Anja Schlicht
Anja Schlicht

Redaktionsleitung

Kinderinvaliditätsversicherung Test: Finanztest vergibt zwei Mal gut

Der Kinderinvaliditätsversicherung Test von Stiftung Warentest kann nur zwei Mal die Gesamtnote gut vergeben. Bei den Anbietern deckt der Test einige Versicherungslücken auf. Dabei würde eine leistungsstarke Kinderinvaliditätsversicherung eine sinnvolle Absicherung für Kinder darstellen.

Veröffentlicht am 19, März 2016
Stiftung Warentest hat beim letzten Kinderinvaliditätsversicherung Test für die Finanztest-Ausgabe 04/2014 zehn Angebote untersucht und ihre Versicherungsbedingungen genauer unter die Lupe genommen. Die unabhängigen Tester können für die Kinderinvaliditätsversicherung nur zwei Mal das Prädikat „gut“ vergeben. Alle anderen Versicherer erhalten die Note „befriedigend“, ein Mal wird sogar ein „mangelhaft“ vergeben.

Kinderinvaliditätsversicherung Test: Beste Versicherer nur gut

Am besten schneiden die Basler Versicherung mit ihrem Tarif „JuniorSchutzPlus“ und die WGV Versicherung mit dem „KIZ“-Tarif ab. Die Basler Kinderinvaliditätsversicherung erhält gerade noch die Gesamtnote gut mit einer 2,5. Sie überzeugt im Kinderinvaliditätsversicherung Test mit einem guten, übersichtlichen Antragsformular. Bei den Vertragsbedingungen, die zu 70 Prozent ins Testergebnis einfließen und mit der Note 2,7 bewertet wurden, bleibt allerdings noch Raum für Verbesserungen. Die Basler leistet neben einer Monatsrente von 1.000 Euro eine kleine Kapitalzahlung.

Die WGV Versicherung schneidet mit der Gesamtnote 2,4 im Kinderinvaliditätsversicherung Test am besten ab. Die Versicherungsbedingungen werden jedoch nur mit einer „befriedigenden“ 3,1 bewertet. Die WGV zahlt eine monatliche Rente von 1.000 Euro. Die Barmenia Kinderinvaliditätsversicherung erhält für ihren „KISS“-Tarif in der Gesamtbewertung lediglich ein „befriedigend“. Sie schneidet mit der Note 2,4 für ihre Vertragsbedingungen allerdings am besten von allen getesteten Versicherungen ab.

Service: Eine Kinderinvaliditätsversicherung kostet mehrere hundert Euro im Jahr. Eine günstigere Alternative stellt die Unfallversicherung für Kinder dar. Nutzen Sie den kostenlosen Unfallversicherung Vergleichsrechner, um sich einen Überblick über eine Vielzahl von Tarifen zu verschaffen.

Stiftung Warentest deckt viele Lücken beim Kinderinvaliditätsversicherung Test auf

Die Untersuchung der Kinderinvaliditätsversicherung Test macht auf verschiedene Ausnahmeregelungen aufmerksam. Die Versicherer zahlen zum Beispiel nicht bei vorsätzlich herbeigeführten Erkrankungen oder Unfällen des Kindes. Unfälle oder Krankheiten, die durch Suchtmittel hervorgerufen werden, sind nur dann durch die Kinderinvaliditätsversicherung abgedeckt, wenn das Kind nicht älter als zehn Jahre ist. Auch bei Neurosen, Psychosen, Persönlichkeits- oder Verhaltensstörungen springt die Kinderinvaliditätsversicherung nicht ein.

Kinderinvaliditätsversicherung Test rät zu frühem Abschluss einer Versicherung

Wer sich für eine Kinderinvaliditätsversicherung interessiert, sollte vor Vertragsschluss unbedingt einen Blick ins Kleingedruckte werfen oder sich unabhängige Beratung einholen. Neben den bestehenden Versicherungslücken können Vorerkrankungen des Kindes zur Einschränkung der Leistung führen. Laut dem Kinderinvaliditätsversicherung Test der Verbraucherstiftung ist es ratsam, eine Versicherung so früh wie möglich abzuschließen. Wenn bereits eine bestimmte Erkrankung beim Kind diagnostiziert wurde, wird diese meist aus dem Versicherungsschutz ausgeschlossen. Um jedoch sicher zu gehen, dass die Versicherung im Invaliditätsfall leistet, müssen die Angaben zu den Vorerkrankungen des Kindes vollständig und korrekt gewesen sein.

Kinderinvaliditätsversicherung laut Test sinnvoller als Unfallversicherung

Ob beim Kind eine 50-prozentige Invalidität oder Behinderung durch eine Krankheit oder einen Unfall verursacht wurde, spielt für die Kinderinvaliditätsversicherung keine Rolle. Sie zahlt in beiden Fällen. Eine Unfallversicherung für Kinder ist zwar um einiges günstiger. Sie leistet aber nur, wenn das Kind durch einen Unfall schwerwiegend geschädigt wurde. Stiftung Warentest zufolge haben sich in Deutschland gerade einmal 0,3 Prozent der schwerbehinderten Kinder ihre Beeinträchtigung durch einen Unfall zugezogen. Über 60 Prozent der betroffenen Kinder wurde durch Krankheit zum Invaliditätsfall. Dennoch kann die Unfallversicherung eine Notlösung sein, wenn Eltern für ihre Kinder keine Invaliditätsversicherung abschließen können.

Leistungen der Kinderinvaliditätsversicherung

Wenn Kinder invalide werden, brauchen sie mehr Aufmerksamkeit, Zeit, eine krankheitsgerechte Versorgung sowie Therapien. Häufig kümmert sich ein Elternteil, das dafür seine Arbeit aufgibt. Die finanzielle Belastung kann bei Invalidität des Kindes sehr groß werden. Mit einer Kinderinvaliditätsversicherung kann für den Fall der 50-prozentigen Invalidität oder Behinderung wenigstens finanziell vorgesorgt werden. Die Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt: Versicherer zahlen im Leistungsfall entweder eine monatliche Rente von meist 1.000 Euro oder eine Kapitalzahlung von 100.000 Euro. Manche Anbieter kombinieren beide Leistungsarten.

Rat der Stiftung Warentest zur Kinderinvaliditätsversicherung

Im Kinderinvaliditätsversicherung Test wird empfohlen, vor Abschluss einer Kinderinvaliditätsversicherung verschiedene Angebote einzuholen und zu vergleichen. Beitragskosten und Leistungsausschlüsse können sich von Versicherer zu Versicherer unterscheiden. Gleiches gilt für die Unfallversicherung. Es ist daher ratsam, eine Blick auf einen Unfallversicherung Test zu werfen. Verbraucher sollten außerdem darauf achten, dass sie nicht versehentlich eine Unfallversicherung abschließen, die lediglich ein paar Krankheitsfälle mitversichert.