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Neue Gesetze ab 1. Juli 2019: Mehr Rente, Kindergeld und höheres Porto

Mit den neuen Gesetzen zum 1. Juli 2019 haben vor allem Rentner und Eltern Grund zur Freude, denn sie bekommen mehr Geld. Zudem haben Menschen mit einem Midi-Job von nun an den vollen Rentenanspruch. Wer künftig etwas mit der Post verschicken möchte, muss dagegen tiefer in die Tasche greifen.
Neue Gesetze im Juli 2019: Das ändert sich bei Rente, Steuer und Co.
Kindergeld, Rente und Co.: Neue Gesetze im Juli 2019
  • Neben der Rentenerhöhung stehen die neuen Gesetze zum 1. Juli 2019 vor allem im Zeichen von Verbesserungen für Mütter und Väter.
     
  • Denn sie und ihren Nachwuchs möchte die Bundesregierung durch ein höheres Kindergeld und umfassendere Kassenleistungen besser unterstützen.
     
  • Doch nicht alle Neuregelungen bringen Verbrauchern mehr Geld.

Mehr Kindergeld, ein höherer Kindergeldzuschlag und steigende Renten – die Neuregelungen zum 1. Juli 2019 bringen für viele Deutsche finanzielle Vorteile. Besonders für Mütter und Väter hat die Große Koalition mit ihrem Starke-Familien-Gesetz einige Verbesserungen durchgesetzt. Auch Rentner und Midi-Jobber profitieren von den Änderungen, die heute in Kraft treten.

Neue Gesetze im Juli 2019: Kindergeld und Kinderzuschlag steigen

Für Familien gibt es zum 1. Juli 2019 einige Verbesserungen, die vor allem finanziell für Entlastung sorgen. So steigt unter anderem das Kindergeld ab heute. Eltern erhalten nun zehn Euro mehr pro Monat und Kind. Für das erste und zweite Kind bekommen sie künftig monatlich 204 Euro, bei drei Kindern sind es 210 Euro. Ab dem vierten Kind stehen Müttern und Vätern sogar 235 Euro im Monat zu.

Dank dem im Frühjahr verabschiedeten Starke-Familien-Gesetz steigt auch der Kinderzuschlag von 170 auf 185 Euro im Monat. Er soll Familien und Alleinerziehende mit geringem Einkommen stärker unterstützen.

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Ab Juli 2019: Kassenleistungen für Zahnvorsorge bei Kindern werden ausgeweitet

Darüber hinaus werden die Kassenleistungen bei der Zahnversorgung für Kleinkinder ab Juli 2019 ausgeweitet. Künftig übernimmt die Krankenkasse bereits für Babys ab sechs Monaten die Kosten für Früherkennungsuntersuchungen. Diese werden bis zum 33. Monat erstattet. Die Kassen begrüßen die Neuerung. „Endlich kann eine Lücke in der zahnmedizinischen Prävention von Kleinkindern geschlossen werden. Durch den frühzeitigen und regelmäßigen Besuch ihres Kindes beim Zahnarzt erhalten Eltern nun eine völlig neue Sicherheit", betont beispielsweise Stefanie Weier von der IKK classic.

Neuerungen zum 1. Juli 2019 sorgen für Rentenplus

Rentner in Deutschland dürfen sich ab Juli über mehr Geld im Portemonnaie freuen. So steigen die Renten zum 1. Juli im Westen um 3,18 Prozent, im Osten sind es sogar knapp vier Prozent. Konkret bedeutet dies bei einer gesetzlichen Rente von 1.500 Euro für einen Senioren in Westdeutschland jeden Monat ein Plus von knapp 48 Euro. Im Osten erhöht sich das Altersgeld sogar um rund 59 Euro im Monat.

Personen, die einen sogenannten Midi-Job haben, genießen künftig die vollen Rentenansprüche, obwohl sie verringerte Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Zudem dürfen sie ab Juli 2019 bis zu 1.300 Euro brutto im Monat statt bisher 850 Euro verdienen, ohne die kompletten Sozialabgaben zu leisten.

Weitere Änderungen im Juli 2019: Portoerhöhung und verlängerte Abgabefrist

Ab heute haben Steuerpflichtige noch rund 30 Tage Zeit, um ihre Einkommenssteuererklärung für das letzte Jahr beim zuständigen Finanzamt einzureichen. Denn seit diesem Jahr gilt die Frist bis zum 31. Juli statt wie bisher zum 31. Mai. Wer die Steuererklärung zu spät abgibt, muss dagegen für jeden angefangenen Monat bis zu 25 Euro zahlen. Wird die Steuererklärung von einem Steuerberater gemacht, muss sie spätestens zum 28. Februar 2020 eingereicht werden.

Briefschreiber müssen für ihre Post dafür seit heute mehr Geld aufbringen. Denn die Deutsche Post hat ihr Porto für alle Briefarten um zehn Cent erhöht. Ein Standardbrief kostet demnach nun 80 Cent. Das Versenden von Postkarten wird sogar um 15 Cent teurer und kostet inzwischen 60 Cent.