3 gute Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung sind vor allem für Menschen wichtig, die aus den verschiedensten Gründen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können. Beispiele dafür sind Vorerkrankungen oder zu teure Policen. Doch die finanzielle Absicherung für den Fall des verfrühten Ausscheidens aus dem Beruf ist unverzichtbar.

Wieso sind Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung nötig? In den aktuellsten Berufsunfähigkeitsversicherung Tests werden die BU-Versicherer häufig positiv bewertet – Spielraum für Verbesserungen findet sich oftmals nur noch beim Preis. Grundsätzlich stellt die Berufsunfähigkeitsversicherung einen wichtigen Schutz bei Berufsunfähigkeit und dem daraus resultierenden finanziellen Risiko dar. Schon jeder vierte Berufstätige scheidet heute verfrüht aus dem Arbeitsleben aus. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird ihm eine monatliche Rente ausgezahlt, wenn er seinen letzten Beruf zu mindestens 50 Prozent und länger als sechs Monate nicht mehr ausüben kann.

Günstigere Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Jedoch können längst nicht all diejenigen, für die eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll wäre, auch eine solche abschließen. Häufig ist sie für Berufstätige in Risikogruppen – etwa Dachdecker oder Krankenpfleger– viel zu teuer, da sie mehrere hundert Euro im Monat kosten kann. Mittlerweile wird das Angebot an Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung jedoch immer breiter – in der Regel umfasst der angebotene Versicherungsschutz dann zwar weniger Leistungen, ist aber auch um einiges günstiger. Gute und günstigere Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung stellen eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, eine Unfallversicherung oder eine Dread Disease Versicherung dar. Stiftung Warentest rätjedoch dazu, zunächst eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abzu­schließen.

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Erwerbsunfähigkeitsversicherung: 1. Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist günstiger als die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Gesundheitsfragen sind weniger umfangreich. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung springt allerdings auch viel seltener ein. Wer seinem zuletzt ausgeübten Beruf zwar zu 50 Prozent nicht mehr nachgehen kann, jedoch eine andere Erwerbstätigkeit ergreifen könnte, der ist noch nicht erwerbsunfähig und erhält daher keine Leistungen. Nur wer gar nicht mehr arbeiten kann, würde auch von der Erwerbsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente erhalten.

2. Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Die Unfallversicherung

Ein Unfall kann eine dauerhafte Invalidität oder Behinderung zur Folge haben. Wer sich beispielsweise in seiner Freizeit verletzt, ist nicht einmal durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert und erhält ohne eine private Unfallversicherung keine finanzielle Unterstützung. Gerade bei dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen fallen jedoch zum Beispiel Kosten für den Umbau des Hauses an. Außerdem muss nach einem Unfall mit Lohneinbußen gerechnet werden. Je nach den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Unfallversicherer kann ein Invalide auch eine monatliche Rente erhalten. Die Unfallversicherung zahlt jedoch nur bei einem Unfall, während die Berufsunfähigkeitsversicherung in Abhängigkeit von der Arbeitskraft einspringt. Genauso wie die Erwerbsunfähigkeitsversicherung stellt auch die Unfallversicherung eine günstigere Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung dar.

Dread Disease Versicherung: 3. Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Dread Disease Versicherung ist eine noch nicht allzu weit verbreitete Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Bislang haben nur wenige Anbieter eine Dread Disease Versicherung im Portfolio. Die Versicherung, die auf deutsch als „schwere Krankheiten Versicherung“ bezeichnet wird, bietet ihre Leistungen für bis zu 60 solcher schwerwiegenden Krankheiten an: Wer einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleidet, an Multipler Sklerose oder Krebs erkrankt, erhält von einer Dread Disease Versicherung eine Einmalzahlung. Dabei ist es unerheblich, ob der Betroffene zuvor im Berufsleben stand oder nicht. Auch ob er seinen zuletzt ausgeübten Beruf wieder aufnehmen kann oder umschulen muss, spielt keine Rolle.

Ein Nachteil dieser Versicherung ist jedoch: Psychische Krankheiten, Gelenk- und Rückenbeschwerden sind nicht mitversichert. Wer wegen einer Depression aus seinem Beruf ausscheidet, erhält keine Leistung.