0800 300 3009

Kostenlose Service-Hotline

 
finanzen.de Nachrichten immer gut informiert

Beitragsrückerstattung: PKV-Versicherer zahlen 2019 Millionen Euro aus

In der privaten Krankenversicherung (PKV) können sich Versicherte für Tarife mit Beitragsrückerstattung entscheiden. Reichen sie innerhalb eines Jahres keine Rechnung ein, zahlt ihnen der Versicherer Geld zurück. Dies können bis zu sechs Monatsbeiträge sein. Für 2018 rückerstatten die Anbieter fast eine Milliarde Euro.
Beitragsrückerstattung für PKV-Versicherte: Hier gibt es Geld zurück
Rückerstattung für PKV-Versicherte
  • Privatversicherte, deren Krankenversicherung eine Beitragsrückerstattung vorsieht, können sich auf Geld freuen.
     
  • So informiert beispielsweise die Debeka aktuell über Rückzahlungen in Höhe von 273 Millionen Euro.
     
  • Auch andere Versicherer belohnen das kosten- und gesundheitsbewusste Verhalten ihrer Kunden mit einer Beitragserstattung.

Ob Allianz, Debeka, Hallesche, SDK oder DKV – es gibt viele private Krankenversicherer, bei denen Interessierte eine Krankenversicherung mit Beitragsrückerstattung vereinbaren können. Diese bietet den Vorteil, dass Privatversicherte Geld zurückerhalten, wenn sie im vergangenen Jahr keine Leistungen in Anspruch genommen haben – entweder weil sie gesund geblieben sind oder Arztrechnungen nicht eingereicht haben.

Wie viel sie erstattet bekommen, hängt vom gewählten Anbieter und Tarif ab. Das Geld erhalten sie meist zwischen August und November des Folgejahres. Viele Versicherer informieren daher derzeit über die Höhe ihrer diesjährigen Beitragsrückerstattung.

Mehrere Hundert Euro Rückzahlung von der privaten Krankenversicherung

Die aktuellen Beitragsrückerstattungen belaufen sich in der Summe auf fast eine Milliarde Euro. Dabei zahlen die Versicherer bis zu sechs Monatsbeiträge aus. Je nach Vertrag kann dies für Privatversicherte einen Betrag von bis zu 1.000 Euro oder mehr bedeuten.

Es profitieren dabei nicht nur Privatpatienten, deren Krankenversicherung eine Beitragsrückerstattung vorsieht und die daher keine Rechnungen abrechnen lassen. Zum Teil belohnen die Anbieter auch kostenbewusstes Verhalten, wenn Kunden nur wenige Leistungen innerhalb eines Jahres beansprucht haben.

Achtung: Versicherte, die Beiträge zurückerhalten haben, müssen beachten, dass die Rückzahlung auf ihre steuerlich absetzbaren Krankenversicherungsbeiträge angerechnet wird. So reduziert sich der Anteil der absetzbaren Gesundheitsausgaben, die das Finanzamt berücksichtigt.

Unser Service für Sie

Sichern Sie sich jetzt erstklassigen Schutz für Ihre Gesundheit.

Wie viel Geld bekommen Versicherte 2018 wieder?

2019 haben bisher knapp zehn Krankenversicherer über die Höhe ihrer aktuellen Beitragsrückerstattung informiert. Weitere wie die Barmenia, Nürnberger oder Inter könnten in den kommenden Wochen folgen.

Die Rückzahlungen belaufen sich je Versicherungsgesellschaft nach derzeitigem Stand wie folgt:

Anbieter Summe Abzahl Begüns­tigte Erstat­tung pro Person (Ø)
Allianz 122 Mio. Euro keine Angabe keine Angabe
Continentale 126 Mio. Euro 180.000 keine Angabe
Debeka 273 Mio.Euro 400.000 bis zu sechs Monats­beiträge
Signal Iduna 130 Mio. Euro 167.000 780 Euro
DKV 154 Mio. Euro keine Angabe keine Angabe
Gothaer 27 Mio. Euro 56.000 keine Angabe
Hallesche 71 Mio.Euro 100.000 bis zu drei Monats­beiträge
uniVersa 24 Mio. Euro keine Angabe bis zu vier Monats­beiträge
SDK 62 Mio. Euro 46.000 bis zu drei Monats­beiträge
Barmenia offen
Vorjahr: 62 Mio. Euro
83.000 745 Euro
LKH offen
Vorjahr: 65 Mio. Euro
58.000 keine Angabe
Nürnberger offen
Vorjahr: 7 Mio. Euro
14.000 448 Euro
Inter offen
Vorjahr: 35 Mio.Euro
43.000 820 Euro

Tipp: Allein aufgrund der Beitragsrückerstattung sollten sich Interessierte nicht für eine bestimmte private Krankenversicherung entscheiden. Wichtig ist, dass der Versicherer einen Mix aus einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis und stabilen Beiträgen bietet.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur privaten Krankenversicherung.