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2014

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Wenn eine Hebamme die Geburt eines Kindes begleiten soll, muss dieses noch heute gezeugt werden. Dazu ruft der Elternprotest Hebammenunterstützung auf. Mit der ungewöhnlichen Aktion wird auf das drohende Aus der Hebammen hingewiesen. Denn viele von ihnen verlieren ab dem Juli 2015 die gesetzlich vorgeschriebene Versicherung. Doch der Gesundheitsminister gibt neue Hoffnung.
Mittlerweile ist der sogenannte Shitstorm den meisten Deutschen ein Begriff: Eine Protestwelle im Internet, die manchmal schon durch eine Kleinigkeit ausgelöst wird. Gerade für Unternehmen kann ein solcher Shitstorm auch einen dauerhaften Imageschaden bedeuten. Die ersten Versicherer reagieren nun und entwickeln Versicherungen gegen Shitstorm und die damit verbundenen Kosten.
Zum 1. Juli 2014 sind die Versicherungsbeiträge für Hebammen gestiegen. Mehr als 5.000 Euro müssen sie nun zahlen. Doch obwohl bereits neue Regelungen in Kraft getreten sind, die Hebammen mit wenigen Geburten finanziell unterstützen sollen, bleibt die Hilfe bisher aus. Für Hebammen wie für werdende Mütter geht die Zitterpartie um die Existenz der Geburtshelfer weiter.
Die Managerhaftpflicht von Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff übernimmt 3,4 Millionen Euro an Schadenersatzansprüchen von seinem früheren Unternehmen. Damit entgeht der Manager der Zwangsvollstreckung und einem Haftbefehl. Die Managerhaftpflicht ist in großen Unternehmen inzwischen weit verbreitet. Schließlich schützt sie bei Fehlern der Geschäftsführung.
Die am gestrigen Donnerstag vom Bundestag beschlossenen Hilfen für Hebammen treten bereits heute in Kraft. Schon lange ist die Zukunft der Hebammen ungewiss, da sie die Kosten für die Haftpflichtversicherung kaum noch tragen können. Ab heute gibt es befristete Zuschläge, ab Juli 2015 sollen die Krankenkassen die Hebammen mit einem Sicherstellungszuschlag unterstützen.
Heute wird der internationale Hebammentag begangen. Doch in Deutschland ist die Situation für freiberufliche Hebammen weiterhin angespannt. Findet sich bis zum Juli 2015 keine Lösung, fällt die Berufshaftpflichtversicherung für die Geburtshelferinnen weg. Nun stimmen auch immer mehr Eltern in die Proteste mit ein.
Kurz vor dem Internationalen Hebammentag macht Gesundheitsminister Gröhe einen neuen Vorschlag zum Thema Berufshaftpflicht. Demnach sollen die Haftungsansprüche der gesetzlichen Versicherungsträger begrenzt werden, um eine weitere Steigerung der Prämien für freiberufliche Hebammen zu stoppen. Doch das ist nur Teil des Problems.
Im Konflikt um die Hebammen-Versicherung deutet sich eine Lösung an. Auf Drängen der Bundesregierung erklären sich nun einige Versicherer bereit für ein weiteres Jahr – bis Mitte 2016 – eine Haftpflichtversicherung für freiberufliche Hebammen anzubieten. Dennoch ist das Grundproblem noch nicht behoben.
Lange Zeit hat sich die Debeka auf Versicherungen für private Haushalte konzentriert. Bisher kooperierte der Versicherer im Bereich Gewerbeversicherung daher mit der Gothaer. Das ändert sich nun. Mit den Produkten Firmenschutz und Vermieterschutz führt die Debeka eigene Gewerbeversicherungen ein.
Ab Sommer 2015 gibt es keine ausreichende Haftpflichtversicherung für Hebammen mehr in Deutschland. Ohne die Versicherung dürfen Geburtshelferinnen ihrer Arbeit freiberuflich nicht mehr nachgehen. Findet sich kein neuer Versicherer, wird die Versorgung mit Geburtshilfe in vielen Teilen der Republik zusammenbrechen.

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