Geförderte Pflegeversicherung im Test 2016: Diese Tarife überzeugen

Seit 2013 gibt es staatlich geförderte Pflegeversicherungen. Ein aktueller Test überprüft nun, welche Tarife 2016 das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Wer für den Pflegefall mit staatlicher Unterstützung vorsorgen will, kann zwischen zwei Formen des sogenannten Pflege-Bahrs wählen. In Kombination mit einem ungeförderten Vertrag sind höhere Leistungen möglich.

Veröffentlicht am 25. Mai 2016



Die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen im Pflegefall nicht aus, um die anfallenden Pflegekosten zu decken. Deshalb unterstützt der Staat die private Pflegevorsorge mit einem Zuschuss. Wie ein aktueller Test von €uro (Ausgabe 6/2016) zeigt, gibt es dabei einige sehr gute geförderte Pflegeversicherungen.

Beim Pflege-Bahr schließen Interessierte eine Pflegetagegeldversicherung mit staatlichem Zuschuss ab. Fünf Euro monatlich gibt der Staat hinzu, sofern der Versicherte mindestens zehn Euro im Monat aus eigener Tasche in die Pflegeversicherung einzahlt und der Vertrag weitere Voraussetzungen erfüllt. Dazu gehört eine Mindestleistung von 600 Euro monatlich bei Pflegestufe 3.

Bei einem Kombitarif wird der Pflege-Bahr mit einer ungeförderten Pflegeversicherung verbunden. Dadurch sind höhere Leistungen im Pflegefall möglich.

Geförderte Pflegeversicherung: Gewinner beim Test 2016

Die Finanzzeitschrift hat für den geförderte Pflegeversicherung Test 2016 jeweils 17 Angebote von Pflege-Bahr- und Kombitarifen überprüft. Da die Kosten beziehungsweise späteren Leistungen einer Pflegeversicherung stark abhängig davon sind, in welchem Alter der Versicherungsvertrag abgeschlossen wird, berechneten die Tester die Konditionen für Versicherte mit einem Anfangsalter von 25, 40 und 60 Jahren. Über alle Altersgruppen hinweg erreichten vier Pflege-Bahr- und drei Kombitarife eine sehr gute Bewertung.

Die besten Angebote der geförderten Pflegeversicherung im Test 2016:

Pflege-Bahr

  • HanseMerkur – PB
  • R+V – Pflege FörderBahr (Tarif PKB)
  • Union – FörderPflege
  • BBKK – FörderPflege

Kombitarif

  • DKV – KombiMed Förder-Pflege Tarif KFP + Pflege Tagegeld PTG
  • LVM – PTG/PZT-Komfort
  • HanseMerkur – PB + PA

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Beiträge und Leistungen unterscheiden sich nach Art der Pflegeversicherung

Im Pflegeversicherung Test ergeben sich für Kombitarife in Pflegestufe 3 teilweise Leistungen von über 6.000 Euro pro Monat. Beim Pflege-Bahr sind dagegen selbst für junge Versicherte in einigen Tarifen nur Leistungen in Höhe von 1.600 Euro möglich. Allerdings belaufen sich die Monatsbeiträge bei der komplett geförderten Pflegevorsorge auch auf nur zehn Euro monatlich, beziehungsweise bis zu rund 36 Euro für ältere Versicherte. Einer der Kombitarife im Test berechnet 60-Jährigen bei einer Leistung von 5.100 Euro in Pflegestufe 3 einen Monatsbeitrag von 670,60 Euro. Das ist für die wenigsten Menschen bezahlbar.

Interessierte sollten beachten, dass bei den günstigen Pflege-Bahr-Tarifen die Beiträge im Laufe der Zeit deutlich steigen können. Das liegt daran, dass die Versicherer niemanden aufgrund von Erkrankungen ablehnen dürfen. Die Folge: Die Tarife lassen sich langfristig nur schwer kalkulieren, daher müssen die Anbieter an der Beitragsschraube drehen, wenn mehr Menschen als erwartet auf Versicherungsleistungen angewiesen sind.