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finanzen.de Gesetzliche Krankenversicherung News

2017

finanzen.de Nachrichten
In der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Beiträge zum Jahresanfang bei einigen Kassen gestiegen. Rentner trifft die Erhöhung erst jetzt, denn für sie gilt eine Sonderregelung. Auch sie müssen nun tiefer in die Tasche greifen, wenn ihre Kasse den Zusatzbeitrag angehoben hat. Höhere Kosten können sie allerdings mit einem Wechsel vermeiden.
Um das Finanzpolster der gesetzlichen Krankenversicherung herrscht aktuell Verwirrung. Denn einem Bericht zufolge sind die Rücklagen der Krankenkassen 2016 um 1,4 Milliarden Euro angestiegen. Der GKV-Spitzenverband geht hingegen von anderen Zahlen aus. Je nachdem, wie gut es um die Kassen bestellt ist, müssen Versicherte gegebenenfalls mit steigenden Beiträgen rechnen.
Mit dem neuen Jahr ändern sich die Krankenkassenbeiträge für einige Versicherte. 2017 wird etwa jede vierte Krankenkasse teurer. Eine Erhöhung des Zusatzbeitrags haben unter anderem AOK Plus, IKK Brandenburg und Berlin, Salus BKK, BKK Deutsche Bank, BKK ProVita sowie Continentale BKK, Daimler BKK und Die Bergische durchgeführt.
Was für viele Menschen noch nach Zukunftsmusik klingt, ist für manche Ärzte schon heute medizinischer Alltag: Videosprechstunden. Dabei gibt es gesetzliche Hürden, die den Onlinekontakt zwischen Arzt und Patienten derzeit noch erschweren. Im Gespräch mit finanzen.de erklärt Dr. Felix Schirmann vom Online-Sprechstunden-Portal Patientus, dass sich das nach und nach ändern wird.
Seit fünf Jahren leistet der IGeL-Monitor wichtige Aufklärungsarbeit hinsichtlich Individueller Gesundheitsleistungen. Seitdem hat sich zwar manches verbessert. Aber längst nicht alles ist gut. So ist nur jeder vierte Patient mit den Informationen zu Nebenwirkungen bei einer zusätzlichen Gesundheitsleistung zufrieden. Im Hinblick auf die eher negative IGeL-Bilanz ist dies fatal.
Der Bundestag hat das Heil- und Hilfsmittelgesetz beschlossen. Das dürfte unter anderem Brillenträger freuen. Denn weitaus mehr von ihnen wird die Brille von der Krankenkasse erstattet. Doch das Gesetz sieht noch viele weitere Neuregelungen vor. Zudem hat die Bundesregierung Änderungen beschlossen, die nicht direkt etwas mit Heil- und Hilfsmittel zu tun haben.
Bei einer längeren Krankschreibung erhalten gesetzliche Versicherte in Deutschland nach sechs Wochen von ihrer Krankenkasse das sogenannte Krankengeld. Doch in einigen Fällen wird die Leistung trotz bestehender Krankheit nicht weiter gezahlt. Für Menschen, die inzwischen arbeitslos sind, bedeutet das unter Umständen den finanziellen Ruin. Die Politik unternimmt dagegen wenig.
Immer mehr Selbstständige können sich die Krankenversicherung nicht leisten. Denn bei vielen von ihnen sind das Einkommen zu gering und die Kosten zu hoch, um diese allein zu stemmen. So summieren sich die Beitragsschulden bei den Krankenkassen inzwischen auf Milliardenhöhe. Die Bundesländer Thüringen, Berlin und Brandenburg fordern nun mehr Entlastung für Kleinunternehmer.
Ob Zahnersatz, Homöopathie oder Vorsorgeuntersuchungen – welche Krankenkasse für Versicherte die besten Leistungen hat, entscheidet sich vor allem danach, was ihnen wichtig ist. Ein neuer Test überprüft darum, wo Kassenpatienten am meisten geboten bekommen. Dabei bedeutet ein umfangreiches Angebot nicht gleich einen höheren Preis.
Im Ruhestand können nur Personen Pflichtmitglied in der Krankenversicherung für Rentner (KVdR) werden, die in der zweiten Hälfte ihres Arbeitslebens mindestens zu 90 Prozent gesetzlich krankenversichert gewesen sind. Wer diese Voraussetzung nicht erfüllt, muss sich teuer freiwillig versichern. Doch die Regierung plant nun Verbesserungen.

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