0800 300 3009

Kostenlose Service-Hotline

 
finanzen.de Nachrichten immer gut informiert

Versicherungspflichtgrenze 2020: Zugang zur PKV ab über 62.000 Euro

2020 bekommen vor allem Gutverdiener die positive Lohnentwicklung aus dem letzten Jahr zu spüren. So hat das Arbeitsministerium neue Beitragsbemessungsgrenzen zur Sozialversicherung empfohlen. Dadurch erhöhen sich auch die Sozialabgaben. Zudem soll die Versicherungspflichtgrenze für die private Krankenversicherung (PKV) steigen.
Versicherungspflichtgrenze 2020: PKV-Zugang ab 62.550 Euro im Jahr
Versicherungspflichtgrenze steigt 2020 weiter
  • Das Bundesarbeitsministerium hat neue Beitragsbemessungsgrenzen dür die Sozialversicherung für 2020 vorgeschlagen.
     
  • Damit müssen Gutverdiener künftig tiefer in die Tasche greifen, wenn das Bundeskabinett dem Referentenentwurf zustimmt.
     
  • Für einen Wechsel in die private Krankenversicherung ist zudem bald ein Jahreseinkommen von über 62.000 Euro notwendig.

2020 dürften sowohl die Versicherungspflichtgrenze für die private Krankenversicherung als auch die Beitragsbemessungsgrenze wie in den Vorjahren steigen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat in einem Referentenentwurf neue Obergrenzen festgesetzt. So müssen Arbeitnehmer künftig mehr als 62.550 Euro brutto im Jahr verdienen, um sich privat krankenversichern zu können.

Grundlage für die Anpassung ist die positive Lohnentwicklung aus dem Vorjahr. So sind die Bruttogehälter 2018 bundesweit um mehr als drei Prozent angestiegen. Folglich erhöhen sich auch die Einkommensgrenzen für den Zugang zur PKV sowie für die Berechnung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung. Stimmt das Bundeskabinett dem Vorschlag des Arbeitsministeriums zu, kommen auf Gutverdiener außerdem höhere Sozialabgaben zu.

Versicherungspflichtgrenze 2020: Welches Gehalt ist für PKV-Zugang notwendig?

Damit sich Arbeitnehmer privat krankenversichern können, müssen sie sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht für die Kranken- und Pflegeversicherung befreien lassen. Anders als bei Beamten oder Selbstständigen ist für Angestellte hierfür ein bestimmtes Mindesteinkommen notwendig, die sogenannte Versicherungspflichtgrenze oder Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG). 2020 wird diese bei 62.550 Euro brutto im Jahr liegen.

Das bedeutet, Arbeitnehmer müssen für den Zugang zur PKV und um dort auch versichert zu bleiben, mindestens 5.212,50 Euro monatlich verdienen. Im Vergleich zur JAEG 2019 ist dies ein Anstieg von 150 Euro im Monat. Liegt das Einkommen unterhalb dieser Summe, haben Beschäftigte keinen Anspruch auf den privaten Gesundheitsschutz. Darüber hinaus müssen Privatpatienten in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren, wenn sie im kommenden Jahr unter die Versicherungspflichtgrenze fallen.

Tipp: Die PKV bietet Versicherten nicht nur umfangreichere Leistungen als die gesetzlichen Krankenkassen, sondern auch die Möglichkeit, sich den Schutz individuell zusammenzustellen. Mit einem persönlichen Angebot finden Interessierte einen PKV-Tarif, der ganz auf ihre Wünsche zugeschnitten ist.

Unser Service für Sie

Sie suchen einen professionellen Rat zu Vorsorge und Versicherungen?

Höhere Sozialabgaben für Gutverdiener: Beitragsbemessungsgrenzen steigen 2020

Nicht nur die Versicherungspflichtgrenze steigt 2020, sondern auch die Sozialabgaben für gesetzlich versicherte Gutverdiener. Denn zum Jahreswechsel erhöhen sich die Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherung. Demnach wird für die Beitragsberechnung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung künftig ein monatliches Bruttoeinkommen von maximal 4.687,50 Euro (56.250 Euro im Jahr) herangezogen. 2019 waren es pro Monat 150 Euro weniger.

Darüber hinaus erhöhen sich 2020 die Bemessungsgrenzen der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die neuen monatlichen Obergrenzen:

Region

Allgemeine Rentenversicherung

Vergleich zu 2019 Knappschaftliche Rentenversicherung Vergleich zu 2019
West 6.900 Euro + 200 Euro 8.450 Euro + 250 Euro
Ost 6.450 Euro + 300 Euro 7.900 Euro + 300 Euro

Durch die Anpassungen müssen Personen mit einem hohen Gehalt somit auf einen größeren Teil ihres Einkommens Sozialbeiträge leisten.