Neue Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze für 2014

Auch im Jahr 2014 wird es höhere Beitragsbemessungsgrenzen und eine gestiegene Versicherungspflichtgrenze für die Sozialversicherungen geben. Der Wechsel in die private Krankenversicherung wird für Arbeitnehmer damit weiter erschwert. Gleichzeitig steigt der Höchstbetrag zur gesetzlichen Krankenversicherung von 610,32 Euro auf 627,75 Euro.

Die Werte für die Beitragsbemessungsgrenzen und die Versicherungspflichtgrenze werden auch 2014 wieder der aktuellen Lohnentwicklung angepasst. Das berichtet der Haufe Verlag. Dadurch verändern sich die Kennzahlen für Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und gesetzliche Krankenversicherung. Ein Referentenentwurf für die neuen Werte im Jahr 2014 liegt bereits vor und soll voraussichtlich im Oktober im Bundeskabinett verabschiedet werden.

Sozialversicherungswerte 2014 – Wie kommt die Änderung zustande?

Die Beitragsbemessungs- und Versicherungspflichtgrenzen werden anhand der Entwicklung des Durchschnittsentgelts der beiden Vorjahre berechnet. Die Beitragsbemessungsgrenze legt dabei fest, bis zu welcher Einkommenshöhe der Lohn für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge herangezogen wird. Die Versicherungspflichtgrenze bezeichnet hingegen das Mindesteinkommen, das Arbeitnehmer vorweisen müssen, um in die private Krankenversicherung zu wechseln. Die Löhne in Deutschland sind im Jahr 2013 um über zwei Prozent gestiegen. Folglich wird auch eine Anpassung der Sozialversicherungswerte zum Jahreswechsel fällig.

Beitragsbemessungsgrenze 2014 in der Rentenversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung und die Arbeitslosenversicherung unterscheidet sich zwischen den neuen und den alten Bundesländern. In den neuen Bundesländern liegt die Grenze im Jahr 2013 bei 58.800 Euro jährlich, bzw. 4.900 Euro im Monat. Im Jahr 2014 wird sich die Grenze voraussichtlich um 1.200 Euro pro Jahr erhöhen und liegt dann bei 60.000 Euro jährlich oder 5.000 Euro monatlich. In den alten Bundesländern steigt die Beitragsbemessungsgrenze von 69.600 Euro im Jahr auf 71.400 Euro. Dies bedeutet eine Erhöhung um 150 Euro monatlich von 5.800 Euro auf 5.950 Euro.

Neue Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung ist für alte und neue Bundesländer gleich. Sie wird erneut um 1.350 Euro jährlich ansteigen und liegt dann im Jahr 2014 bei 48.600 Euro. Damit können nun monatlich bis zu 112,50 Euro mehr zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Krankenversicherung berücksichtigt werden. Dadurch ergibt sich für gesetzlich Krankenversicherte ein neuer Höchstbeitrag zur Krankenversicherung von 627,75 Euro statt 610,32 Euro monatlich im Jahr 2013. Arbeitnehmer, deren Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, müssen im Jahr 2014 damit 9,22 Euro mehr pro Monat für die gesetzliche Krankenversicherung ausgeben. Arbeitgeber zahlen in diesem Fall 8,21 Euro mehr pro Monat.

Versicherungspflichtgrenze Krankenversicherung 2014 bei 53.550 Euro

Gleichzeitig wird es für Arbeitnehmer mit einem guten Einkommen noch schwerer in die private Krankenversicherung zu wechseln. Denn auch die Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) steigt an. Musste man als Arbeitnehmer im Jahr 2013 noch 52.200 Euro brutto im Jahr verdienen, um sich von der Versicherungspflicht befreien lassen zu können, werden es im Jahr 2014 53.550 Euro sein. Dies entspricht einem monatlichen Bruttoeinkommen von 4.462,50 Euro.