Gothaer mit fondsgebundener Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Gothaer bringt einen neuen Tarif zur fondsgebundenen Berufsunfähigkeitsversicherung auf den Markt. Die neue BU Invest Police verspricht hohe Renditen und günstige Beiträge. Ob sie ihr Versprechen einhalten kann, hängt aber nicht zuletzt von den Entwicklungen der Investmentfonds ab.

Veröffentlicht am 1. April 2014
Die Gothaer Berufsunfähigkeitsversicherung bietet mit ihrem fondsgebundenen BU Invest-Tarif ein neues und mit etwas Börsenglück vergleichsweise preiswertes Produkt an. Die Beiträge zu dieser Art der Berufsunfähigkeitsversicherung werden in bis zu zehn verschiedene, auswählbare Publikumsfonds investiert. Bringen die Fonds eine gute Rendite, reduzieren sich dadurch künftige Beiträge des Versicherten. Im Vergleich zu einer klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung können fondsgebundene Tarife mit preiswerteren Angeboten locken. Denn der Risikobeitrag, der mit dem zunehmenden Alter des Versicherungsnehmers steigt, wird bei fondsgebundenen Produkten durch die Rendite ausgeglichen.

Gothaer fondsgebundene Berufsunfähigkeitsversicherung: Beitrag hängt von Rendite ab

Auf diese Weise kann die Gothaer eine fondsgebundene Berufsunfähigkeitsversicherung mit einem dauerhaft günstigen Beitrag anbieten – immer unter der Annahme einer guten Rendite der Fonds. Der Versicherer kalkuliert derzeit mit einem jährlichen Plus von 6,8 Prozent. Bei einer besseren Börsenperformance können die Beitragszahlern eventuell sogar eine Rückerstattung erhalten. Der Gothaer-Produktmanager Carsten Hölzemann erklärt gegenüber cash.online jedoch, dass dies damit nicht beabsichtigt sei.

Was passiert mit der Gothaer Berufsunfähigkeitsversicherung bei Börsenflaute?

Selbst im schlimmsten Fall einer anhaltenden Börsenflaute würde der Beitragsanstieg für die Gothaer Berufsunfähigkeitsversicherung moderat ausfallen. Dabei handelt es sich um eine derzeit eher unwahrscheinliche Prognose. Cash.online rechnet vor, dass selbst nach 17 Jahren Nullrendite ein Anfangsbeitrag von beispielsweise monatlich 30,37 Euro in diesem Zeitraum nur auf rund 35 Euro im Monat erhöht werden müsste. Wer diese Beitragserhöhungen nicht mittragen will, würde bei anhaltender Stagnation seinen Versicherungsschutz riskieren. Der Versicherte kann alternativ Leistungssenkungen wählen.

Vorzüge der Gothaer Berufsunfähigkeitsversicherung

Der fondsgebundene Tarif der Gothaer Berufsunfähigkeitsversicherung bietet neben einem vergleichsweise preiswerten Versicherungsschutz viele kundenfreundliche Leistungen. So verzichtet der Versicherer beispielsweise auf die Klausel der abstrakten Verweisung und leistet innerhalb eines kurzen Prognosezeitraumes. Des Weiteren werden Zahlungen auch rückwirkend geleistet oder im Pflegefall eine lebenslange Rente garantiert. Außerdem können Versicherte bei Veränderungen der Lebenssituation, beispielsweise bei Eheschließung oder der Geburt eines Kindes, ohne erneute Gesundheitsprüfung eine höhere Rente vereinbaren. Eine solche Nachversicherungsgarantie ermöglicht es, auf einen höheren Rentenbedarf zu reagieren.

Gothaer BU Invest bietet jungen Leuten günstige Startbeiträge

Gerade junge Menschen sind im Ernstfall besonders auf die Leistungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung angewiesen. Werden sie berufsunfähig, droht ihnen der finanzielle Absturz – denn die staatlichen Leistungen fallen für sie besonders niedrig aus, wenn sie überhaupt einen Anspruch darauf haben. Hier bietet die Gothaer Berufsunfähigkeitsversicherung einen günstigen Starttarif an, der nach einigen Jahren durch einen höheren Beitrag in der Folgephase ausgeglichen wird. Der Versicherungsschutz fällt damit jedoch immer noch weit preiswerter aus als ein Neuvertrag im höheren Alter.

Sparen mit der fondsgebundenen Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer sich allgemein für die Sparmöglichkeiten mit einer fondsgebundenen Berufsunfähigkeitsversicherung interessiert, kann jederzeit ein unverbindliches Angebot anfordern. Bei einem Versicherungsvergleich der fondsgebundenen Berufsunfähigkeitsversicherungen sollten sich Verbraucher allerdings nicht auf eventuelle Beitragsminderungen durch die Rendite stützen, sondern auf die tatsächlich veranschlagten Kosten achten.

Autor: Jessica D’Ovidio