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Studentische Krankenversicherung: BAföG-Reform treibt Beiträge hoch

Höhere Förderung, steigende Freibeträge und Lockerungen bei der Rückzahlung: Mit der BAföG-Reform profitieren Studierende von zahlreichen Verbesserungen. Es gibt jedoch auch schlechte Nachrichten. Denn der Anstieg des Höchstsatzes lässt die studentische Krankenversicherung teurer werden.
Gesetzliche Krankenversicherung: Für Studenten wird es künftig teurer
Viele Studenten zahlen nun mehr für die Krankenkasse
  • Der BAföG-Höchstsatz ist auf 853 Euro geklettert, was auch den Beitrag zur studentischen Krankenversicherung steigen lässt.
     
  • Zahlreiche Studenten müssen dadurch künftig mehr als 100 Euro für ihren Gesundheitsschutz zahlen.
     
  • Um das Studentenbudget nicht unnötig zu schmälern, sollten betroffene Studierende die Gelegenheit nutzen, mit einem Krankenkassenwechsel viel Geld zu sparen.

Seit Anfang August dürfen sich Hunderttausende Studenten in Deutschland über mehr Geld freuen. Denn durch die BAföG-Reform ist der Höchstsatz für die staatliche Ausbildungsförderung um 75 Euro im Monat gestiegen. 2020 ist zudem bereits eine weitere Erhöhung beschlossen. Doch diese Neuregelung sorgt in anderen Bereichen für Nachteile. So müssen zahlreiche Studenten durch das höhere BAföG bald tiefer in die Tasche greifen.

BAföG-Reform: Mehr Geld und niedrigere Hürden für Studenten

Um Studenten angesichts der vielfach angestiegenen Mieten und Lebenshaltungskosten finanziell stärker zu unterstützen, ist am 1. August 2019 eine BAföG-Reform in Kraft getreten. Diese bringt durch folgende Regelungen vielen Studierenden mehr Geld im Portemonnaie:

  • Der Förderungshöchstsatz steigt von bisher 735 Euro auf 853 Euro (ab 2020 maximal 861 Euro).
  • Durch höhere Freibeträge beim Einkommen der Eltern sollen mehr Studenten Zugang zur Ausbildungsförderung haben.
  • Durch eine neue Grenze von 77 Monatsraten bei der Rückzahlung des Darlehens sind Studierende schneller schuldenfrei.
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Über 100 Euro für die Krankenkasse: Studenten müssen tief in die Tasche greifen

Die Neuerungen beim BAföG, vor allem der Anstieg des Höchstsatzes, zieht jedoch Kosten nach sich. So steigt der Beitrag für die studentische Krankenversicherung durch die Reform an. Denn dieser orientiert sich am Förderhöchstsatz.

Studierende, die nicht über ihre Eltern familienversichert sind – beispielsweise weil sie älter als 25 Jahre sind oder ein Einkommen über 450 Euro haben – werden in die gesetzliche Krankenversicherung der Studenten aufgenommen. Dort zahlen sie monatlich 10,22 Prozent des Förderhöchstsatzes für ihren Gesundheitsschutz. Hinzu kommen ein kassenindividueller Zusatzbeitrag sowie die Kosten für die Pflegeversicherung. Somit fallen für sie künftig pro Monat mehr als 100 Euro statt bisher rund 90 Euro an, wie das Rechenbeispiel zeigt:

Ausgaben Berechnung
Beitrag zur studentischen Krankenversicherung 10,22 Prozent von 853 Euro (BAföG-Höchssatz) = 87,18 Euro
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 0,9 Prozent von 853 Euro = 7,68 Euro
Beitrag zur Pflegeversicherung 21 Euro (23-jähriger kinderloser Student)
Gesamtkosten 115,86 Euro


BAföG-Empfänger erhalten mehr Unterstützung beim Gesundheitsschutz

BAföG-Empfänger erhalten für ihren Beitrag zur studentischen Krankenversicherung einen Zuschlag. Letzterer hat sich parallel zum Höchstsatz zum 1. August 2019 ebenfalls von 71 Euro auf 84 Euro erhöht, um die steigenden Kosten für die studentische Krankenversicherung abzufedern. Auch der Zuschuss für die Pflegeversicherung ist auf 25 Euro im Monat gestiegen (zuvor 15 Euro). Somit fällt für Studierende mit Ausbildungsförderung lediglich ein Krankenkassenbeitrag von wenigen Euro im Monat an.

Wer als Student keinen Anspruch auf BAföG hat, geht bei der Reform dagegen nicht nur leer aus, sondern muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als bisher. Denn ohne staatliche Förderung zahlen Studierende den Kranken- und Pflegebeitrag komplett selbst. Kommen noch Miete und weitere Lebenshaltungskosten hinzu, bleibt von dem meist geringen monatlichen Studentenbudget nicht mehr allzu viel übrig.

Umso wichtiger ist es, die Ausgaben so niedrig wie möglich zu halten und Sparpotenzial zu nutzen. So lässt sich allein durch einen Wechsel zu einer Krankenkasse mit geringerem Zusatzbeitrag bares Geld sparen. Ein unverbindlicher Vergleich verschiedener Kassen zeigt dabei, welche den besten Mix aus Preis und Leistungen bietet.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur gesetzlichen Krankenversicherung.