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Was private Rentenversicherungen heute wert sind

Wer privat für das Alter vorsorgt, vereinbart meist lange Vertragslaufzeiten. So wollen Sparer eine möglichst hohe Rente erzielen. Wie eine aktuelle Untersuchung vom Branchendienst map-report zeigt, nahm die durchschnittliche Auszahlung der Versicherer in den letzten Jahren zwar ab. Die Ergebnisse können sich dennoch „durchaus sehen lassen“.
Die Leistungen von privaten Rentenversicherungen auf dem Prüfstand
Wie viel Rente zahlen private Rentenversicherungen heute?
  • Auch wenn die Leistungen der privaten Rentenversicherungen in den letzten Jahren abgenommen haben, erreichen sie noch immer eine beachtliche Rendite von rund 3,6 Prozent.
     
  • Je länger dabei die Laufzeit ist, desto höher ist die Rentenauszahlung.
     
  • Große Unterschiede bei den Leistungen verdeutlichen jedoch, dass die Wahl der passenden Altersvorsorge nicht unüberlegt geschehen sollte.

Allein mit der gesetzlichen Rente werden nur die wenigsten Menschen im Alter ein finanziell sorgenfreies Leben führen. Viele Personen sorgen daher für ihren Ruhestand vor, wobei sie verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl haben. Eine von ihnen ist die private Rentenversicherung. Wie sich deren Rentenleistungen entwickeln, überprüft regelmäßig map-report.

Die aktuelle Analyse zeigt: Wer vor 20 Jahren einen Vertrag abgeschlossen und insgesamt  24.000 Euro eingezahlt hat, erhält 2019 im Schnitt 35.481 Euro ausgezahlt. Das bedeutet eine Rendite von 3,59 Prozent.

Rentenversicherungen schlagen sich wacker

Beim Blick auf die Entwicklung der durchschnittlichen Auszahlungshöhe der letzten zehn Jahre spiegelt sich die aktuelle Niedrigzinsphase deutlich wider. So erhielten Versicherte, deren Vertrag 2009 nach 20 Jahren Laufzeit endete, im Schnitt 42.339 Euro. In diesem Jahr lag die Rendite letztmalig bei über fünf Prozent.

Auch wenn die Kapitalauszahlungen gesunken sind, müssen sich die Versicherer mit ihren Leistungen nicht verstecken, sagt map-report-Chefredakteur Reinhard Klages. „Schon seit 2009 dümpelt der EZB-Leitzins, abgesehen von einem kurzen Intermezzo, bei einem Prozent oder weniger. Im Vergleich dazu haben sich Kapitalversicherungen wacker geschlagen und immer noch ordentliche Renditen abgeliefert.“

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Aus 24.000 Euro wurden in der Spitze über 37.000 Euro

Im Vergleich zu den Vorjahren liefern immer weniger Versicherungsgesellschaften Daten für die Untersuchung. Viele begründen dies damit, dass die klassische Rentenversicherung nicht mehr in ihrem Fokus steht. 2019 nahmen daher nur noch 19 Anbieter am Rating teil.

Die höchsten Rentenleistungen bei einer 20-jährigen Laufzeit bieten dabei Öffentliche Braunschweig (37.879 Euro) und WGV (37.658 Euro). Die geringste Kapitalauszahlung lag dagegen bei 33.700 Euro.

Bei einer kürzeren Laufzeit von zwölf Jahren (Versicherungsbeginn 2007) und einer Einzahlung von insgesamt 14.400 Euro überzeugt WGV mit der höchsten Auszahlung von 17.789 Euro. Dahinter folgen Debeka (17.451 Euro) und Cosmos (17.355 Euro). Im Schnitt liegt die erzielte Rendite bei den untersuchten Versicherern bei 2,21 Prozent.

Große Leistungsunterschiede bei Sofortrenten

Neben den Leistungen von klassischen Rentenversicherungen bietet die Analyse einen Überblick über die Auszahlungshöhe von Sofortrenten. Dabei wurde untersucht, wie viel monatliche Rente Versicherte bekommen, die vor 20 Jahren 50.000 Euro an die Versicherung gezahlt haben.

Im Schnitt erhält der Sparer seit 2019 eine private Rente von 318 Euro. Die Rentenzahlungen summieren sich dabei auf 73.902 Euro. Hier kann sich Debeka deutlich von den anderen Versicherern abgrenzen. Denn dort belaufen sich die Gesamtleistungen auf über 80.000 Euro. Andere Anbieter kommen lediglich auf knapp 65.000 Euro.

Vergleich der privaten Rentenversicherungen wird immer schwieriger

Die großen Unterschiede verdeutlichen, dass sich Personen, die sich für eine Sofortrente oder private Rentenversicherung interessieren, nicht für das erstbeste Angebot entscheiden sollten. Ratsam ist es, mehrere Optionen zu vergleichen, um so das Beste aus der privaten Altersvorsorge zu holen. Dabei sollten sich Interessierte an einen Versicherungsfachmann wenden. Denn „Verbraucher sind bei der Auswahl geeigneter Vorsorgetarife nicht zu beneiden. Noch nie war die Produktlandschaft so unübersichtlich wie heute“, stellt Michael Franke von der Ratingagentur Franke und Bornberg und Herausgeber des map-reports fest.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Altersvorsorge.