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2013

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Dem aktuellen Barmer GEK Pflegereport 2013 zufolge ist nicht nur die Zahl der Pflegebedürftigen so hoch wie nie. Auch der Eigenanteil an den Pflegekosten ist weiter gestiegen. Allein deswegen ist eine private Vorsorge wichtig. Pflege-Expertin Margit Winkler erklärt in einem Gastbeitrag auf finanzen.de, warum die Vorsorge noch notwendig ist.
Laut dem neuesten Pflegereport der Barmer GEK müssen Pflegebedürftige einen immer größeren Anteil ihrer Pflegekosten selbst tragen. So haben Betroffene im Pflegeheim mit Pflegestufe III im Jahr 2011 mehr als 1.800 Euro aus eigener Tasche gezahlt. Insgesamt belaufen sich die Pflegekosten bei Frauen auf 45.000 Euro, bei Männern auf 21.000 Euro.
Die private Pflegeversicherung ist spätestens seit dem Wahlkampf ein viel diskutiertes Thema. Doch die Deutschen sind nicht bereit, viel Geld für ihre Pflegevorsorge auszugeben. Laut einer neuen Umfrage würde jeder dritte erwachsene Bundesbürger höchstens 20 Euro pro Monat in eine Pflegezusatzversicherung investieren.
Immer mehr Menschen droht der Pflege-Schock. Denn wer im Alter oder nach einem Unfall auf fremde Hilfe angewiesen ist, muss einen großen Teil der Pflegekosten aus der eigenen Tasche bezahlen. Die staatliche Pflegeversicherung übernimmt nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten. Doch die Deutschen unterschätzen dieses Risiko. Nur wenige sichern sich finanziell ab.
Sollte die Pflege reformiert werden, muss vor allem ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff her. In der Vergangenheit gab es zwar einige Vorschläge, doch politische Entschlüsse blieben aus. In einem Gastbeitrag auf finanzen.de erklärt Pflegerecht-Experte Thomas Schalski, was sich bisher getan hat.
Auch wenn der Pflege-Bahr als Erfolg gefeiert wird: Die Kritik an der geförderten Pflegeversicherung lässt nicht nach. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass sich der Abschluss für unter 50-Jährige nicht lohnt. Im schlimmsten Fall zahlen Versicherte sogar mehr ein, als sie an Leistungen im Pflegefall erhalten. Der Pflege-Bahr wird so zum „Draufzahlgeschäft“.
In einem neuen Pflegeversicherung Test glänzen Signal Iduna, Deutscher Ring und UKV mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Service-Testsieger wurden dagegen Barmenia, Ergo Direkt und Envivas. Doch welche Pflegeversicherung bietet nun den besten Mix aus Preis, Leistung und Service?
Der Pflege-Bahr wird immer häufiger abgeschlossen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten werden elf Monate nach Einführung zirka 1.600 neue Verträge pro Arbeitstag abgeschlossen. Verbraucherschützer empfehlen jedoch die nicht geförderte Pflegeversicherung. In den aktuellen Koalitionsverhandlungen könnte derweil über die Abschaffung des Pflege-Bahrs diskutiert werden.
Wie es mit der Pflegeversicherung im nächsten Jahr weitergeht, wird aktuell in den Koalitionsverhandlungen von SPD und Union diskutiert. Aus Sicht des PKV-Verbandes ist eine Beitragsanhebung in der gesetzlichen Pflegeversicherung der falsche Weg. Vielmehr sollte der Gesetzgeber weiterhin auf die geförderte private Pflegevorsorge setzen.
Der Sozialverband Deutschland hat sich in einer heutigen Pressekonferenz für eine Pflege-Bürgerversicherung ausgesprochen. Zudem fordert der Verband, dass die Lücke zwischen den anfallenden und den von der Pflegekasse übernommenen Kosten verringert wird. Nur so kann das Armutsrisiko Pflegebedürftiger gesenkt werden.

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