Barmer GEK: Zusatzbeitrag bleibt 2017 wohl stabil

Der Barmer GEK Zusatzbeitrag bleibt 2017 voraussichtlich stabil. Damit folgt die zweitgrößte gesetzliche Krankenkasse dem Beispiel der AOK Sachsen-Anhalt. Doch auch wenn sich Barmer GEK-Versicherte darüber freuen können, dass sich ihre Krankenkasse im nächsten Jahr nicht verteuert, können sie sich bei anderen Kassen günstiger versichern.

Die Barmer GEK kann ihren Zusatzbeitrag 2017 aller Voraussicht nach auf dem bisherigen Niveau halten. Er beträgt auch nach dem Jahreswechsel 1,1 Prozent, woraus sich ein Gesamtbeitrag von 15,7 Prozent ergibt. Für Arbeitnehmer in der Barmer GEK bedeutet dies, dass weiterhin 8,4 Prozent ihres Bruttoeinkommens an die Krankenkasse abgeführt werden. Das entspricht dem durchschnittlichen Beitragssatz, wie ihn das Bundesgesundheitsministerium für das nächste Jahr vorgesehen hat. Die Barmer GEK betont in ihrer Pressemitteilung, dass der stabile Beitragssatz auf eine positive Finanzentwicklung und „ein sehr stabiles Finanzpolster“ zurückzuführen ist.

Fusion mit Deutsche BKK: Auch hier ändert sich am Zusatzbeitrag 2017 nichts

Nicht nur Barmer GEK-Versicherte dürften sich über diese Nachricht freuen. Da die Deutsche BKK zum Jahreswechsel mit der Kasse zur Barmer fusionieren wird, gilt für Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent. Mitglieder der Deutschen BKK müssen sie sich dabei keine Sorgen über höhere Ausgaben machen, denn 2016 haben sie ebenfalls einen zusätzlichen Beitrag von 1,1 Prozent gezahlt.

Mit der Fusion hätte aus der neuen Barmer die größte deutsche Krankenkasse werden können. Doch da der bisherige Spitzenreiter Techniker Krankenkasse zuletzt Mitglieder zugelegt hat, wird sie dieses Ziel wahrscheinlich nicht erreichen.

Stabiler Zusatzbeitrag 2017 – Aber auch die günstigste Krankenkasse?

Obwohl die Barmer GEK ihren Zusatzbeitrag 2017 nicht steigern muss, gibt es noch Krankenkassen, die günstiger sind. Bisher ist die preiswerteste, bundesweit geöffnete Kasse die hkk. Diese verlangt 2016 einen Zusatzbeitrag von 0,59 Prozent. Zwar liegen noch keine Informationen vor, ob es bei diesem Beitrag bleibt. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass es zu erheblichen Beitragssteigerungen kommt. Auch andere Kassen können ihren Beitrag bisher unter dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag halten.