Annabell Meyer
Annabell Meyer

Redakteurin

Frage der Woche: Wie hoch sind die Beiträge bei Barmer, TK und Co.?

Viele gesetzlich Krankenversicherte dürfen 2018 etwas aufatmen. Denn ein Großteil der Krankenkassen wird den Zusatzbeitrag im kommenden Jahr stabil halten. Einige Kassen senken diesen sogar leicht ab. Doch welche Krankenkassen sind künftig günstig und wie hoch sind die Beiträge bei den größten Kassen wie TK, Barmer und Co.?

Veröffentlicht am 22. Dezember 2017

  • Sieben der zehn größten Krankenkassen in Deutschland halten ihren Beitrag 2018 stabil.
  • Doch bei einigen von ihnen zahlen gesetzlich Versicherte wesentlich mehr für den Gesundheitsschutz als bei anderen.
  • Daher ist es ratsam, die Angebote der Kassen genau zu vergleichen, um eine günstige und zugleich leistungsstarke Absicherung zu finden.

Kurz vor dem bevorstehenden Jahreswechsel geben viele Krankenkassen ihren Beitragssatz für das kommende Jahr bekannt. Obwohl der durchschnittliche Zusatzbeitrag auf Empfehlung des Gesundheitsministeriums 2018 um 0,1 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent sinkt, werden viele Kassen ihren Beitragssatz stabil halten.

Das gilt auch für die Mehrheit der zehn größten Krankenkassen in Deutschland. Sieben von ihnen lassen ihren Zusatzbeitrag im neuen Jahr unverändert. Versicherte bei den anderen drei Krankenkassen dürfen sich sogar über eine leichte Entlastung freuen: Sowohl die regional geöffnete Kasse AOK Nordwest senkt ihren Zusatzbeitrag als auch die bundesweit geöffneten Kassen Die Techniker (TK) und IKK classic.

Kleine Entlastung für Versicherte: Beitrag bei der TK sinkt auf 15,5 Prozent

Die drei größten Krankenkassen in Deutschland sind TK, Barmer und DAK-Gesundheit, wobei erstere die meisten Versicherten aufweist. Rund 9,8 Millionen Menschen sind bei der TK gesetzlich krankenversichert. Diese dürfen sich 2018 über eine kleine Ersparnis freuen. Denn die Krankenkasse verlangt künftig einen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent. Damit liegt dieser 0,1 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt sowie unter dem Vorjahreswert.

2018 beträgt der Beitrag bei der TK insgesamt 15,5 Prozent. Davon tragen Versicherte 8,2 Prozent. Denn sie müssen neben ihrem gesetzlich festgelegten Anteil von 7,3 Prozent den kompletten Zusatzbeitrag alleine übernehmen.

Barmer und DAK-Gesundheit halten ihren Beitrag 2018 stabil

Anders als die TK bleibt der Beitrag bei der Barmer 2018 stabil. Diese ist mit 9,3 Millionen Versicherten die zweitgrößte Krankenkasse. Hier werden für den Gesundheitsschutz 15,7 Prozent fällig, der Zusatzbeitrag liegt somit bei 1,1 Prozent. Auch die DAK-Gesundheit lässt ihren Zusatzbeitrag unverändert. Mit 16,1 Prozent liegt die Kasse mit ihrem Zusatzbeitrag von 1,5 Prozent 0,5 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt.

Einige regional geöffnete Kassen verlangen einen monatlichen Beitrag von lediglich 15,2 Prozent, 14,9 Prozent oder sogar nur 14,6 Prozent. Dadurch ergeben sich zwischen den Krankenkassen teilweise erhebliche Preisunterschiede. Insbesondere wenn Versicherte anstelle einer teuren eine der günstigsten Kassen wählen, kommen je nach Einkommen schnell Hunderte Euro Ersparnis im Jahr zusammen. Dabei ist es ratsam, die verschiedenen Angebote genau zu vergleichen, um den besten Mix aus Preis und Leistungen zu finden.

Geringere Beiträge bei IKK classic und AOK Nordwest

Zu den bundesweit zehn größten Krankenkassen gehören unter anderem sechs allgemeine Ortskrankenkassen. Dort fällt der Beitrag 2018 wie folgt aus:

  • AOK Bayern – 15,7 Prozent
  • AOK Baden-Württemberg – 15,6 Prozent
  • AOK Plus – 15,2 Prozent
  • AOK Rheinland/Hamburg – 16,0 Prozent
  • AOK Nordwest – 15,5 Prozent
  • AOK Niedersachsen – 15,4 Prozent

Während der Beitrag bei fünf von ihnen im kommenden Jahr stabil bleibt, zahlen Versicherte bei der AOK Nordwest künftig weniger. Die Kasse senkt ihren Zusatzbeitrag 2018 um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, AOK Bremen/Bremerhaven unf AOK Hessen werden im nächsten Jahr etwas günstiger.

Die IKK classic ist ebenfalls eine der bundesweit größten Krankenkassen. Dort wird der Beitrag zum Jahreswechsel zunächst stabil bei 15,8 Prozent bleiben. Ab Mai 2018 reduziert die Kasse den Zusatzbeitrag jedoch von bisher 1,2 Prozent auf 1,0 Prozent.