert
  • Überspannungsschäden sind mit mindestens 20 Prozent der Versicherungssumme versichert, Aufräum- und Abbruchkosten mit mehr als 50 Prozent
  • Graffitischäden, Dekontaminationsschäden und Schäden an Photovoltaikanlagen sind mitversichert (nur bei Top-Schutz)
  • Keine Leistungskürzung bei grober Fahrlässigkeit (nur bei Top-Schutz)

Sieben Versicherer schneiden in der Kategorie Top-Schutz mit einer sehr guten Bewertung ab, darunter:

  • WGV – „Optimal-Tarif“ (Beiträge zwischen 221 Euro und 310 Euro im Jahr)
  • GVO – „TOP-VIT“ (324 Euro)
  • Janitos – „Best Selection 2013“ (262 Euro bis 419 Euro)
  • AXA – „BOXflex EFH/ZFH - Wohnflächenmodell, inkl. Baustein Elementar“ (363 Euro bis 451 Euro)
  • Debeka – „Comfort Plus“ (343 Euro bis 462 Euro)

Alle fünf Tarife überzeugen mit Top-Leistungen, werden beim Blick auf die Kosten jedoch maximal als „gut“ eingeschätzt. Zwei Angebote erhalten für den Beitrag sogar das Urteil „mangelhaft“. Besonders teuer ist die Absicherung dabei in München, Köln und Hamburg.

Tipp: Die fünf Beispielstädte geben Verbrauchern zwar einen groben Überblick über die preislichen Unterschiede in Deutschland. Für ein aussagekräftiges Ergebnis sind jedoch der genaue Wohnort, die Größe des Hauses sowie die individuellen Lebensumstände entscheidend. Um den persönlich besten Schutz zu finden, ist es daher wichtig, mehrere Tarife zur Wohngebäudeversicherung gegenüberstellen.

Gebäudeversicherung im Vergleich: Standard-Schutz überzeugt nur teilweise

Ähnlich wie beim Top-Schutz erreicht auch beim Standard-Schutz kein Anbieter ein hervorragendes Gesamtergebnis. Am besten schneiden folgende vier Versicherer ab:

  • DEVK – „Premium-Schutz“ (Beiträge zwischen 210 Euro bis 244 Euro im Jahr)
  • Die Bayerische – „Optimal Komfort, Rohrpaket Smart, Elementarschutz Smart“ (202 Euro bis 300 Euro)
  • Domcura – „Privat Einfamilienhauskonzept Top-Schutz“ (233 Euro bis 304 Euro)
  • VHV – „Klassik-Garant mit Baustein Exklusiv“ (217 Euro bis 354 Euro)

Während alle vier Tarife Top-Leistungen bieten, fallen sie beim Preis durch. Nur bei einem Versicherer werden die Beiträge mit „ausreichend“ bewertet, die anderen drei sind „mangelhaft“.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung.