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2012

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Sechs von zehn Frauen erhalten in Deutschland eine monatliche Rente, die unter dem Niveau der Grundsicherung von 686 Euro liegt. Fast ein Viertel der Rentnerinnen beziehen nicht einmal 250 Euro im Monat. Das ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der Linksfraktion zum Thema Altersvorsorge für Frauen.
Auf dem heute in Hannover beginnenden 25. Parteitag der CDU wird nicht nur die steuerliche Gleichstellung der Homo-Ehe ein heiß diskutiertes Thema sein. Umstritten ist zudem die Forderung der Frauen-Union, Müttern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, höhere Renten zu zahlen. Ein weiteres heikles Thema stellt der Mindestlohn dar.
Zur Lebensleistungsrente, die die Minirente von langjährigen Geringverdienern aufstocken soll, ist noch wenig bekannt. Fakt ist zumindest, dass das Einkommen des Partners bei der Berechnung berücksichtigt werden soll. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt, dass die Rentenversicherung so „zum zweiten Sozialamt“ wird.
Bei dem gestrigen Koalitionsausschuss wurde über viele Themen beraten. Neben der geplanten Abschaffung der Praxisgebühr ab 2013 und der Einigung zum Betreuungsgeld, stand auch das Thema Rente auf der Agenda. Doch die eigentlich geplante Zuschussrente wurde dabei nicht durchgesetzt.
Eine aktuelle Focus-Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen eher die Absenkung des Rentenniveaus akzeptiert als eine Erhöhung der Rentenbeiträge. Etwa jeder Fünfte ist dafür, die Rente privat aufzustocken. Schon letzte Woche wurde bekannt, dass Deutsche immer weniger Geld in die Altersvorsorge stecken.
Im Kampf um die Einführung der sogenannten Zuschussrente präsentiert CDU-Arbeitsministerin Ursula von der Leyen alarmierende Zahlen: So wird laut Auskunft des Ministeriums etwa jeder dritte Arbeitnehmer eine Rente erhalten, die unter dem Grundsicherungsbetrag von 688 Euro liegt.
Seit diesem Jahr wird die Regelaltersgrenze für die Altersrente schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Dies soll langfristig die Rentenkassen entlasten, denn durch den demografischen Wandel gibt es immer mehr ältere Menschen, die Anspruch auf Leistungen haben, während weniger junge Menschen in die Rentenkasse einzahlen. Die IG Metall kritisiert jedoch das höhere Einstiegsalter.
Erst vor kurzem hat die Regierung mit ihren Plänen eine Altersvorsorgepflicht für Selbständige in Angriff zu nehmen bei den Betroffenen für teilweise großen Unmut gesorgt. Nun zeigt sich: Es sind noch weitere Schritte notwendig um das Rentensystem weiterhin am Leben zu erhalten.
Aktualisiert am 22.03.12 - Etwa 6,4 Millionen Deutsche zahlen in die sogenannte Pensionskasse ein um daraus später ihre Betriebsrente zu beziehen. Etwa eine Millionen Rentner erhalten aktuell schon Zahlungen aus der Kasse. Insgesamt wären von einer Änderung der Pensionsregelung demnach über 7 Millionen Arbeitnehmer und ehemalige Arbeitnehmer betroffen.Grund für die geplanten Änderungen ist laut EU-Kommission vor allem die zukünftige Sicherung der Renten. Auch die betriebliche Altersvorsorge würde von den Änderungen betroffen sein.