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finanzen.de Gesetzliche Krankenversicherung News

2016

finanzen.de Nachrichten
Zuzahlungen gehören für gesetzlich Krankenversicherte zum Alltag. Ob bei Medikamenten, Hilfsmitteln oder Krankenhausaufenthalt: Überall zahlen sie einen Teil der Kosten aus der eigenen Tasche. Damit sie jedoch nicht finanziell überfordert werden, können sie eine Zuzahlungsbefreiung beantragen. Wichtig dafür ist die Höhe des Familien-Einkommens.
Jetzt entscheiden viele gesetzliche Krankenkassen über ihren Beitragssatz 2017. Bei einem Großteil von ihnen zeichnet sich ab, dass der Zusatzbeitrag stabil bleibt. Während sich die drei größten Kassen erst in der kommenden Woche endgültig festlegen, steht der Krankenkassenbeitrag nun unter anderem bei Audi BKK, Bosch BKK und drei AOKs fest.
Norbert Panitz ist ehemaliger Qualitätssicherungsbeauftragter der Krankenkassen Berlin. Im Gespräch mit finanzen.de erklärt er, was sich hinsichtlich der sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) ändern muss. Denn nicht nur Kassenpatienten sind verunsichert, wann eine IGeL tatsächlich empfehlenswert ist. Auch Ärzte fühlen sich zuweilen überfordert.
Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) müssen sich 2017 voraussichtlich auf keine Veränderungen einstellen. Denn laut TK-Chef Jens Baas könnte Deutschlands größte Kasse ihren Zusatzbeitrag unverändert bei 1.0 Prozent belassen. Langfristig rechnet Baas jedoch damit, dass der durchschnittliche Beitragssatz steigen wird.
Welches die beste Krankenkasse ist, zeigt ein aktueller Test des DFSI. Dafür wurden 29 Kassen auf ihre Leistungen und ihren Service überprüft. Drei Krankenkassen überzeugen am Ende. Doch ob sich ein Wechsel zu ihnen lohnt, hängt am Ende stets von den individuellen Anforderungen an die Krankenversicherung ab.
Die hkk Krankenkasse will auch 2017 günstig bleiben. So können Versicherte weiter den Beitragsvorteil genießen, wenn sie von einer Kasse mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag zu ihr wechseln. Abhängig von der Höhe des Einkommens können Kassenpatienten so bis zu 260 Euro im Jahr sparen. Schon 2016 ist die hkk die günstigste, bundesweit geöffnete Krankenkasse.
Seit dem 1. Oktober 2016 ist ein effektiverer Test zur Darmkrebsvorsorge Teil der Regelversorgung für gesetzlich Versicherte. Allerdings gibt es Abrechnungsprobleme für die Ärzte. Wir haben mit Prof. Dr. Jürgen F. Riemann von der Stiftung LebensBlicke über die Vorteile der neuen Untersuchung gesprochen und erfahren, was bei der Darmkrebsvorsorge noch passieren muss.
Der Barmer GEK Zusatzbeitrag bleibt 2017 voraussichtlich stabil. Damit folgt die zweitgrößte gesetzliche Krankenkasse dem Beispiel der AOK Sachsen-Anhalt. Doch auch wenn sich Barmer GEK-Versicherte darüber freuen können, dass sich ihre Krankenkasse im nächsten Jahr nicht verteuert, können sie sich bei anderen Kassen günstiger versichern.
Der durchschnittliche Krankenkassen Zusatzbeitrag steigt 2017 zwar nicht weiter an, sondern bleibt bei 1,1 Prozent. Dennoch können die Beiträge bei den Kassen steigen, da sie nicht an die Vorgaben aus dem Gesundheitsministerium gebunden sind. Auch in der privaten Krankenversicherung wird es teurer.
Ob Raucherentwöhnung, Fitnesskurs oder Vorsorge – gesundheitsbewusste gesetzlich Versicherte bekommen von den deutschen Kassen viele Prämien. Welche ihre Mitglieder am meisten belohnt, zeigt ein aktueller Krankenkasse Bonusprogramm Vergleich. Wer von seinem gesunden Lebensstil bestmöglich profitieren will, sollte jedoch mehr als nur die Prämienhöhe beachten.

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