Klassische Rentenversicherung Vergleich: Wo gibt es am meisten Geld?

Ein aktueller Vergleich verschiedener klassischer Rentenversicherungen zeigt, wie sehr sich diese Altersvorsorge im Laufe der Zeit gewandelt hat. Einige Versicherer kommen dabei deutlich besser als andere mit den Niedrigzinsen zurecht. Bei einer Auszahlung im Jahr 2017 liegen die Unterschiede zwischen den Anbietern im Bereich von mehreren tausend Euro.

Veröffentlicht am 26. April 2017

Ein aktueller Vergleich des Branchendienstes Map-Report hat den Erfolg klassischer Rentenversicherungen in den letzten Jahrzehnten überprüft. Dabei wurden unter anderem die Einmalauszahlungen von Versicherungen mit zwanzigjähriger Laufzeit und einem Rentenbeginn zwischen 2005 und 2017 unter die Lupe genommen. Die Zahlen zeigen deutlich, dass ein nichtrauchender, 43-jähriger Versicherter, der jährlich 1.200 Euro an die Versicherung gezahlt hat, eine weitaus höhere Rendite und damit Kapitalabfindung genießen konnte, wenn die Rente 2005 und nicht 2017 begonnen hat. Abhängig vom jeweiligen Zeitraum beläuft sich die durchschnittliche Rendite auf 3,8 bis 5,9 Prozent.

Private Rentenversicherung: Situation an den Finanzmärkten beeinflusst Rendite

Die durchschnittliche Leistung der getesteten Rentenversicherungen ist zwischen 2005 und 2017 von 46.256 Euro auf 36.390 Euro gesunken. Für Vorsorgeinteressierte bedeutet dies, dass klassische Angebote immer weniger Erträge erzielen. Das liegt auch am Garantiezins, der Mitte der 1990er Jahre mit 4,00 Prozent seinen Höhepunkt erreicht hat und seitdem auf zuletzt 0,9 Prozent gesenkt wurde.

Zudem können die Versicherer im Vergleich zu den Vorjahren niedrigere Überschüsse über dem Garantiezins erreichen. Das alles trägt dazu bei, dass sich die klassische Rentenversicherung gegenüber fondsgebundenen Varianten und anderen Altersvorsorgeformen kaum auszahlt.

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Leistung der Rentenversicherung: Unterschiede von 6.000 Euro und mehr

Der Map-Report hat nicht nur die die Höhe der Auszahlungen für die verschiedenen Zeiträume gegenübergestellt. In der Analyse wurde zudem untersucht, wie hoch die Kapitalabfindungen innerhalb eines Jahrgangs und abhängig vom Versicherer sind. Bei einer Laufzeit bis 2017 variieren Leistungen demnach zwischen 33.764 Euro und 39.866 Euro. Dabei haben längst nicht alle Gesellschaften am Markt an der Untersuchung teilgenommen. Dennoch lässt sich erkennen, dass es am Ende der Laufzeit für die Höhe der Kapitalabfindung oder der Rente einen erheblichen Unterschied machen kann, welchen Anbieter Versicherte für ihre Altersvorsorge wählen.

Top 3 der Rentenversicherungen mit Rentenbeginn 2017

  1. Cosmos
  2. Öffentliche Braunschweig
  3. R+V

Alternativen zur klassischen Rentenversicherung

Die klassische Rentenversicherung bietet zwar eine sehr hohe Sicherheit, ist hinsichtlich der Rendite aber inzwischen für viele Sparer unbefriedigend. Hinzu kommt, dass immer mehr Versicherer auf klassische Vorsorgeprodukte aufgrund der geringen Renditeaussichten verzichten. Es gibt allerdings andere Möglichkeiten für den Lebensabend vorzusorgen. Dazu gehören einerseits fondsgebundene Renten- und Lebensversicherungen. Bei diesen wird ein höherer Anteil der Beiträge in ertragreiche Anlagen wie Aktienfonds investiert. Dadurch erhöhen sich die Renditechancen, allerdings gehen damit auch Risiken einher.

Sowohl klassische als auch fondsgebundene Vorsorgeprodukte sind andererseits mit staatlicher Förderung erhältlich. Je nach der persönlichen Lebens- und Berufssituation eignen sich dabei Riester- oder Rürup-Renten. Ein allgemein zu empfehlendes Produkt gibt es jedoch nicht. Daher ist es wichtig für Vorsorgewillige, sich im Vorfeld genau über die verschiedenen Varianten zu informieren.