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Berufsunfähigkeit: Psychische Erkrankungen belasten vor allem Frauen

Bundesweit werden Millionen Beschäftigte vor dem Renteneintritt berufsunfähig. Der häufigste Grund dafür sind weiterhin psychische Erkrankungen, wie eine neue Studie zeigt. Vor allem junge Frauen stellen dabei eine Risikogruppe dar. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bildet für den Ernstfall ein finanzielles Sicherheitsnetz. Dabei gilt es jedoch, keine Zeit zu verlieren.
Berufsunfähigkeit: Häufigste Ursache sind psychische Erkrankungen
Burnout, Depressionen und Co. sind häufigste BU-Ursache
  • Rund jede dritte Berufsunfähigkeit ist auf psychische Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen zurückzuführen.
     
  • Besonders jüngere Frauen müssen ihren Beruf oft wegen Problemen mit der Psyche aufgeben, zeigen neue Studienergebnisse.
     
  • Um den daraus entstehenden finanziellen Verlust aufzufangen, raten Experten daher dazu, sich frühzeitig nach einem passenden Angebot zur BU umzusehen.

Stress, Leistungsdruck und eine zu hohe Belastung werden für viele Arbeitnehmer zunehmend zur Zerreißprobe. Psychische Leiden gehören daher zu den häufigsten Gründen für eine Krankschreibung, wie aus dem aktuellen Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hervorgeht.

Bei manchen von ihnen bleibt es nicht nur bei einer Krankschreibung. Sie müssen ihren Job aufgrund psychischer Probleme sogar vollständig aufgeben. So zeigt eine neue Untersuchung des Versicherers Swiss Life Deutschland, dass Erkrankungen wie Burnout und Depressionen mit 37 Prozent mittlerweile die Hauptursache für eine Berufsunfähigkeit bilden. Das gilt jedoch längst nicht für alle Erwerbstätigen. Denn das Risiko unterscheidet sich sowohl nach dem Geschlecht als auch nach dem Alter.

Psychische Probleme sind Hauptgrund für Berufsunfähigkeit

Während vor einigen Jahren meist körperliche Ursachen wie Erkrankungen des Bewegungsapparates der Grund für eine Berufsunfähigkeit waren, sind nun psychische Probleme auf dem Vormarsch. „Allein in den letzten zehn Jahren registrieren wir in diesem Segment eine Zunahme um 40 Prozent“, betont Amar Banerjee von Swiss Life. Dies sei laut Experten vom Deutsche Rentenversicherung Bund darauf zurückzuführen, dass derartige Erkrankungen inzwischen besser erkannt werden könnten, berichtet Spiegel Online.

Die Ergebnisse der Studie zeigen dabei deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Bei den Frauen sind rund 44 Prozent aufgrund psychischer Leiden berufsunfähig, wohingegen nur etwa 28 Prozent der Männer davon betroffen sind. Insbesondere junge Frauen im Alter von 30 Jahren stellen eine Risikogruppe dar – bei ihnen leidet fast die Hälfte an Problemen mit der Psyche. Die Hauptursache einer Berufsunfähigkeit bei jungen Männern ist dagegen ein Unfall.

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Psychische Erkrankungen erschweren oft Rückkehr in den Beruf

Auch im Hinblick auf den Wiedereinstieg in den Beruf offenbart die Studie geschlechtsspezifische Unterschiede. Demnach gelingt Männern die Rückkehr häufiger als Frauen. Dies könnte daran liegen, dass letztere häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen sind, die meist langwierig sind und so die Chance auf eine schnelle Rückkehr in den Beruf schmälern.

Umso sinnvoller ist für die Studienautoren der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). „Der rapide Anstieg psychischer Leiden zeigt uns deutlich, wie wichtig es ist, dass sich die Menschen unabhängig vom Berufsbild gegen den Verlust ihrer Arbeitskraft absichern“, erklärt Banerjee. Denn die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht bei den wenigsten Menschen aus, ihren bisherigen Lebensstandard zu halten.

Lassen sich psychische Erkrankungen mit einer BU absichern?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt in der Regel auch, wenn Versicherte ihren Job aufgrund psychischer Probleme aufgeben müssen. Welche Bedingungen hierfür erfüllt sein müssen, richtet sich nach dem jeweiligen Anbieter. Ähnlich wie bei körperlichen Ursachen muss jedoch in jedem Fall eine ärztliche Diagnose der Berufsunfähigkeit vorliegen.

Wenn vor dem Abschluss der BU bereits psychische Erkrankungen diagnostiziert wurden, gibt es einiges zu beachten. Manche Versicherer verlangen in diesem Fall einen Zuschlag oder längere Wartezeiten, andere schließen bestimmte psychische Erkrankungen aus dem Leistungsumfang aus. Im Extremfall lehnen einige Unternehmen Betroffene sogar ab. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig um den Schutz zu bemühen, um keine Extrakosten oder Einbußen bei den Leistungen hinzunehmen. Mithilfe eines Versicherungsexperten finden Interessierte das Angebot, das genau zu ihren persönlichen Wünschen passt.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung.