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2007

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20 Prozent mehr Blechschäden als in der übrigen Zeit des Jahres passieren im Winter auf deutschen Straßen. Wenn man einen Unfall nicht selbst verschuldet hat, ist es nicht immer einfach, den Gegner haftbar zu machen – etwa, wenn der sich nach einem Schaden einfach nicht rührt. Falls nicht gerade Fahrerflucht vorliegt, hilft hier auch die Polizei meist nicht weiter. Aus diesem Grund gibt es den „Zentralruf der Autoversicherer“.

Eine Reiserücktrittsversicherung braucht die Stornokosten nicht zu zahlen, wenn der Versicherte eine Reise aus Angst vor exotischen Krankheiten absagt – das zeigt eine Entscheidung des Amtsgerichts München (AZ 262 C 20636/06). Der Kläger hatte für seine Frau und sich einen Urlaub in Mauritius gebucht. Im Reisebüro schloss er auch eine Reiserücktrittsversicherung ab. Erst nach der Buchung erfuhr das Ehepaar, dass sie sich auf Mauritius mit dem Chikungunya-Virus infizieren können.

Manche Reisen führen in Regionen, in denen nicht an jeder Ecke ein Geldautomat steht. Wenn Sie weltweit unterwegs sind, wissen Sie ohnehin, dass selbst in Großstädten nicht jeder Automat die EC-Karte der deutschen Heimatbank akzeptiert. Zudem sind die Auslandsgebühren für Deutsche besonders hoch: Bis 6 Euro je Abhebung zahlen deutsche Bank- und Sparkassenkunden selbst innerhalb der Europäischen Union, wenn sie ausländische Geldautomaten nutzen. Eine Alternative ist nach wie vor der Traveller- oder auch Reisescheck.

Kinder sind oft leichtsinnig. Schwere Unfälle können die Folge sein. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur, wenn der Unfall während der Schule oder auf dem Schulweg geschieht. Versicherungsschutz auch bei Freizeitunfällen bietet nur eine private Unfallversicherung – bei Kindern sind Spiel- und Verkehrsunfälle am häufigsten. Sinnvoll ist eine Versicherungssumme von mindestens 50.000 Euro.

Wer auf dem Weg zur Arbeit einen Umweg fährt, um billiger zu tanken, ist auf diesem Umweg nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt – das zeigt eine Entscheidung des Landessozialgerichts Saarbrücken vom 20.09.2006 (Az. L 2 U 130/04). Der Kläger und seine Lebenspartnerin waren beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt. Man bildete eine Fahrgemeinschaft, die Frau nahm ihren Freund regelmäßig mit zur Arbeit. Einmal die Woche machte sie auf dem Weg zur Arbeit einen Umweg zu einer entfernter gelegenen, dafür besonders günstigen Tankstelle. Auf diesem Umweg kam es zu einem Unfall.

Wenn das Tageslicht dämmrig wird kommt es verstärkt zu Unfällen - nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch bei Freizeitsportlern wie Radlern, Skatern oder Nordic Walkern. Gerade junge und aktive Menschen sind besonders häufig betroffen. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt allerdings nur, wenn man während der Arbeit oder Schule oder auf dem Weg dorthin verunglückt. Beruflich Selbstständige und Hausfrauen oder –männer sind gar nicht gesetzlich unfallversichert. Mehr als 60 Prozent aller Unfälle passieren ohnehin in der Freizeit oder während der Hausarbeit.

Bei einer Scheidung gibt es häufig Streit um die Kinder. Grundsätzlich sieht das Gesetz nach der Trennung der Eltern ein gemeinsames Sorgerecht vor, denn mit Blick auf die Entwicklung der Kinder sollen beide Elternteile weiter regen Kontakt pflegen. Will ein Elternteil das alleinige Sorgerecht, kann er das nur durch Gerichtsbeschluss durchsetzen. Das Familiengericht wird sich daran orientieren, mit welcher Lösung dem Kind am besten gedient ist. Vater oder Mutter das Sorgerecht ganz zu entziehen, ist der Ausnahmefall.

Termine in der Arztpraxis kann man sich oft nicht aussuchen. Was tun, wenn ein Arzttermin in die Arbeitszeit fällt? Normalerweise muss man als Arbeitnehmer seine privaten Termine so planen, dass die Arbeitszeit nicht berührt wird – dazu gehören auch Arztbesuche. Es gibt jedoch Ausnahmen.

Leserfrage: Jahrelang ist man im Rechtsschutz, zahlt die Beiträge pünktlich und fühlt sich für den Ernstfall gut gewappnet. Als man die Rechtsschutzversicherung tatsächlich in Anspruch nehmen muss, erstattet der Versicherer zwar die Kosten, kündigt anschließend aber den Vertrag. Man versucht, Rechtsschutz bei einem anderen Anbieter zu bekommen. Der lehnt jedoch ab, weil man beim alten Versicherer bereits einen oder mehrere Rechtsschutzfälle hatte.