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2017

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HPV-Impfung soll Mädchen an Schulen erreichen
Die HPV-Impfung senkt das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen bei Frauen beträchtlich. Doch obwohl die Krankenkassen die Kosten für die Vorsorgemaßnahme erstatten, nehmen längst nicht alle Mädchen die Impfung wahr. finanzen.de hat mit Carina Schneider von der Initiative „Ja, ich auch!“ gesprochen, die in einem Projekt die Einführung einer freiwilligen Schulimpfung erprobt.
Vor knapp zwei Wochen ist das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) in Kraft getreten. Dadurch haben mehr Menschen mit Sehschwäche Anspruch auf einen Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse zur Sehhilfe. Doch die neuen Regelungen betreffen nur einen sehr kleinen Personenkreis.
Seit dem 1. April erhalten Krankenhäuser für jeden Patient, der keine dringende Behandlung benötigt, eine sogenannte Abklärungspauschale. Doch die Vergütung ist bei den Kliniken äußerst unbeliebt. Dabei soll sie helfen, überfüllte Notaufnahmen zu leeren. Die Krankenhäuser argumentieren allerdings, dass die Regelung zulasten von Ärzten und Patienten geht.
Für Versicherte kann die Zuzahlung für verschreibungspflichtige Arzneien entfallen, wenn Hersteller die Medikamente mindestens 30 Prozent unter dem Betrag anbieten, den gesetzliche Krankenkassen maximal für die Arzneimittel ausgeben. Doch von diesen zuzahlungsbefreiten Medikamenten gibt es immer weniger. Stattdessen zahlen Kassenpatienten für mehr Präparate selbst.
Der neue Krankenkassenvergleich 2017 des €uro-Magazins zeigt nicht nur, welche Kassen möglichst viele Leistungen zum kleinen Preis bieten. Gesetzlich Krankenversicherte, die zu einer besonders leistungsstarken Krankenkasse wechseln möchten, finden im Test zudem einige empfehlenswerte Anbieter.
Bis 2012 mussten gesetzlich Krankenversicherte pro Quartal eine Praxisgebühr von zehn Euro zahlen, wenn sie zum Arzt gingen. Überflüssige Arztbesuche sollten dadurch vermieden werden. Doch obwohl die Praxisgebühr kaum Erfolg hatte, fordert die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz nun eine neue Gebühr für Versicherte, die sich am Arzthonorar orientiert.
Eine Rundreise durch Asien oder eine Safari in Afrika anstatt Badeurlaub an der Ostsee– immer mehr Urlauber steuern exotische Reiseziele an. Dort lauern jedoch teilweise gefährliche Krankheiten wie Malaria oder Cholera. Viele Reisende möchten sich mit einer Impfung schützen. Doch der kleine Pikser beim Arzt wird schnell teuer. Denn nicht jede Impfung zahlt die Krankenkasse.
Die Kaufmännische Krankenkasse KKH erhöht zum 1. April 2017 ihren Zusatzbeitrag von derzeit 1,2 Prozent auf 1,5 Prozent. Der Beitragssatz für die Kasse steigt somit auf 16,1 Prozent. Damit liegt die KKH auf dem gleichen Niveau wie die DAK-Gesundheit. Nur vier Krankenkassen erheben einen höheren Beitrag für ihre Mitglieder. Auch für Versicherte der Schwenninger Krankenkasse soll es teurer werden.
Frauen ab 35 Jahren, die sich beim Frauenarzt auf Gebärmutterhalskrebs untersuchen lassen, müssen sich auf Änderungen einstellen. Denn künftig zahlt die gesetzliche Krankenkasse die Vorsorgeuntersuchung mit einem Pap-Test nur noch alle drei Jahre. Im Gegenzug übernimmt die Kasse bald die Kosten für einen HPV-Test – ebenfalls alle drei Jahre.
Der Bundestag entscheidet heute über das Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung. Kurz vor der Abstimmung wurde dieses noch entscheidend geändert. Die kurzfristigen Änderungen sorgen nun bei Krankenkassen und Arzneimittelherstellern für Ärger. Auch für Versicherte dürften sie Folgen haben.

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