Einkommensgrenze für private Krankenversicherung steigt

Die Einkommensgrenze für die private Krankenversicherung steigt wie schon in den Vorjahren merklich an. Das bedeutet für Angestellte, dass ein Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) schwieriger wird. Wer bereits privat versichert ist und durch die Erhöhung unter den neuen Wert fällt, wird wieder versicherungspflichtig und muss in die gesetzliche Krankenkasse zurückkehren.

Es ist keine Überraschung, dass die Einkommensgrenze der privaten Krankenversicherung  Jahr für Jahr ansteigt. Denn der als Versicherungspflichtgrenze oder Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) bezeichnete Wert wird regelmäßig an die Lohnentwicklung in Deutschland anpasst. Für Angestellte, die sich privat krankenversichern möchten, ist die Einkommensgrenze besonders wichtig. Denn nur wenn sie über ein entsprechendes Einkommen verfügen, dürfen sie von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln.

Achtung: Die folgenden Informationen beziehen sich auf das Jahr 2016. Wie sich Versicherungspflichtgrenze 2017 entwickelt hat, lesen Sie hier.

Einkommensgrenze private Krankenversicherung: Das sind die Werte für 2016

Die jährliche Einkommensgrenze für die private Krankenversicherung stieg 2016 um 1.350 Euro an. Damit betrug die Versicherungspflichtgrenze 56.250 Euro brutto im Jahr. Das entspricht einer Erhöhung des Mindesteinkommens für die private Krankenversicherung um 112,50 Euro monatlich.

Wer als Arbeitnehmer einen Wechsel in die PKV plant, muss regelmäßig prüfen, ob das eigene Einkommen die Einkommensgrenze übersteigt, insbesondere nach dem Jahreswechsel, wenn die JAEG angepasst wurde. Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Studenten können sich unabhängig von ihrem Einkommen privat krankenversichern. Für sie haben neue Einkommensgrenzen keine Folgen. Für alle gilt jedoch: Um einen passenden Tarif zu finden, ist es sehr wichtig, im Vorfeld mehrere Angebote zur privaten Krankenversicherung miteinander zu vergleichen.

Erhöhung der PKV Einkommensgrenze: Konsequenzen für Privatversicherte

Arbeitnehmer, die bereits privat versichert sind, aber nur geringfügig über der Versicherungspflichtgrenze verdienen, müssen nach einer Erhöhung der Einkommensgrenze dringend überprüfen, ob das Gehalt weiterhin über der Grenze liegt. Sonst droht die unfreiwillige Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung. Wird es knapp, können sich betroffene Privatversicherte bei ihren nächsten Gehaltsverhandlungen am neuen Mindestmonatseinkommen für die private Krankenversicherung orientieren.

PKV Beitragsanpassungen: Manche Anbieter werden teurer

Der Jahreswechsel bedeutet für Privatversicherte in der Regel nicht nur eine Anpassung bei der Einkommensgrenze. Die Versicherungsgesellschaften überprüfen auch die Prämien für ihre Angebote und erhöhen diese gegebenenfalls, wenn die Tarife nicht mehr kostendeckend sind. Dabei werden Verträge für Neukunden angepasst und auch Bestandskunden erhalten im Herbst Informationen zur PKV Beitragserhöhung.