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finanzen.de Gesetzliche Krankenversicherung News

2017

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Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Krankenkassen kann 2018 von derzeit 1,1 auf 1,0 Prozent gesenkt werden. Davon gehen zumindest Experten des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundesversicherungsamts aus. Ob gesetzlich Versicherte im kommenden Jahr wirklich geringere Krankenkassenbeiträge zahlen, hängt jedoch von zwei wichtigen Faktoren ab.
Gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch darauf, dass ihnen ihre Krankenkasse zwei Gesundheitskurse pro Jahr bezuschusst. Dabei unterscheiden sich die Leistungen allerdings deutlich. Wie eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt, zahlen die meisten Kassen mindestens 75 Euro pro Kurs. Allerdings sind auch bis zu 600 Euro möglich.
Ob Lehrer, Polizisten oder Ärzte − Während fast 90 Prozent der Deutschen gesetzlich versichert sind, sind viele Beamte Mitglied in der privaten Krankenversicherung (PKV). Denn die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung müssen sie im Gegensatz zur PKV komplett selbst tragen. Hamburg hat nun beschlossen, Beamte künftig bei den Krankenkassenbeiträgen finanziell zu unterstützen.
Die Wechselbereitschaft der gesetzlich Krankenversicherten hat zwar in den letzten vier Jahren abgenommen. Dennoch ist immer noch jeder fünfte Kassenpatient bereit, seine Kasse zu wechseln, vor allem wenn sie teurer wird. Insgesamt sind die Deutschen einer aktuellen Umfrage zufolge zufrieden mit ihrer Krankenkassen. Die treuesten Mitglieder hat die Techniker.
Werden die Krankenkassenbeiträge 2018 steigen? Nein, meint die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands Doris Pfeiffer. Sie erwartet, dass sich der Beitrag, den gesetzlich Versicherte im Schnitt für ihre Krankenkasse zahlen, nicht erhöhen wird. Gleichwohl könnten einige Kassen ihren Beitragssatz anpassen. Derzeit zahlen bereits 30 Prozent der Mitglieder mehr als der Durchschnitt.
Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind die meisten Leistungen festgelegt. Trotzdem müssen viele Kassenpatienten oft um eine Kostenübernahme kämpfen. Denn die Krankenkassen lehnen fast jeden fünften Antrag zunächst ab, wie eine neue Studie zeigt. Wann Patienten mit einer Ablehnung rechnen müssen, hängt sowohl von der Leistung selbst als auch von der Kasse ab.
Die neue Bundesregierung ist noch gar nicht gewählt, schon kommen erste Forderungen auf sie zu. Ein Bündnis aus Ersatzkassen, Betriebs- und Innungskrankenkassen ruft zu einer schnellen Reform des Finanzausgleichs auf. Denn die bisherige Regelung schaffe Wettbewerbsverzerrung anstatt Chancengleichheit bei der Gesundheitsversorgung. Das müsse sich dringend ändern.
Schwerstkranke und sterbende Menschen erhalten Hilfe bei Schmerzen, Atemproblemen, Ängsten und anderen Beschwerden. Neben der ambulanten Palliativversorgung zu Hause, im Pflegeheim und im Hospiz werden Patienten in Krankenhäusern auf speziellen Stationen und durch mobile Palliativdienste in der gesamten Klink unterstützt.
Bei der IKK Südwest, der Innungskrankenkasse für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, steigt der Zusatzbeitrag zum 1. Juli 2017 von 1,2 Prozent auf 1,5 Prozent. Für Arbeitnehmer erhöht sich der Krankenkassenbeitrag somit auf 8,8 Prozent ihres Bruttogehalts. Insgesamt liegt der Beitragssatz der Krankenkasse ab Juli bei 16,1 Prozent.
Die elektronische Gesundheitskarte soll mit einer digitalen Patientenakte und schnell abrufbaren Notfalldaten zu einer besser vernetzten medizinischen Versorgung beitragen. Doch bisher spüren Kassenpatienten davon noch nichts. Nun drohen neue Probleme. Denn es fehlen die notwendigen Lesegeräte. Dies könnte für die Ärzte teuer werden.

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