Beste Geldanlage für Kinder: Hände weg von teuren Angeboten

Angesichts niedriger Zinsen ist es schwieriger denn je, die richtige Geldanlage für Kinder zu finden. Dabei möchten immer mehr Eltern und Großeltern für den Nachwuchs vorsorgen, damit dieser später keine Geldsorgen bei der Ausbildung oder dem Bezug der ersten Wohnung hat. Doch beim Sparen für das Kind gibt es auch Geldanlageprodukte, die vor allem eines sind: teuer.

Veröffentlicht am 20. Oktober 2015
Die beste Geldanlage für Kinder hat die Stiftung Warentest für die Zeitschrift Finanztest (4/2015) gesucht. Dabei zeigt sich: Wer für das eigene Kind sparen will, sollte sich von sogenannten Ausbildungsversicherungen fernhalten. Denn obwohl diese eigentlich speziell als die Geldanlage zur Unterstützung des Kindes gedacht sind, bieten die meisten Produkte ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis. Vor allem die hohen Kosten wirken sich negativ aus. Da aber gleichzeitig die klassische Geldanlage oft wenig lukrativ ist, überprüfen die Experten von Stiftung Warentest mögliche Alternativen.

Vorsorge für das Kind: Geldanlage mit guten Renditechancen

Eltern und Großeltern, die bei der Geldanlage fürs Kind bereit sind, zugunsten einer höheren Rendite gewisse Risiken in Kauf zu nehmen, sollten zu Indexfonds (ETFs) greifen. Dabei handelt es sich um Investmentfonds, die bestimmte Aktienindizes wie den DAX abbilden. Da ein Indexfonds nicht aktiv gemanagt werden muss, halten sich die Kosten meist in Grenzen. ETFs lassen sich auch als Sparpläne zur Geldanlage nutzen. Dabei wird nicht einmalig ein hoher Beitrag angelegt, sondern man vereinbart als Sparer eine monatliche Zahlung.

Eltern müssen sich bei Indexfonds bewusst sein, dass es bei Turbulenzen an den Kapitalmärkten zu Wertverlusten kommen kann. Andererseits sind die Renditeerwartungen auch entsprechend hoch, wenn sich die Aktien im Höhenflug befinden. Da die Geldanlage für das Kind keine kurzfristige Anlage darstellt, lassen sich Wertverluste zudem in der Regel ausgleichen.

Sparen für das Kind: Geldanlage besonders sicher mit Festgeld

Eltern, die auf Nummer sicher gehen wollen, sind bei der Geldanlage fürs Kind mit einem Festgeldkonto gut beraten. Diese Anlageform bietet jedoch derzeit nur geringe Zinsen. Allerdings sind die Ersparnisse dank des Einlagesicherungsfonds absolut sicher. Zudem können Eltern und Großeltern selbst entscheiden, wann sie Geld in welcher Höhe einzahlen. Bei der Auswahl eines geeigneten Festgeldkontos gilt es auf den vereinbarten Zinssatz zu achten: Direktbanken bieten meist die besten Konditionen.

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Stolperfalle Zinseinkünfte

Die Stiftung Warentest warnt bei der Geldanlage fürs Kind vor einer kostspieligen Stolperfalle. Denn ist Nachwuchs über die Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung kostenlos familienversichert, dürfen die monatlichen Zinseinkünfte die Schwelle von 405 Euro nicht übersteigen. Sonst müssen für das Kind Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden.

Flexibilität bei Geldanlage für das Kind beachten

Sparer müssen bei Festgeldkonten bei der Laufzeit aufpassen: Ist beispielsweise eine Laufzeit von fünf Jahren vereinbar, verlängert sich diese bei Ablauf je nach Vertragsbedingungen entweder um ein Jahr oder gleich weitere fünf Jahre. Vergessen Eltern das Festgeldkonto rechtzeitig aufzulösen, steht das Kapital im schlimmsten Fall zu Beginn der Ausbildung oder beim Bezug der ersten Wohnung nicht bereit. Alternativ zu Festgeldangeboten gibt es laut Stiftung Warentest zudem das Sparen über Genossenschaften. Diese bieten beispielsweise Sparbücher an, deren Zinsen deutlich über dem Niveau von Sparbüchern bei Banken oder Sparkassen liegen. Hier lohnt es sich bei lokalen Wohnungsbaugenossenschaften nach Sparmöglichkeiten zu fragen.