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2018

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Pflegebedürftigkeit kommt früher oder später auf jeden Menschen zu. Bei der Wahl zwischen der Pflege zu Hause oder der Pflege im Heim entscheiden sich die meisten dann für die Betreuung in den eigenen vier Wänden. Damit die Kosten für die Betreuung weder für Pflegebedürftige noch für Angehörige zur Last werden, ist es wichtig, sich früh mit künftigen Pflegeausgaben zu beschäftigen.
13.000 neue Pflegestellen, eine bessere Bezahlung und eine sinnvollere Ausbildung – mit diesen Maßnahmen will Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Pflegenotstand bekämpfen. Doch die Vorhaben reichen Kritikern nicht aus. Zudem könnten sie zulasten der Beitragszahler gehen. In der aktuellen „hart aber fair“-Sendung diskutierten Pflegeexperten Spahns Pläne.
Mit einem Sofortprogramm will Gesundheitsminister Spahn zeigen, dass die Politik verstanden hat, wie hoch die Belastung für Pflegekräfte ist. Ab 2019 werden daher 13.000 neue Pflegestellen geschaffen. Auch mit anderen Maßnahmen will der Minister „spürbare Verbesserungen im Alltag der Pflegekräfte“ erreichen. Dazu sind jedoch deutlich mehr Stellen notwendig, sagen Kritiker.
Nehmen sich Angehörige für die Pflege eines Familienmitglieds eine vollständige oder teilweise Auszeit vom Job, haben Sie Anspruch auf ein zinsloses Darlehen. Dieses soll Einkommensverluste abfedern. Doch Experten bemängeln schon lange, dass das Pflegedarlehen unattraktiv ist. Von den eingeplanten 8,1 Millionen Euro haben Betroffene 2017 nicht einmal ein Zehntel abgerufen.
Medizinischer Fortschritt, gesündere Lebensweise, bessere Hygiene – die Gründe, warum die Lebenserwartung in Deutschland steigt, sind vielfältig. Je älter Menschen werden, desto wahrscheinlicher sind sie im Alter auf Pflege angewiesen. Da die Pflegekosten nur teils von der gesetzlichen Pflegekasse erstattet werden, kommt im Pflegefall oft die Frage auf, wer für den Rest zahlt?
Union und SPD stecken mitten in den Verhandlungen für eine erneute Große Koalition (GroKo). Dabei kämpfen sie in einigen Bereichen mit unterschiedlichen Vorstellungen. Bei der Pflege konnten sie sich jedoch auf ein gemeinsames Konzept einigen. Dieses sieht vor allem für Pflegekräfte wichtige Verbesserungen vor. Die Änderungen bekommen bereits Gegenwind.
Bundesweit gibt es derzeit etwa 3,5 Millionen Verträge für eine private Pflegeversicherung. Das sind 60 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Doch die Zahl der Vorsorgenden wird Experten zufolge noch weiter steigen. Denn die gesetzlichen Pflegeleistungen reichen ohne private Vorsorge meist nicht aus. In der Pflege sind daher weiterhin Verbesserungen nötig, auch beim Pflegepersonal.