Kranke Frau trinkt Tee
Anja Schlicht
Anja Schlicht

Redaktionsleitung

Günstigste Krankenkasse 2021: Hier ist der Beitrag besonders niedrig

2021 wird für die Krankenkassen teuer. Das Gesundheitsministerium hat daher beschlossen, den durchschnittlichen Zusatzbeitrag zu erhöhen. Die Kassen müssen dem zwar nicht folgen. Viele drehen allerdings an der Beitragsschraube. Zu den günstigsten Krankenkassen 2021 zählen jene, die schon in den Vorjahren mit niedrigen Beiträgen überzeugt haben.

Zuletzt aktualisiert am 27. August 2021

  • 40 Kassen haben ihren Beitrag zum 1. Januar 2021 erhöht.
  • Die günstigste Krankenkasse 2021 bleibt mit ihrem Beitragssatz unter 15 Prozent.

Gesetzlich Krankenversicherte mussten sich im vergangenen Jahr kaum auf Beitragsanpassungen einstellen. Gerade einmal jede vierte Kasse passte ihre Kosten für Versicherte an. Zum Vergleich: Im Jahr davor war es fast jede zweite.

Wie sich die Krankenkassenbeiträge 2021 entwickeln, haben die letzten Tage im alten Jahr gezeigt. Denn bis Jahresende mussten die Kassen ihre Beitragsentwicklung bekanntgeben. Viele Krankenkassen sind aufgrund steigender Ausgaben teurer geworden. Das Bundesgesundheitsministerium hat daher bereits den durchschnittlichen Zusatzbeitrag auf 1,3 Prozent erhöht.

Die gute Nachricht ist: Bei einem Teil der Kassen bleibt der Beitrag stabil. Unter ihnen ist die hkk (Handelskrankenkasse), die damit 2021 zu den günstigsten Krankenkassen zählt. Mehr als jede dritte Kasse zieht den Beitrag dagegen an.

Die günstigste Krankenkasse 2021 bleibt unter 15-Prozent-Marke

Schon im Mai hatte die hkk eine Beitragsgarantie ausgesprochen: Bis mindestens Ende 2021 hält die Kasse den Zusatzbeitrag von 0,39 Prozent stabil. Der Beitragssatz liegt damit bei 14,99 Prozent.

Unter der 15-Prozent-Marke blieben 2020 nur noch die jeweils regional geöffnete AOK Sachsen-Anhalt und die BKK Euregio. Bei der AOK Sachsen-Anhalt erhöht sich der Zusatzbeitrag, bei der BKK Euregio bleibt er dagegen stabil. Sie ist damit unter den regional geöffneten Kassen die preiswerteste. Unter den bundesweit geöffneten Kassen beansprucht die hkk den Titel der günstigsten Krankenkasse 2021 für sich.

Die folgenden Kassen erheben 2021 einen vergleichsweise niedrigen Beitrag:

  • BKK Euregio (regional geöffnet) – 14,95 Prozent
  • hkk – 14,99 Prozent
  • BKK Pfaff (regional) – 15,0 Prozent
  • AOK Sachsen-Anhalt (regional) – 15,20 Prozent
  • BKK Faber-Castell & Partner (regional) – 15,25 Prozent

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Welche Krankenkassen 2021 teurer und welche günstiger werden

40 Krankenkassen haben ihren Beitrag 2021 erhöht. Den größten Sprung müssen Versicherte der BKK Akzo Nobel Bayern hinnehmen. Dort steigt der Beitrag um 0,8 Prozent auf 15,9 Prozent. Bei der BKK Verbundplus, der AOK Plus, der AOK Nordost, der AOK Bremen/Bremerhaven, der AOK Sachsen-Anhalt und der BKK Freudenberg erhöht sich der Beitrag um 0,6 Prozent.

Diese Krankenkassen erheben 2021 einen Beitragssatz über 16 Prozent:

  • Salus BKK – 16,05 Prozent
  • IKK Brandenburg und Berlin – 16,09 Prozent
  • AOK Nordost – 16,1 Prozent
  • Barmer – 16,1 Prozent
  • pronova BKK – 16,1 Prozent
  • DAK-Gesundheit – 16,1 Prozent
  • KKH – 16,1 Prozent
  • BKK Werra Meissner – 16,1 Prozent
  • IKK Südwest – 16,1 Prozent
  • Novitas BKK – 16,14 Prozent
  • Viactiv – 16,2 Prozent
  • BKK VBU – 16,2 Prozent (seit Juli 2021)
  • WMF BKK – 16,2 Prozent
  • Knappschaft – 16,2 Prozent
  • SKD BKK – 16,3 Prozent (bis Juni 2021, danach 15,89 Prozent)
  • BKK Herkules – 16,3 Prozent
  • BKK ZF & Partner – 16,4 Prozent
  • BKK Technoform – 16,5 Prozent
  • BKK24 – 17,1 Prozent (ab September 2021)

Nur eine Krankenkasse senkt im Januar 2021 ihren Beitrag. Bei der BKK Herkules geht es mit 0,5 Prozent deutlich runter. Allerdings zählt die Krankenkasse mit einem Beitragssatz von 16,3 Prozent noch immer zu den teuren Kassen.

Die Spanne zwischen den Beiträgen bewegt sich 2021 aktuell zwischen 14,95 Prozent und 16,5 Prozent. Mit einem Wechsel von der teuersten zur günstigsten Krankenkasse 2021 spart ein Angestellter, der 3.500 Euro brutto monatlich verdient, fast 320 Euro im Jahr ein. Ein Selbstständiger mit gleichem Verdienst hat sogar rund 640 Euro mehr in der Tasche.

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