Frau mit Maske vor Spielplatz
Anja Schlicht
Anja Schlicht

Redaktionsleitung

Neue Gesetze zum 1. April 2022: Bürgertests, Gewinnspiele, Kurzarbeit

Mit dem 1. April 2022 treten einige wichtige Änderungen und Gesetze in Kraft. Viele Corona-Beschränkungen fallen endgültig weg, gleichzeitig verlängern sich Sonderregelungen beim Kurzarbeitergeld. Wer berufsbedingt umzieht, kann Umzugskosten besser steuerlich absetzen, und die Teilnahme an telefonischen Gewinnspielen wird stärker reguliert.

Änderungen im April 2022: Kostenlose Bürgertests und Maskenpflicht bleiben

Mit dem April fallen weitestgehend die Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie weg, wie Zugangsbeschränkungen. Lediglich die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Kliniken und Pflegeheimen bleibt bestehen. Auch die Coronavirus-Testverordnung wäre im März ausgelaufen. Das Bundesgesundheitsministerium hat jedoch kurzfristig eine Änderung der Verordnung auf den Weg gebracht. Demnach bleiben die Coronatests bis zum 30. Juni 2022 kostenlos.

Ebenfalls verlängert wurde die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung. Ärzte können so Patienten bei leichten Atemwegsinfekten bis Ende Mai für bis zu sieben Tage krankschreiben.

Zwei weitere Änderungen zum 1. April 2022 betreffen das Kurzarbeitergeld. Einerseits werden die geltenden Sonderregelungen bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Andererseits müssen Arbeitgeber nun wieder die Beiträge zur Sozialversicherung in voller Höhe tragen. Bis Dezember 2021 wurden diese noch zu 100 Prozent erstattet, bis Ende März zu 50 Prozent.

Neue Gesetze zum 1. April 2022: Steuerliche Verbesserungen bei Umzugskosten

Zu den neuen Gesetzen, die zum 1. April 2022 in Kraft treten, zählt die sogenannte Umzugspauschale. Sie steigt von 870 Euro auf 886 Euro. Diesen Betrag können Steuerzahler maximal absetzen, wenn sie aus beruflichen Gründen umziehen. Für jedes Kind, das mitzieht, gewährt der Staat weitere 590 Euro. Etwas mehr Geld können Verbraucher zudem für Nachhilfekosten absetzen, die durch den Umzug entstehen. Statt 1.160 Euro sind es ab 1. April 2022 1.881 Euro.

Steuerrelevant ist außerdem die Änderung, dass die Corona-Prämie mit Monatsbeginn nicht mehr steuerfrei ist. Die Zahlung, die bis zu 1.500 Euro betragen kann, muss nun arbeitsrechtlich versteuert werden.

Bundesnetzagentur begrenzt Anrufkosten für 0137-Telefonnummern

An Gewinnspielen können Interessierte häufig telefonisch mit dem Anruf einer 0137-Nummer teilnehmen. Während für das Festnetz bereits geregelt war, was dies kosten darf, fehlten für Handy-Anrufe Regularien zu den Preisen. Mit dem 1. April 2022 ändert sich dies. Künftig gibt es keine Unterschiede mehr zwischen Mobilfunk und Festnetz. Der Anruf kostet zwischen 14 Cent und einem Euro beziehungsweise für die Nummern 0137-2, 3 und 4 14 Cent je Minute.

Eine letzte Anpassung zum 1. April 2022 betrifft DHL-Kunden, die bisher mit ihrer Kundenkarte und einem Abholcode Pakete an den Packstationen versendet und abgeholt haben. Dies ist nun nur noch mit der DHL App möglich. In dieser findet sich ein entsprechender Zugangscode. Diese Regelung gilt allerdings nicht für Verbraucher, deren Paket von einem Paketdienst in der Station hinterlegt wurde. Dort bleibt alles wie bisher.